09.09.2024
INVESTMENT

Food-Startup Schrankerl erhält 500.000 Euro in neuer Finanzierungsrunde

Nach zwei Investments im Vorjahr folgt nun eine weitere Kapitalrunde beim Wiener Startup Schrankerl. Damit soll u.a. die Technologie der smarten Kühlschränke vorangetrieben werden.
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Schrankerl
(c) Schrankerl - Stephan Haymerle und Sara Mari von Schrankerl.

Über eigene Kühlschränke bietet das Wiener Startup Schrankerl frische, regionale und nachhaltige Verpflegung direkt in Unternehmen an. Mit einem Schrankerl im Büro können sich Mitarbeiter:innen so rund um die Uhr und ohne Vorbestellung mit Frühstück, Salaten, warmen Speisen, Snacks und Getränken versorgen. Die Speisen stammen von regionalen Food-Partnern, und die Lieferungen werden dabei automatisch an die Bedürfnisse der jeweiligen Unternehmen angepasst.

Mit dem Konzept sicherte sich das Gründer-Duo Stephan Haymerle und Sara Mari bereits Anfang 2023 ein Millionen-Investment, gefolgt von einem „Second Closing“ im Mai des Vorjahres. Nun folgt eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von einer halben Million Euro.

Schrankerl: Baldige Profitabilität als Ziel

Das frische Kapital wird für weiteres Wachstum und die technologische Entwicklung verwendet werden. „Diese Investition wird in die Expansion des Unternehmens sowie in die Weiterentwicklung der Technologie der Smart-Kühlschränke fließen. Zusätzlich wird ein Fokus darauf gesetzt, die Profitabilität bald zu erreichen. Und daher wird jetzt auch auf sehr effizienten Kapitaleinsatz und Unit Economics geachtet“, erklärt Haymerle gegenüber brutkasten.

An dieser Runde hat sich ein Großteil der bestehenden Investoren beteiligt. Zudem sind drei neue Business Angels dabei, darunter dean&david Franchise-Nehmer Christoph Hellwagner.

Aus dem Archiv: Stephan Haymerle im Gespräch

Aktuell befindet sich Schrankerl in ersten Gesprächen mit Kunden, um in St. Pölten zu launchen, nächste Jahr steht der Rollout in Graz an, wie Haymerle erzählt. Zudem arbeitet man gemeinsam mit Fratelli Barbaro an neuen Rezepturen, um die Food-Entwicklung voranzutreiben.

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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