28.04.2025
FREE ON SHOULDERS

fr-O-sh: Kind auf den Schultern – Hände frei

Das Salzburger Unternehmen Riesenzwerg bringt mit fr-O-sh (free on shoulders) ein Produkt aus der Kategorie: Warum ist davor noch niemand draufgekommen?
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free on shoulders - Riesenzwerg-Gründer Thomas Amerijan mit seinem fr-O-sh-System | (c) Riesenzwerg
Riesenzwerg-Gründer Thomas Amerijan mit seinem fr-O-sh-System | (c) Riesenzwerg

Es ist vielleicht nicht das weltbewegendste Problem, aber eines, das sehr viele Menschen regelmäßig erleben – und das wohl seit fast seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte: Trägt man ein Kind auf den Schultern, hat man die Hände nicht frei. Dabei ist das Problem relativ leicht zu lösen, wie der Salzburger Unternehmer Thomas Amerijan mit seiner Firma Riesenzwerg und dem Produkt fr-O-sh (free on shoulders) beweist.

Drei Riemen

Nach Jahrtausenden des „Kinder am Fußgelenk Festhaltens“ kommt fr-O-sh mit drei Riemen mit Schnallen, die die Fußgelenke am Körper des Erwachsenen halten und sich in etwa einer halben Minuten anbringen lassen. Optional lässt sich das System auch an einem Rucksack anbringen. Fertig, Problem gelöst! Bleibt nur die Frage, warum es so lange gedauert hat.

fr-O-sh mit TÜV- und Notar-Bestätigung

Doch natürlich war die Sache zumindest in der Entwicklung nicht ganz so trivial. Bei Riesenzwerg betont man, besonders viel Wert auf Sicherheit zu legen. „In einem Feldtest, der notariell begutachtet wurde, sowie einer offiziellen TÜV-Prüfung wurde die Trage und das Material getestet“, heißt es vom Unternehmen, das auch ein Protokoll des Feldtests sowie den TÜV-Testbericht online zu Verfügung stellt.

49 Euro für fr-O-sh

Nun wird die free-on-shoulders-Kindertrage online für 49 Euro verkauft. Auch einen Rucksack exklusive Trage, aber inklusive Wickelunterlage, hat fr-O-sh im Angebot, ebenso wie eine Umhängetasche. Im Vertrieb setzt die Salzburger Firma unter anderem auf ein Affiliate-System mit Provisionen für Weiterempfehler:innen.

free on shoulders bei 2 Minuten 2 Millionen

Einen Marketing-Boost und vielleicht auch ein Investment soll nun eine Teilnahme an der Show 2 Minuten 2 Millionen bringen. Diesen Dienstag wird die Episode mit dem Auftritt Amerijans ausgestrahlt.

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

„Serwas verbindet zwei Märkte, die in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen werden: Rechenleistung und nachhaltige Energieversorgung“, sagt Markus Kainz, Gründer und CEO von Gateway Ventures. Die auf Investoren-Pooling basierte Beteiligungsgesellschaft übernahm nun den Lead in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde für das Innsbrucker Startup Serwas Technologies, über das brutkasten bereits berichtete.

Server-Heizung für Schwimmbäder, Hotels und Co

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die dabei entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Server sollen künftig nicht nur rechnen, sondern gleichzeitig Gebäude beheizen“, erläutert Serwas Co-Founder Timo Berkmann. Das Startup fokussiert dabei auf Gebäude mit konstant hohem Wärmebedarf, etwa Schwimmbäder, Hotels, Pflegeeinrichtungen und größere Wohnanlagen. Serwas hat die dafür genutzte Kühltechnologie selbst entwickelt. Das Unternehmen betreibt die Server selbst und übernimmt die Integration in die bestehende Wärmeinfrastruktur der Gebäude. Die Rechenleistung wird an Unternehmen verkauft.

300.000 Euro im ersten Closing – zweites soll schon im Oktober folgen

Bei der aktuellen Finanzierungsrunde über insgesamt 300.000 Euro stiegen neben Gateway Ventures Business Angels aus dem „Pioneers Club“ und das MCI Innsbruck ein. Schon im Oktober soll ein Second Closing erfolgen und die Pre-Seed-Runde damit erweitert werden. „Besonders überzeugt uns der dezentrale Ansatz, weil neue Rechenkapazitäten dort aufgebaut werden können, wo die entstehende Wärme unmittelbar genutzt wird“, kommentiert Gateway-CEO Kainz.

Erster Standort in Innsbrucker Hallenbad

Bislang betreibt Serwas einen Standort in einem Innsbrucker Hallenbad. „Mit dem neuen Kapital wollen wir unseren ersten Standort weiter ausbauen und das Konzept auf weitere Gebäude übertragen“, sagt Serwas-Co-Founder Berkmann. Geplant ist laut Startup eine „schrittweise Skalierung“. Zuträglich sein soll dabei natürlich der massiv erhöhte Bedarf an Server-Zentren durch den KI-Boom. Die Nutzung bestehender Gebäude mit geeigneten Strom-Anschlüssen soll gleichzeitig eine Alternative in den Debatten rund um den Neubau großer Serverzentren sein.

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