09.07.2021

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

Luftfahrt-Ausbildner CAE und das deutsche Startup Volocopter bereiten den Flugtaxi-Rollout auch auf Ausbildungsseite vor.
/artikel/flugtaxi-fuehrerschein-volocopter-cae
Volocopter und CAE arbeiten an Flugtaxi-Führerschein
Volocopter-Testpilot im Einsatz | (c) Volocopter

Der Wettlauf um die ersten kommerziellen Lufttaxi-Flotten nimmt immer konkretere Formen an. Das zeigt sich auch an einer nun bekanntgegebenen Kooperation zwischen dem weltweit führenden Luftfahrt-Ausbildner CAE und dem deutschen Startup Volocopter. Die beiden entwickeln gemeinsam ein Piloten-Trainingsprogramm für elektrische, senkrechtstartende Fluggeräte (eVTOL). Damit soll für den ab den Olympischen Spielen in Paris 2024 geplanten Marktstart in zunächst fünf Städten ausreichend ausgebildete Fachkräfte bereitstehen. Allein in der Anfangsphase der neuen Branche erwartet die CAE insgesamt einen zusätzlichen Bedarf von weltweit rund 60.000 Piloten, die schon bald mit dem „Flugtaxi-Führerschein“ beginnen können sollen.

Für den Ausbau der neuen Trainingsmöglichkeiten in einigen der 160 Niederlassungen und Schulungsstandorten in mehr als 35 Ländern kalkuliert die CAE bis zu 40 Millionen US-Dollar Investment-Kosten, zu deren Übernahme man sich nun verpflichtete. Man werde entsprechend Volocopters Wachstums Trainingsschulen und -geräte zur Verfügung stellen und Ausbilder einstellen, heißt es in einer Aussendung. Im Rahmen der Vereinbarung erwerbe Volocopter einen Simulator von CAE. Zudem arbeite man gemeinsam an der behördlichen Zulassung des Ausbildungsprogramms.

Flugtaxi-Führerschein-Ausbildung soll Markteinführung beschleunigen

Die Piloten-Ausbildung spiele beim Rollout eine entscheidende Rolle, kommentiert Florian Reuter, CEO von Volocopter: „Diese Partnerschaft wird sowohl die Markteinführungszeit unserer Services als auch Volocopters globale Expansionspläne deutlich begünstigen“. Man wolle mit der neuen Ausbildung „in Führung gehen“, sagt Nick Leontidis, Group President der CAE, Civil Aviation Training Solutions: „Diese wird die Sicherheit im Betrieb in den Vordergrund stellen und von datengesteuerten Lösungen, unserer erstklassigen Erfahrung in der Ausbildung von Pilot:innen und unseren langjährigen Beziehungen zu zivilen Luftfahrtbehörden profitieren“.

Deine ungelesenen Artikel:
20.08.2026

Enpulsion: NÖ-SpaceTech-Scaleup übernimmt britische Lift Me Off Ltd

Einige Monate nach einem 22,5-Millionen-Euro-Investment verkündet Enpulsion eine geplante Übernahme, mit der das Produkt-Portfolio um chemische Weltraum-Antriebssysteme erweitert wird.
/artikel/enpulsion-noe-spacetech-scaleup-uebernimmt-britische-lift-me-off-ltd
20.08.2026

Enpulsion: NÖ-SpaceTech-Scaleup übernimmt britische Lift Me Off Ltd

Einige Monate nach einem 22,5-Millionen-Euro-Investment verkündet Enpulsion eine geplante Übernahme, mit der das Produkt-Portfolio um chemische Weltraum-Antriebssysteme erweitert wird.
/artikel/enpulsion-noe-spacetech-scaleup-uebernimmt-britische-lift-me-off-ltd
(c) Enpulsion
(c) Enpulsion

Das am Wiener Flughafen ansässige Scaleup Enpulsion hat sich in den vergangenen Jahren eine beachtliche Position auf dem SpaceTech-Weltmarkt herausgearbeitet. Nach eigenen Angaben ist man mittlerweile Europas führender industrieller Hersteller für Weltraum-Antriebssysteme. Im Zentrum stehen dabei bislang elektrische Antriebe für Mikro- und Nano-Satelliten, die die „FEEP-Technologie“ nutzen, bei der flüssiges Metall (Indium) in winzige geladene Teilchen zerlegt und ausgestoßen wird. Mittlerweile bietet man zudem auch Antriebe für größere Satelliten mit bis zu 500 Kilogramm Gewicht an.

Konkurrierende Antriebssysteme

Diese elektrischen Antriebe, mit denen Enpulsion groß geworden ist, sind eine Alternative zu vielfach genutzten chemischen Antriebssystemen. Ein nun kommunizierter strategischer Schritt kann daher auf den ersten Blick durchaus verwundern: Mit Lift Me Off Ltd (LMO) aus dem Vereinigten Königreich will man ein Unternehmen zu 100 Prozent übernehmen, das auf chemische Weltraum-Antriebssysteme spezialisiert ist. Das Unternehmen ist unter anderem an den ESA-LEO-Missionen (Low Earth Orbit) und geplanten Mondmissionen beteiligt.

Über den Kaufpreis gibt es dabei keine Angabe. Erst im März dieses Jahres hatte Enpulsion eine 22,5 Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde verkündet. Die aktuelle Transaktion muss noch von den britischen Behörden im Rahmen des National Security and Investment Act 2021 (NSIA) bewilligt werden. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Mit Technologie-Kombination zum Komplettanbieter

Bei Enpulsion argumentiert man die Übernahme als strategischen Schritt, um hybride Antriebssysteme aus einer Hand anbieten zu können. Man wolle durch die Kombination mit dem konkurrierenden Antriebssystem einen „complete spacecraft mobility backbone“ aufbauen, wird Gründer und CEO Alexander Reissner in einer Aussendung zitiert: „LMO bringt Erfahrungen im institutionellen Bereich, ein talentiertes Team und eine komplementäre Technologiebasis im Bereich chemischer Antriebe und Tanksysteme mit.“ In Kombination mit den industriell produzierten elektrischen Antrieben könne man Kunden ermöglichen, ihre gesamte Weltraum-Mobilitätsarchitektur über einen einzigen Partner aufzubauen, so Reissner.

LMO-Chef Shaun Dormon sieht einen logischen Schritt für beide Unternehmen, die eine ähnliche Vision, aber unterschiedliche technologische Zugänge hätten. „Gemeinsam können wir eine Kombination aus hocheffizientem und agilem Manövrieren im Weltraum bei minimaler Komplexität schaffen“, so Dormon. Das LMO-Team, das im Harwell Space Cluster nahe dem ESA-Zentrum ECSAT angesiedelt ist, soll erhalten bleiben. Auch die laufenden Missionen werden weitergeführt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Konkrete Pläne für Flugtaxi-Führerschein präsentiert