08.01.2021

Bislang 42 Investments, 178 Mio. Euro: EU-Kommission kauft nun Startup-Anteile

Mit dem neuen Vehikel "Fonds des Europäischen Innovationsrats" (EIC-Fonds) tätigt die EU-Kommission erstmals Eigenkapitalinvestments bei Startups.
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Neuer 2 Milliarden Euro EU-Technologie-VC-Fonds - EIC-Fonds
(c) Adobe Stock - Grecaud Paul

Die EU-Kommission unterstützt schon bislang Unternehmen mit teils beachtlichen Summen, etwa über das Horizon2020-Programm. Bisher wurden aber über die verschiedenen Vehikel bei hohen Summen stets nur Kreditgarantien vergeben – daneben gibt es auch kleinere Förderungen in Form von Zuschüssen. Mit dem neuen Instrument „Fonds des Europäischen Innovationsrats“ (EIC-Fonds) setzt die Europäische Union erstmals auch auf Eigenkapitalinvestments, also den Erwerb von Unternehmensanteilen, in Startups und KMU.

EIC-Fonds: Erste Investment-Tranche als Ansage

Und bereits die erste Tranche an Investments ist eine Ansage. „42 hochinnovative Startups sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten insgesamt rund 178 Mio. Euro an Beteiligungskapital, um bahnbrechende Innovationen in den Bereichen Gesundheit, Kreislaufwirtschaft, fortgeschrittene Fertigung und anderen Bereichen zu entwickeln und in größerem Maßstab umzusetzen“, heißt es in einer Aussendung der Kommission.

„In Europa gibt es viele innovative und talentierte Startups, aber diese Unternehmen können häufig nicht wachsen oder verlegen ihren Firmensitz ins außereuropäische Ausland. Diese neue Form der finanziellen Unterstützung – eine Kombination von nicht rückzahlbaren Zuschüssen und Kapitalbeteiligungen – wird ausschließlich vom Europäischen Innovationsrat gewährt. Damit werden die Finanzierungslücke für hochinnovative Unternehmen geschlossen und zusätzliche private Investitionen mobilisiert“, kommentiert Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend.

Bis zu 15 Millionen Euro pro Startup

Für Beträge zwischen 500.000 und 15 Millionen Euro sollen üblicherweise Anteile in einer Höhe zwischen zehn und 25 Prozent erworben werden. Die Auswahl passiert im über das EIC-Accelerator-Projekt, in Rahmen dessen bereits Zuschüsse in Millionenhöhe getätigt werden. Seit Dezember 2019 sind im Rahmen des EIC-Accelerator-Projekts bereits 293 Unternehmen ausgewählt worden, denen Zuschüsse von mehr als 563 Millionen Euro gewährt werden.

159 davon erhalten nun die neuen Beteiligungsinvestitionen aus dem EIC-Fonds. „Die 42 Unternehmen, deren Unterstützung heute bekannt gegeben wurde, sind die ersten dieser Gruppe, die die Bewertung und die Sorgfaltsprüfung erfolgreich bestanden haben. Die anderen 117 Unternehmen durchlaufen diesen Prozess noch und erhalten die Unterstützung je nach dessen Ergebnissen“, heißt es von der Kommission.

Das sind die ersten Investments

Fünf der 42 Unternehmen wurden bereits konkret genannt. Den ersten Abschluss gab es mit dem französischen MedTech CorWave, wo gleich 15 Millionen Euro durch den EIC-Fonds im Rahmen einer 35 Millionen Euro-Runde fließen. Ebenfalls unter den ersten Unternehmen sind das Satelliten- und Kommunikationsunternehmen Hiber (Niederlande), der Solarflugzeughersteller XSUN (Frankreich), Geowox (Irland), das automatisierte Immobilienbewertungen anbietet, und das Pharma-Unternehmen EPI-ENDO Pharmaceuticals (Island).

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ContexMesh
© ContexMesh - (vlnr): Thomas Fröis, Kathrin Fröis, Manuel Scheiderbauer.

ContextMesh wurde 2023 von Thomas Fröis, Kathrin Fröis und Manuel Scheiderbauer gegründet. Das Startup ersetzt Stahlbewehrungen im Betonbau durch Bewehrungslösungen aus Carbon-, Basalt- und AR-Glasfasern (Anm.: AR = alkaliresistent). Diese Materialien sollen eigenen Angaben zufolge über eine „exzellente Korrosionsbeständigkeit sowie außergewöhnliche Langlebigkeit“ verfügen, die es ermöglichen, bis zu 70 Prozent an Beton einzusparen und damit den CO2-Fußabdruck maßgeblich zu senken, so der Claim.

ContexMesh: Skalierung geplant

Durch diese Materialeinsparungen gemeinsam mit dem geringen Gewicht der Bewehrungen sollen zudem die Arbeit auf der Baustelle erleichtert und die Bauzeit verkürzt werden. Dafür und für seine nichtmetallischen Bewehrungslösungen gab es jetzt ein Investment in siebenstelliger Höhe.

„Das Investment markiert einen entscheidenden Meilenstein und ermöglicht den gezielten Ausbau des Standorts Vorarlberg als Technology-Hub für Advanced Materials, Forschung und Produktion, sowie Skalierung des Vertriebs im EU-Raum“, heißt es per Aussendung. Die Investoren werden nicht genannt.

Basis des Unternehmens aus der Forschung

Die konkrete technologische Basis des Unternehmens ist das Ergebnis von mehr als 14 Jahren intensiver Forschung und Entwicklung. Durch diese wissenschaftliche Fundierung und eine enge Kooperation mit Universitäten wurde Expertise in den Bereichen Material-Science, Bemessung und Planung aufgebaut.

Die hauseigenen Bewehrungslösungen von ContexMesh kommen insbesondere in der Sanierung von Beton-Infrastruktur wie Brücken und Unterführungen, in der Betonfertigteilindustrie etwa bei Fassadenplatten und Sandwichwänden sowie in Neubauprojekten zum Einsatz – darunter auch Anwendungen wie 3D-Betondruck, beispielsweise bei Bodenplatten und Kanalanlagen.

Krumbachbrücke saniert

Seit der Gründung hat das Unternehmen bereits einige Projekte realisiert. Als globales Pionierprojekt gilt für die Vorarlberger die Sanierung der 120-Meter langen Krumbachbrücke in Damüls, die als Bauwerk komplett mit nichtmetallischer Bewehrung saniert wurde.

Zentrales Alleinstellungsmerkmal von ContexMesh bildet die automatisierte Fertigungstechnologie: Diese ermöglicht es, Hochleistungsfasern in jedem beliebigen Design präzise zu verlegen. Das Ergebnis sei eine maximale Performance bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit.

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