10.10.2025
FOR WOMEN IN SCIENCE

Vier Nachwuchswissenschafterinnen erhielten Förderpreis

Sie erforschen Stress, Lungenkrebs-Therapien, neue Methoden für die Wirkstoffforschung und Schizophrenie – vier Nachwuchswissenschafterinnen wurden nun mit je 25.000 Euro für ihre Arbeit prämiert.
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For Women in Science Siegerfoto 2025
v.l.n.r. Eva-Maria Holzleitner (Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung), Matthieu Peyraud (Botschafter der Rep. Frankreich in Wien), Edzard Meenen (Country Coordinator L'Oréal Österreich), Dr.in Nida Ali, Theresa Haitzmann, Dr.in Angeliki Spathopoulou, Dr.in Sabine Haag (Präsidentin österr. UNESCO-Kommission), Darja Rohden, Univ. Prof. Dr. Heinz Faßmann (Präsident ÖAW) und Moderatorin Kati Bellowitsch | © L'Oréal / Philipp Schulz

Bereits zum 19. Mal wurden nun die L’Oréal UNESCO „For Women in Science“-Förderpreise verliehen. Sie sollen Frauen in der Wissenschaft mit ihren Forschungsarbeiten vor den Vorhang holen und sie in ihrer weiteren Karriere unterstützen. Denn der Frauenanteil in Forschung und Entwicklung liegt weltweit nur bei rund 33 Prozent, in Österreich bei lediglich 24,95 Prozent. Die Initiative will daher Frauen sichtbar machen, Barrieren abbauen und Exzellenz in der Forschung stärken.

„Wir können es uns nicht leisten, auf die Talente der Hälfte der Menschheit zu verzichten: Frauen bringen die Wissenschaft voran, und die Wissenschaft bringt die Welt voran“, meint Sabine Haag, Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission. Und Frauen- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner erinnert: „Diversität ist längst ein zentraler Erfolgsfaktor, in der Wissenschaft wie in der Politik.“

International sieben spätere Nobelpreisträgerinnen unter „For Women in Science“-Gewinnerinnen

75 Nachwuchswissenschafterinnen wurden allein in Österreich in den vergangenen 18 Jahren ausgezeichnet. Getragen wird die Initiative von L’Oréal Österreich, der Österreichischen UNESCO-Kommission, dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Die Auszeichnung wird auch in anderen Ländern vergeben. Zudem gibt es die L’Oréal-UNESCO For Women in Science International Awards (brutkasten berichtete) Die internationale Statistik kann sich sehen lassen: Von den bislang mehr als 4.400 weltweit ausgezeichneten Forscherinnen erhielten sieben später den Nobelpreis. Die Latte liegt also hoch: Um den hier in Österreich mit je 25.000 Euro dotierten (nicht zweckgebundenen) Förderpreis zu erhalten, müssen die Nachwuchswissenschafterinnen an bahnbrechenden Forschungsprojekten arbeiten.

Das sind die vier „For Women in Science“-Preisträgerinnen 2025:

  • Nida Ali (Universität Wien) erforscht die Alpha-Amylase-Aufwachreaktion als möglichen Biomarker für Stress und will so Diagnosen des autonomen Nervensystems präziser machen.
  • Theresa Haitzmann (Medizinische Universität Graz) untersucht, wie Lungenkrebszellen alternative Zucker wie Mannose nutzen, um Therapien zu umgehen – und eröffnet damit neue Wege in der Onkologie.
  • Darja Rohden (Universität Wien & Institute of Science and Technology Austria) entwickelt neue NMR-Methoden, um Signalweiterleitungen in Enzymen sichtbar zu machen – Erkenntnisse, die für die Wirkstoffforschung entscheidend sein können.
  • Angeliki Spathopoulou (Universität Innsbruck) nutzt Gehirnorganoide, um die molekularen Ursachen von Schizophrenie zu entschlüsseln und neue Diagnosemöglichkeiten zu entwickeln.

„Wissenschaftliche Exzellenz, gesellschaftliche Relevanz und Vorbilder für kommende Generationen“

„Die vier Preisträgerinnen der Initiative ‚For Women in Science‘ zeigen eindrücklich, wie Frauen in der Forschung mit Mut, Kreativität und Verantwortung an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit arbeiten. Sie stehen für die exzellente Arbeit, die Wissenschaftlerinnen täglich leisten“, kommentiert Ministerin Holzleitner. „Die vier Preisträgerinnen beeindrucken mit Leidenschaft und Exzellenz – und machen sichtbar, welch enormes Potenzial in jungen Wissenschaftlerinnen steckt“, sagt Edzard Meenen, Country Coordinator & Market Director Consumer Products, L’Oréal Österreich.

Für Ex-Minister Heinz Faßmann, Präsident Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), ist es „beeindruckend zu sehen, mit welcher Qualität und Kreativität die Preisträgerinnen ihre Themen vorantreiben.“ Und UNESCO-Kommissions-Präsidentin Haag meint: „Die Preisträgerinnen 2025 verkörpern, wofür ‚For Women in Science‘ steht: wissenschaftliche Exzellenz, gesellschaftliche Relevanz und Vorbilder für kommende Generationen.“

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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