20.02.2025
PERSONALIE

Fiskaly ernennt Christian Nentwich zum „Chairman of the Board“

Der Serial Entrepreneur soll fiskaly dabei unterstützen, die Marktführerschaft im europäischen Fiskalisierungssektor weiter auszubauen und das Unternehmen für die kommende Wachstumsphase zu positionieren.
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© fiskaly - Christian Nentwich in einer neuen Rolle.

Fiskaly, das in Wien ansässige Software-Unternehmen mit Cloud-Lösungen rund um den Kassenbeleg konnte im Sommer des Vorjahres ein nicht genau konkretisiertes Millionen-Investment an Land ziehen, das sich zwischen 20 und 250 Millionen Euro bewegte – brutkasten berichtete. Im Dezember 2024 hat man zudem noch eine Cloud-Lösung für Steuerkonformität entwickelt und ist damit nach Italien expandiert. Nun gibt es weitere Neuigkeiten.

Fiskaly mit Wachstums-Ambitionen

Nentwich wurde zum „Chairman of the Board“ ernannt und investiert neben dieser Rolle in das Unternehmen. Dies sei ein bedeutender Meilenstein in der Wachstumsstrategie von fiskaly.

Die neue Verstärkung gilt als erfahrener Technologieunternehmer mit Expertise in der Gründung, Skalierung und Beratung von B2B-Softwareunternehmen in den Bereichen Datenautomatisierung, Compliance und KI. Als „Chairman“ soll er fiskaly dabei unterstützen, die Marktführerschaft des Unternehmens im europäischen Fiskalisierungssektor weiter auszubauen und das Unternehmen strategisch auf die nächste Wachstumsphase vorzubereiten.

„Ich bin dem Gründungsteam – Johannes, Simon, Patrick – und dem Team von Verdane dankbar für die Chance, fiskaly zum führenden Unternehmen im Bereich der Fiskalisierung in Europa zu machen“, sagt er. „Das Unternehmen hat bisher mit begrenzten Ressourcen bereits Erstaunliches erreicht und steht nun vor weiterem Wachstum und enormem Potential im Markt. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team die Herausforderungen des Wachstums anzugehen und fiskaly zur unbestrittenen Marktführerschaft zu leiten.“

„Skalierung meistern“

Johannes Ferner, CEO von fiskaly, zur neuen Personalie: „Wir freuen uns sehr, Christian als neuen ‚Chairman‘ willkommen zu heißen. Er ergänzt das Board neben den Gründern sowie Verdane. Mit seiner umfassenden Erfahrung in der Skalierung von Technologieunternehmen und seiner Leidenschaft für Innovation ist er die perfekte Besetzung, um fiskaly in die nächste Unternehmensphase zu führen. Dank seiner strategischen Expertise sind wir zuversichtlich, die Herausforderungen der Skalierung erfolgreich zu meistern und unseren Kunden weiterhin erstklassige Fiskalisierungslösungen zu bieten. Seine beratende Rolle wird von entscheidender Bedeutung sein, während wir fiskaly als führenden Anbieter auf dem europäischen Markt etablieren.“

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© Knightify/Canva - Amirali Khoshneviszadeh, Founder | Knightify FlexCo.

„Wie geht’s?“. „Gut“ – Das ist die Konversation zwischen zwei Individuen, die wohl am häufigsten im deutschsprachigen Raum geführt wird, oftmals in einer Beziehung. Es handelt sich dabei nicht bloß um eine Reflex-Antwort oder Verheimlichung des wahren Zustandes, sondern dem Wiener Software-Studio Knightify FlexCo zufolge, manchmal einfach um Unwissen, was mit einem los ist.

Pulse: Health-Daten als Hinweisgeber für Partner:in

„Der Tag war lang, der Schlaf war schlecht, der Kopf ist voll, die eigene Belastbarkeit ist niedriger als sonst. Man ist vielleicht nicht krank und braucht auch keine medizinische Diagnose. Man ist einfach erschöpft“, beschreibt Amirali Khoshneviszadeh, Gründer von Knightify, die unsichtbare Seite von Beziehungen. Und möchte mit „Pulse“ hier ansetzen.

Mit dieser App werden laut Unternehmen Daten aus Apple Watch und Apple Health herangezogen, um Hinweise für Partner:innen zu formulieren. Statt konkrete Messwerte wie Herzfrequenz, Schlafdauer oder HRV weiterzugeben, soll Pulse daraus einen allgemein gehaltenen Hinweis ableiten – etwa, dass ein ruhiger Abend sinnvoll sein könnte. Die App soll dabei weder Diagnosen stellen noch den Gesundheitszustand eines Nutzers oder einer Nutzerin bewerten.

„Wir wollten nicht noch ein Dashboard bauen, das Menschen dazu bringt, sich selbst ständig zu analysieren“, sagt Khoshneviszadeh. „Wir wollten herausfinden, ob Technologie manchmal auch etwas viel Einfacheres tun kann: einem Menschen helfen, den anderen besser zu verstehen, ohne dass dieser alles erklären muss.“

Datenschutz

Ein Schwerpunkt liegt laut dem Founder auf dem Datenschutz. Die Rohdaten würden auf dem iPhone verarbeitet und nicht an die Server des Unternehmens übertragen. Auch Partner:innen erhalten demnach keine konkreten biometrischen Werte. Geteilt werden können stattdessen die daraus generierten sogenannten Wellness-Cues.

Das Teilen einzelner Signale soll zudem freigegeben werden können und sich jederzeit pausieren lassen. Zusätzlich bietet Pulse Funktionen wie einen privaten, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chat, gemeinsame Erinnerungen, Fragen des Tages und Möglichkeiten, um um Nähe oder ein Gespräch zu bitten. Zyklusdaten können freiwillig aktiviert werden; sie bleiben standardmäßig privat und werden nicht automatisch mit dem Partner geteilt, heißt es.

„Wenn Technologie in die intimsten Bereiche eines Menschen kommt, muss sie nicht nur mehr können. Sie muss auch wissen, was sie nicht tun sollte“, sagt Khoshneviszadeh hierzu.

Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App

Der Gründer bezeichnet Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App und arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an der Weiterentwicklung des Produkts. Dafür sammle das Unternehmen Feedback von Paaren, um herauszufinden, welche Informationen im Beziehungsalltag tatsächlich hilfreich sind.

Langfristig spricht Knightify von „Relationship Intelligence“ – gemeint ist ein persönlicher Kontext, der das gegenseitige Verständnis unterstützen soll, ohne die Beziehung selbst zu bewerten. Pulse wurde in Wien entwickelt und ist laut Pressemitteilung derzeit kostenlos für iPhone und Apple Watch verfügbar; die Apple Watch ist optional.

„Wir glauben, dass die interessanteste Information in einer Beziehung nicht unbedingt lautet, wie jemand heute geschlafen hat“, sagt Khoshneviszadeh abschließend. „Interessanter ist vielleicht, was diese Information für genau diese zwei Menschen bedeutet.“

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