27.03.2025
ÜBERNAHME

fiskaly übernimmt Berliner Unternehmen – weitere Expansion in Europa geplant

Das Wiener Software-Unternehmen fiskaly verkündet die Übernahme der Deutschen Fiskal, eine Tochtergesellschaft der GK Software SE.
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fiskaly - das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly
fiskaly - das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly

Fiskaly sorgte in den vergangenen Jahren – genau genommen seit seiner Gründung im Jahr 2019 – immer wieder für Schlagzeilen. Das Wiener Software-Unternehmen entwickelt SaaS-Cloud-Lösungen für Kassenbelege und Transaktionen. Seine Fiskalisierungslösung überzeugte erst im vergangenen Jahr die Private-Equity-Investmentgesellschaft Verdane. Diese investierte nämlich eine beachtliche Summe in fiskaly – damals hieß es, dass das frische Kapital zwischen „20 und 250 Millionen Euro“ liege. Damit trieb das FinTech seine Expansion voran und ist mittlerweile neben Österreich auch in Deutschland, Spanien und Italien vertreten.

Nun folgt der nächste Expansionsschritt – diesmal allerdings horizontal: fiskaly übernimmt die DF Deutsche Fiskal GmbH, eine Tochtergesellschaft der GK Software SE. Das gemeinsame Ziel sei es, „innovative Lösungen für den deutschen Markt zu entwickeln und diese auch in anderen europäischen Ländern einzuführen“, heißt es in der Presseaussendung.

Digitalisierung im Fokus

Ab April wird die Deutsche Fiskal voraussichtlich Teil von fiskaly sein. Das akquirierte Unternehmen aus Berlin entwickelte eine Cloud-Lösung zur Umsetzung der Fiskalisierung in Deutschland. Laut Presseaussendung bringe das Unternehmen ein tiefes Verständnis für die deutschen Anforderungen in diesem Bereich mit, sowie „einzigartige technologische Expertise“.

Von der Übernahme erhofft man sich, „die Vorteile einer cloudbasierten Fiskalisierung mit umfassender Compliance und Effizienz zu verbinden. Darüber hinaus profitieren die Kunden der Deutschen Fiskal künftig auch von der internationalen Erfahrung von fiskaly“, so Johannes Ferner, CEO von fiskaly. „Gemeinsam werden wir die Digitalisierung in diesem Bereich vorantreiben und unseren Kunden eine gewohnt sichere und flexible Lösung bieten, die in Zukunft noch leistungsfähiger sein wird“.

Neue Geschäftsführung bei der Deutschen Fiskal

Alle Dienstleistungen bleiben unter dem neuen Eigentümer fiskaly unverändert bestehen. Zudem werden alle Mitarbeiter:innen der Deutschen Fiskal übernommen, bestätigt das Unternehmen. Die bisherigen Geschäftsführer Matthias Robeck und Michael Scheibner treten von ihren Posten zurück, bleiben jedoch als externe Berater im Namen von GK Software an der Seite von fiskaly bestehen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Geschäftsführung der Deutschen Fiskal übernimmt künftig Martin Breidenbach, bisher Vice President Development und Cloud Operations bei der deutschen Firma. Er wird die Integration und Weiterentwicklung des Unternehmens leiten. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit fiskaly die Zukunft der Deutschen Fiskal aktiv zu gestalten. Unsere Kunden können sich auch weiterhin auf uns als stabilen und verlässlichen Partner verlassen, gleichzeitig bündeln wir die Innovationskraft beider Unternehmen, um unsere Lösungen kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Breidenbach.

Durch Übernahme zu größerem Marktpotenzial in Europa

Durch die Integration der Deutschen Fiskal soll fiskaly künftig ein größeres Marktpotenzial in Europa erschließen. Dies sei ein „wichtiger Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Sicherstellung von Fiskalkonformität in Deutschland“. Zudem arbeite man an einer Lösung, die über „eine einfache Schnittstelle die Fiskalisierung in weiteren europäischen Ländern ermöglicht“, so Ferner.

Fiskaly zählt derzeit 90 Mitarbeitende und über 600.000 Verkaufsstellen. Die Fiskalisierungslösung werde laut Unternehmen von über 1.000 B2B-Kunden genutzt. Dazu gehören Anbieter von Kassensystemen und Einzelhandelsketten wie orderbird, Lightspeed, SumUp und ready2order.

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Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner | (c) BMAW/Holey
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Mit Spannung war das heute vorgelegte Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 erwartet worden. Schon im Vorfeld gingen die Wogen wegen kolportierter Kürzungen in verschiedenen Bereichen hoch. Nun hielt Finanzminister Markus Marterbauer seine Budget-Rede und der Ministerrat legte seine Entwürfe für die Bundesfinanzgesetze 2027 und 2028 vor. Die allgemeine Aufregung ist dabei, wie zu erwarten groß.

Das Wirtschafts- und Energiebudget wachse jedoch trotz weitreichender Konsolidierungsmaßnahmen um 25 Prozent (veranschlagt für 2028), betont Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer in einer Aussendung. Er nennt die mit zwei Milliarden Euro budgetierte Senkung der Lohnnebenkosten ebenso wie ein 750 Millionen Euro schweres Industriepaket.

Auch ein Update in Sachen Startup-Politik geht aus dem Budget hervor. „Mit dem Startup- und Scaleup-Fonds investieren wir gezielt in Wachstum, Innovation und Zukunft. Die bis zu 100 Millionen Euro Ankerinvestment des Bundes sollen zur Startbahn für die nächste Generation österreichischer Zukunftsunternehmen werden“, wird Staatssekretärin Elisabeth Zehenter in einer Aussendung zitiert.

Ankerinvestment: „bis zu“ und „allenfalls“

Zwei Details, die auffallen: Der bislang als „Scale-up Fonds“ titulierte Dachfonds scheint seinen Namen wieder geändert zu haben. Und das „bis zu“ in der Aussage über das Ankerinvestment kann stutzig machen – wiewohl im weiteren Verlauf der Aussendung die 100 Millionen Euro bei einem anvisierten Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro noch einmal ohne Abschwächung genannt werden.

In den Texten der Bundesfinanzgesetze 2027 und 2028, wo der Fonds übrigens als „Start-up & Scale-up Dachfonds“ bezeichnet wird (namenstechnisch scheint also weiterhin allgemeine Unklarheit zu herrschen), findet sich keine genaue Summe für das Ankerinvestment. Im Gegenteil ist zu lesen: „Der nächste Projektschritt zur Umsetzung des Start-up & Scale-up Dachfonds ist die Beauftragung der Austria Wirtschaftsservice GmbH mit der Ausschreibung des Dachfondsmanagements und allenfalls mit der Verwaltung eines Bundesanteils am Dachfonds.“

„Allenfalls“ also. Zumal andere Budget-Zahlen sehr konkret beziffert sind, scheint hier also das letzte Wort – trotz beschlossenen Doppel-Budgets – doch noch nicht gesprochen zu sein. Definitiv fixiert ist dagegen die geplante Timeline: „31.12.2027: Start-up & Scale-up Dachfonds hat seine operative Tätigkeit aufgenommen (First Closing abgeschlossen)“, heißt es dazu im Wortlaut im Gesetz.

Ein weiteres Unicorn pro Jahr als Ziel im Budget-Gesetz

Ein weiteres spannendes Detail in den beiden Bundesfinanzgesetzen: Es wird eine konkrete anvisierte Zahl an österreichischen Unicorns als Kennzahl festgelegt (im Wortlaut „Anzahl der Startup-Einhörner in Österreich“). Als Ist-Zustand wird für 2025 die Zahl sechs genannt (über die man sich bekanntlich abhängig von der jeweiligen Definition streiten kann). Für 2027 wird das Ziel mit sieben, für 2028 mit acht angegeben.

Daneben schrieb die Regierung unter anderem die Weiterführung der Programme AWS Seedfinancing und AWS First Inkubator in den Gesetzestexten fest. Beschlossen sind diese noch nicht. Sie müssen nach der Vorlage durch den Ministerrat nun noch durch die Abstimmung im Parlament, die für 9. und 10. Juli vorgesehen ist.

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