09.11.2023

Finanzmarktaufsicht widerruft die Registrierung der Crypto Management GmbH

Auch die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.
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Crypto Management, FMA, Widerruf
(c) Crypto Management

Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat am gestrigen achten November mit sofortiger Wirkung per Bescheid die Registrierung gemäß § 32a Abs. 1 Finanzmarkt-Geldwäschegesetz (FM-GwG) der Crypto Management GmbH mit Sitz in 1060 Wien als Dienstleister in Bezug auf virtuelle Währungen gemäß § 2 Z 22 FM-GwG widerrufen.

Crypto Management seit 2017 aktiv

Das Startup wurde 2017 gegründet und widmete sich der Verwaltung von Kryptowährungs-Portfolios; dem Handel mit Kryptowährungen; Technologieberatung und Vermittlung technologischer Dienste insbesondere in den Bereichen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie.

Auch elektronische Datenverarbeitung; auftragsgemäße Verwaltung und Sicherung digitaler Informationen mittels entsprechender Software-Plattformen gehörten ebenso zum Angebot, wie auch Webservices und Vorrichtungen, mit deren Hilfe bestimmte Informationen gespeichert, Nutzer:innen zugeordnet sowie von und an andere User:innen übertragen werden konnten (insbesondere Online-Wallets und Keys).

Weiterer Unternehmensgegenstand war die Verwaltung unternehmenszugehöriger Immaterialgüterrechte und Lizenzen sowie die Erbringung von Schulungen und Abhaltung von Ausbildungsveranstaltungen im IT-Bereich, insbesondere in den Bereichen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie.

Folgen des FMA-Entscheid

Mit der Entscheidung der FMA ist die Crypto Management GmbH nicht mehr berechtigt, in Österreich oder aus Österreich heraus folgende Finanzdienstleistungen anzubieten:

  • Dienste zur Sicherung privater kryptografischer Schlüssel, um virtuelle Währungen im Namen eines Kunden zu halten, zu speichern und zu übertragen (Anbieter von elektronischen Geldbörsen);
  • den Tausch von virtuellen Währungen in Fiatgeld und umgekehrt;
  • den Tausch einer oder mehrerer virtueller Währungen untereinander;
  • die Übertragung von virtuellen Währungen;
  • die Zurverfügungstellung von Finanzdienstleistungen für die Ausgabe und den Verkauf von virtuellen Währungen.

Da zudem der Verdacht auf strafrechtlich relevante Verstöße besteht, hat die FMA auch die Staatsanwaltschaft informiert und übermittelt dieser ihre Erhebungsergebnisse in einer Sachverhaltsdarstellung.

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Erste Räume wurden in der Fabriksgasse bereits finalisiert. (c) Bern.Dorf Life

Dorf trifft Fabrik. Das fasst die Vision von Bern.Dorf zusammen, ein Startup-Hub, der gerade in Mödling entsteht. Gemeinsam mit Claudia Descovich und Gerda Ehrlich-Ratzinger von der Berndorf AG setzt Chris Müller als Projektentwickler von CMb.industries ein neues Projekt für einen innovativen Standort in Österreich um. In der Fabriksgasse in Mödling sollen ehemalige Industriehallen und Werkstätten Visionäre und Entrepreneure anziehen.

Auf einem Areal von 18.000 m² gibt es 7400 m² Hallen sowie Werkstätten-Fläche und 5.200 m² Bürofläche. Die Räume kann man tageweise, wochenweise oder permanent nutzen. Der Standort soll vor allem durch seine Nähe zu Wien und durch seine Werkstätten punkten.

Deckenkräne und Industriehallen

In dem Alt-Trakt der Anlage, der jetzt neu gestaltet wird, hatte zuletzt die Firma Aichelin ihre Werkstätten, die für Industrieofenbau bekannt ist. Nachdem sie ihre Produktion verlagert hatten, stellte sich Müller gemeinsam mit der Berndorf AG die Frage, wie man die Produktionshallen am besten nutzen könnte. „Man kann diese Orte mit neuer Entrepreneur- und Startup-Energie füllen. Man hat die Möglichkeiten etwas zu bauen, zu schrauben und etwas zu produzieren“, hebt Müller den Standort hervor. Durch die Deckenhöhen, die Industriehallen und die Werkstätten könnten Produkte nicht nur entworfen, sondern auch hier gebaut werden. Müller sieht hier den größten Unterschied zu anderen Hubs oder Working-Spaces.

In Ofen.Tor wurden die großen Industrieöfen einst gefertigt. Heute kann hier Büro- und praktische Arbeit verknüpft werden. (c) Bern.Dorf

Von Wärme.Schmiede bis Blech.Insel

Die Namensgebung der Hallen und Räume im Bern.Dorf lehnt sich immer an die jeweilige Historie des Raums an. „Einer meiner Lieblingsräume ist „Good Lack“, der ehemalige Lackierraum in der Fabrik. Man kann diesen Raum nach wie vor als Lackierraum verwenden, also man kann auch direkt was schaffen“, fasst Müller seine Gedanken zur Namengebung der Räume zusammen.

Der Name ist Programm

Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Berndorf Immobilien AG, der das Grundstück gehört. Durch den Namen Berndorf und dem ehemaligen Fabriksgebäude wurde die Idee geschaffen, einen hybriden Ort mit Fabrik und Dorf zu gestalten.

„Es gibt einen Dorfbrunnen, es wird einen Dorfwirt geben. Sogar eine kleine Kirche und Sportmöglichkeiten werden vorhanden sein. Also all das, was man von einem Dorf kennt, soll sich widerspiegeln, das ist die Entwicklungsidee“, so Müller.

Wie auch in einem Dorf, steht für Müller der Zusammenhalt der einzelnen Mieter im Vordergrund. „Dieser Ort soll wie eine Fabrik funktionieren und diese Fabrik soll wie ein Ort funktionieren“, hebt er die Idee der Zusammenarbeit hervor.

Die Vision von Bern.Dorf (c) Bern.Dorf

Jüngstes Projekt von Chris Müller

Chris Müller wurde in der Szene vor allem durch sein Projekt der Linzer Tabakfabrik bekannt, zuletzt berichtete brutkasten auch über sein Projekt des Startup-Hubs in einem ehemaligen Gefängnis in Steyr. Als Founder und CEO von CMb.industries entwickelt, managt und investiert Müller regelmäßig in Orte, Räume, Stadtteile und Immobilien, um innovative Begegnungszonen zu schaffen.

Gerade wird der Neubau in der Fabriksgasse errichtet, der nach Angaben von Müller noch in diesem Jahr fertig werden soll. Im Sommer wird der Innenhof gestaltet. Erste Mieter sind bereits eingezogen, bei Interesse kann man sich hier melden.

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