23.03.2020

Fitnesscenter geschlossen? Eversports bietet Online-Sportkurse in der Coronakrise

Wenn das Fitnesscenter geschlossen ist, dann muss man halt zuhause trainieren. Das Fitness-Startup Eversports bietet eine entsprechende Plattform.
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Fitnesscenter und Vogastudios bieten ihre Kurse online an.
(c) Vamos Yoga /eversports.at

Es ist schon ein wenig ironisch: Der Gesundheit zuliebe bleiben die Menschen in Zeiten des Coronavirus zuhause – und zugleich haben alle Fitnesscenter geschlossen, was bei vielen Menschen nun zu Bewegungsmangel und entsprechenden Auswirkungen auf die Fitness führt. Freilich kann man in Zeiten der Coronakrise auch zuhause trainieren – aber wer hier keine Fehler machen möchte, der sollte auch zuhause auf eine professionelle Anleitung setzen. Das Startup Eversports reagiert daher gemeinsam mit den Partner-Fitnesscentern auf das Sport-Dilemma der Coronakrise.

+++Coronavirus: News, Updates und Hintergründe+++

So wurde auf der Eversports-Website eine eigene Landing Page eingerichtet, auf der die Onlinekurse aufgelistet und sortiert sind – inklusive Zeit und Preis. Über Dropdown-Menüs können die Kurse nach Sportart und nach Land sortiert werden. „Wir freuen uns, dass wir sowohl den Studios als auch den Menschen zu Hause mit unserem Angebot helfen können, diese doch nicht einfache Zeit zu übertauchen“, sagt Hanno Lippitsch, CEO und Gründer von Eversports: Eversports unterstütze die Fitnessstudios dabei, temporär zum „Online Anbieter“ zu werden. 

Fitnesscenter gehen die digitale Welt

„Jede Veränderung bringt auch eine Chance mit sich, und für Studiobesitzer und Trainer  ist es, die Vorteile des Online-Unterrichts besser kennen zu lernen“, heißt es dazu in einer Presseaussendung von Eversports.  In den vergangenen Tagen haben immer mehr Studiosbesitzer und Trainer angefangen, ihre Trainingseinheiten online abzuhalten. Dabei sind sie auf enormes Interesse und Nachfrage gestoßen.

So wurde  Eversports berichtet, dass die Fitnessstudios Dankes-Nachrichten von Menschen aus aller Welt erhalten haben, die online an den Kursen teilgenommen haben. Dabei waren es nicht nur bestehende Mitglieder, die einfach froh über ein Stückchen Normalität in Zeiten der Coronakrise waren, sondern auch viele Neukunden.

Wie die Fitnesscenter ihre Kurse online übertragen

Die Fitnessstudios experimentieren derzeit mit unterschiedlichen Werkzeugen und Prozessen. Die für das Streaming verwendeten Tools reichen von Youtube Livestream, Google Meet und Zoom bis hin zu Skype und anderen Konferenz-Tools. Die Infrastruktur für Buchung und Bezahlung kommt wie gewohnt von Eversports. 

Und auch die User müssen freilich umdenken, wenn sie ihr Training oder ihre Yogastunde zuhause durchführen. So verwenden sie zum Beispiel Bücher statt ihren Yoga-Blöcken, und Kartoffelsäcke werden als Gewichte benutzt.

==> zu den Onlinekursen

Video: Fitness und Gesundheit im Founder-Alltag


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Giacomo Benassi (Kinsect), Matthäus Kircher (Solos) und Manuel Mairinger (Reploid) zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. © NOI Techpark/Marco Parisi

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 „Aufbrechen“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Es wurlt in der Larvenkiste des österreichischen Scaleups Reploid: Larven der Schwarzen Soldatenfliege werden hier seit einigen Tagen gemästet. Sie ahnen natürlich nicht, dass sie bald eine wichtige Rolle im Kreislaufkonzept dreier Jungunternehmen spielen werden.

Zuerst aber dorthin, wo alles begonnen hat: an den NOI Techpark in Bozen, Südtirol. Auch hier wurlt es, nur bringen statt Insektenlarven Startups Leben in das 12 Hektar große Innovationsviertel. Aktuell arbeiten 76 Unternehmen, 37 Startups, drei Forschungsinstitute, vier Fakultäten der Freien Universität Bozen und insgesamt 2.400 Menschen hier gemeinsam für nachhaltigen Fortschritt. Man tüftelt in den Laboren an Prototypen, vernetzt sich auf Events, feilt beim Spaziergang über den 2017 eröffneten Campus, der sich inzwischen stark vergrößert und weiterentwickelt hat, an der nächsten Idee. Was Gründer:innen hier aber am meisten schätzen: das weitreichende Netzwerk.

Nicht gesucht – trotzdem gefunden

„Wer am NOI Techpark Fuß fasst, bekommt Zugang zu etablierten Akteuren und Investoren in Südtirol“, erklärt Manuel Mairinger, Managing Director und CEO von Reploid Italia. Das ursprünglich aus Österreich stammende Insekten-Scaleup hat sich bei der Expansion nach Italien wegen der hervorragenden Lage zwischen Österreich und Mailand für das Acceleration & Scale-up Programme des NOI Techpark als Launchpad entschieden. „Das NOI baut als renommierter Partner die Brücke zu potenziellen Kund:innen und Partner:innen, ganz ohne die Hilfe von Plattformen wie LinkedIn“, fügt der Reploid-Italia-CEO hinzu.

Mairinger weiß genau, wovon er spricht. Reploid Italia ist eines von drei am NOI inkubierten Jungunternehmen, die zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. Initiiert hat die Zusammenarbeit Sonja Tetter vom Team des Start-up Incubator. „Wir arbeiten sehr eng mit unseren Startups zusammen, kennen ihre Geschäftsmodelle, Technologien und Herausforderungen. Deshalb sehen wir relativ früh, wo eine Kooperation wirklich Mehrwert schaffen könnte“, erläutert Tetter. Gemeinsam wollen die drei Unternehmen zur regionalen Kreislaufwirtschaft in Bozen beitragen. Und hier kommt die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wieder ins Spiel.

Die Schwarze Soldatenfliege als Gamechanger

Die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wird rund 25 Millimeter groß. © Reploid/Fabian Fallend

Nach nur einer Woche sind die Larven laut Reploid mit rund 25 Millimetern ausgewachsen und überzeugen mit innerer Größe: Sie sind sehr reich an tierischem Protein. Das aus ihnen gewonnene Mehl kann einen Proteingehalt von über 62 Prozent aufweisen.

Das macht die Larven zum potenziellen Proteinersatz, vor allem im Futtermittelbereich, etwa für Fische. „Wir züchten Welse, das sind Fleischfresser“, erklärt Matthäus Kircher, Gründer von Solos. Das Südtiroler Startup betreibt Aquaponik und verbindet Fischzucht mit dem Anbau von Kräutern und Salat.

Das Prinzip dahinter: Die Fische reichern das Wasser durch ihre Ausscheidungen mit natürlichen Nährstoffen an, ein Biofilter leitet es ins Pflanzenbecken, wo Salat und Kräuter die Nährstoffe aufnehmen und das Wasser reinigen, bevor es zurück zu den Fischen fließt. So entsteht ein geschlossener Kreislauf im Zeichen der Nachhaltigkeit.

Ein Punkt war Kircher dabei allerdings von Anfang an ein Dorn im Auge: das mit Fischmehl angereicherte Futter. „Bereits vor vier Jahren haben wir uns gefragt, wie wir tierische Proteine ohne Fischmehl verfüttern können“, erzählt er. Insekten bildeten schließlich die Lösung. Eine Studie ergab: Futtermischungen auf Insektenmehlbasis, angereichert mit Spirulina-Algen, lassen den Omega-3-Gehalt im Fischfilet höher ausfallen als bei herkömmlich gefütterten Tieren.

Aus Reststoffen wird Futtermittel

Insektenlarven werden durch die Kooperation zu nachhaltigem Fischfutter © NOI Techpark/Marco Parisi

Hier kommt Reploid ins Spiel: Das Unternehmen implementiert modulare Anlagen, die sogenannten „ReFarm-Units“. Dort verarbeiten Larven der Schwarzen Soldatenfliege regionale Reststoffe zu Insektenprotein und -fett für Futtermittel- sowie Industrieanwendungen. Ein weiteres Nebenprodukt ist der Insektenfraß, also die Ausscheidungen, aus denen organischer Dünger entsteht. Den dritten Baustein liefert Kinsect: Das italienische Startup entwickelt Technologien für die industrielle Zucht der Fliege und liefert Eier sowie Junglarven.

Am Standort von Solos in Tramin greifen so die unterschiedlichen Kompetenzen ineinander: Die von Kinsect bereitgestellten Larven werden in einer Insektenmastanlage von Reploid mit Lebensmittelnebenprodukten wie Apfeltrester, Kartoffelschalen oder Altbrot gefüttert. Solos nutzt sie anschließend als nachhaltiges Futtermittel in der Fischzucht. So soll Fischmehl ersetzt, sollen organische Reststoffe sinnvoll verwertet werden. Neben den ökologischen Vorteilen ergeben sich durch das Vorzeigeprojekt und den realen Usecase natürlich auch wirtschaftliche Vorteile, von denen die drei Startups profitieren.

Drei Ansätze, ein gemeinsamer Nenner

Es ist eine Kooperation im Namen der Kreislaufwirtschaft, die ohne den NOI Techpark nie zustande gekommen wäre. „Am NOI Techpark konnte diese Synergie organisch entstehen“, fasst Kinsect-CEO Giacomo Benassi zusammen. „Dank der Zusammenarbeit im selben Ökosystem konnten wir viel schneller Vertrauen zueinander aufbauen.“ Der NOI Techpark ermöglicht damit nicht nur grenzüberschreitende, sondern auch branchenübergreifende Vernetzungen, die Startups entscheidend weiterbringen.

Und so wurlt es weiter am NOI Techpark. Jedes Jahr kommen neue Startups zur NOI-Community dazu. Für den Herbst-Batch kann man sich noch bis zum 5. Oktober bewerben – vielleicht entsteht daraus bald die nächste erfolgreiche grenzüberschreitende Startup-Kooperation.

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AI Summaries

Fitnesscenter geschlossen? Eversports bietet Online-Sportkurse in der Coronakrise

  • Es ist schon ein wenig ironisch: Der Gesundheit zuliebe bleiben die Menschen in Zeiten des Coronavirus zuhause – und zugleich haben alle Fitnesscenter geschlossen, was bei vielen Menschen nun zu Bewegungsmangel und entsprechenden Auswirkungen auf die Fitness führt.
  • Freilich kann man in Zeiten der Coronakrise auch zuhause trainieren – aber wer hier keine Fehler machen sollte, der sollte auch zuhause auf eine professionelle Anleitung setzen.
  • Das Startup Eversports reagiert gemeinsam mit den Partner-Fitnesscentern auf das Sport-Dilemma der Coronakrise.
  • So wurde auf der Website des Startups eine eigene Landing Page eingerichtet, auf der die Onlinekurse aufgelistet und sortiert sind – inklusive Zeit und Preis.
  • Über Dropdown-Menüs können die Kurse nach Sportart und nach Land sortiert werden.

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  • Freilich kann man in Zeiten der Coronakrise auch zuhause trainieren – aber wer hier keine Fehler machen sollte, der sollte auch zuhause auf eine professionelle Anleitung setzen.
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  • Es ist schon ein wenig ironisch: Der Gesundheit zuliebe bleiben die Menschen in Zeiten des Coronavirus zuhause – und zugleich haben alle Fitnesscenter geschlossen, was bei vielen Menschen nun zu Bewegungsmangel und entsprechenden Auswirkungen auf die Fitness führt.
  • Freilich kann man in Zeiten der Coronakrise auch zuhause trainieren – aber wer hier keine Fehler machen sollte, der sollte auch zuhause auf eine professionelle Anleitung setzen.
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