08.04.2026
PERSONALIE

fonio.ai: Wiener KI-Startup holt Alexander Brix von Kaleido AI als CCO

Das Wiener Voice-AI-Unternehmen fonio.ai verstärkt sein Management mit einem bekannten Namen aus der Startup-Szene: Seriengründer und Investor Alexander Brix steigt als Chief Commercial Officer (CCO) ein.
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© Keinrath - (v.l.) fonio.ai CEO Daniel Keinrath holt Alexander Brix als CCO an Bord.

Das Wiener „Voice AI“-Unternehmen fonio.ai verstärkt seine Führungsebene mit einem prominenten Seriengründer: Alexander Brix übernimmt die Rolle des Chief Commercial Officer (CCO) und verantwortet ab sofort international die Bereiche Sales, Partnerschaften und Account-Management.

fonio.ai: Brix bereits beteiligt

Der Entrepreneur und Angel Investor war bereits zuvor als Gesellschafter an fonio.ai beteiligt und soll künftig seine Expertise im Aufbau und in der Skalierung von Tech-Unternehmen operativ einbringen.

Bekannt wurde Brix als ehemaliger COO von Kaleido AI, den Machern von remove.bg. Dort verantwortete er den Aufbau des Geschäfts sowie der Go-to-Market-Strategie. Innerhalb von 24 Monaten spielte er eine entscheidende Rolle bei der Steigerung des Umsatzes auf über 15 Millionen Euro ARR (Annual Recurring Revenue), führte den Due-Diligence-Prozess im Zuge der Übernahme durch Canva – hier nachzulesen – in einem der größten Deals Österreichs und skalierte das Team von sieben auf mehr als 100 Mitarbeitende.

„Head of Operations“ bei Canva

Anschließend war er als Head of Operations Europe bei Canva tätig. In dieser Funktion verantwortete er die europäische Internationalisierung, integrierte mehrere Akquisitionen und baute die Organisation von 40 auf rund 300 Mitarbeitende aus.

„Fonio.ai steht an einem entscheidenden Punkt seiner Unternehmensentwicklung“, sagt Brix zu seinem Antritt. „Das Unternehmen bringt mit einem wirklich einzigartigen Team und einer herausragenden Technologie die richtigen Voraussetzungen für skalierbares Wachstum mit. In dieser Phase nicht nur investiert zu sein, sondern auch aktiv mitzugestalten, erforderte von Daniel (Anm.: Keinrath, Founder fonio.ai) keinerlei Überzeugungsarbeit, als er mir die Rolle anbot.“

Dieser ergänzt: „Mit Alexander verstärken wir unser Management mit einem Seriengründer, der genau die Erfahrung mitbringt, die unser Wachstum nochmals beschleunigen wird. Ich kann mir niemand Passenderen für die Rolle des CCO vorstellen als Alex“, kommentiert Keinrath.

fonio.ai mit 1 Million Euro Annual Recurring Revenue

Fonio.ai hat sein Wachstum zuletzt beschleunigt und allein im März mehr als eine Million Euro an Annual Recurring Revenue (ARR) hinzugewonnen, wie es per Aussendung heißt. Im Vergleich zum März 2025 entspreche das einer Verzwanzigfachung. Im Jänner lag der neu generierte ARR noch bei rund 600.000 Euro, im Februar bei 750.000 Euro.

„Fonio.ai entwickelt sich vermutlich gerade zum am schnellsten wachsenden Unternehmen Österreichs. Diese Dynamik zeigt den enormen Bedarf an Voice-AI-Lösungen, und wir haben uns für die kommenden Monate viel vorgenommen“, sagt Keinrath.

Expansion geplant

Nach dem Eintritt in die französischsprachigen Märkte sowie nach Italien, Brasilien und Polen plant das Unternehmen nun auch den Start im Vereinigten Königreich, in den USA, Spanien und den Niederlanden. Ziel ist es, KI-basierte Voice Agents als skalierbare Infrastruktur für Unternehmen weltweit verfügbar zu machen und sich als globaler Marktführer zu etablieren.

Parallel zur Internationalisierung baut fonio.ai seine Organisation aus: Das Team ist mittlerweile auf über 30 Mitarbeiter:innen gewachsen, wobei 50 Prozent davon ehemalige Startup-Gründer:innen sind. Aktuell sind rund 25 Positionen in den Bereichen Engineering, Marketing, Sales und Operations ausgeschrieben.

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Das Open Innovation Center/LIT, der Impact Hub Vienna, WeXelerate, Unicorn Graz und Startup Salzburg aus Österreich; die Founders Foundation, die Kreativbehörde Regensburg, das Gründerhaus Nürtingen und das WERK1 in München aus Deutschland; dazu der 1535° Creative Hub aus Luxemburg und das Economic Centre Krakau aus Polen – diese Innovations-Hubs sind Teil einer neuen, von der Tabakfabrik Linz initiierten Allianz.

Ziel der „Interessensgemeinschaft“ sei, Partner:innen aus den jeweiligen Netzwerken, Jungunternehmer:innen, Startups und Unternehmen, leichteren Zugang zu den anderen Standorten, Märkten und Industrien zu ermöglichen, heißt es von der Tabakfabrik. „Die Partner:innen vernetzen sich international, um voneinander zu lernen und Innovationen zu beschleunigen.“

Bis zu fünf Tage in Partner:innen-Hubs arbeiten

„Gemeinsam fördern wir den internationalen Austausch. So können ausgewählte Unternehmen für bis zu fünf Tage in einem unserer Partner:innen-Hubs arbeiten, sie erhalten dort gezielten Zugang zu lokalen Netzwerken und Märkten“, erläutert Denise Halak, Geschäftsführerin der Tabakfabrik Linz. „Unsere Partner:innen öffnen ihre wichtigsten jährlichen Veranstaltungen für das internationale Netzwerk und fördern so den Austausch und die Sichtbarkeit.“

Alle zwölf Institutionen würden als direkte Verbindung in ihr städtisches Umfeld fungieren, so Halak. „Mit vielen davon verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit, die wir nun vertiefen.“ Markus Eidenberger, ebenfalls Geschäftsführer der Tabakfabrik Linz, ergänzt: „Besonders freut uns die Kooperation mit dem WERK1, dem digitalen Gründungszentrum im Münchner Werksviertel. Uns verbindet eine jahrelange Partnerschaft mit dem 39 Hektar großen Areal – unsere Tabakfabrik und das Werksviertel waren immer wieder gegenseitige Vorbilder für die Transformation ehemaliger Industriegelände.“

„Bridge Office“ in der factory300

In der Tabakfabrik wurde dazu ein „Bridge Office“ in der factory300 eingerichtet, in dem unter anderem Besucher:innen aus den anderen Hubs arbeiten können. „Dieser Raum steht der Wirtschafts- und Innovationsabteilung der Stadt Linz sowie der Tabakfabrik Linz zur Verfügung, ebenso allen Partner:innen des neuen Bündnisses, wenn sie in Linz neue Kontakte knüpfen möchten“, erklärt Ana Zuljevic, Abteilungsleiterin für Wirtschaft und Innovation am Magistrat Linz.

Das Bridge Office in der Tabakfabrik Linz | (c) Tabakfabrik Linz
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