24.03.2017

Female Founders: Mentoring-Programm mit Ametsreiter, Steinberger-Kern uvm. startet

Nach Networking Events und Pitch Nights macht Female Founders den nächsten Schritt und bringt ein Mentoring-Programm für Gründerinnen.
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Female Founders, die Initiative von Tanja Sternbauer, Nina Wöss und Lisa-Marie Fassl, die das Ziel hat, Frauen im Startups-Ecosystem zu vernetzen und die Sichtbarkeit der weiblichen Startupszene zu erhöhen, baut ihr Angebot aus. „Bei unseren Events stießen vor allem jene Gelegenheiten, bei denen wir den Teilnehmerinnen Zugang zu erfolgreichen Gründer*innen und Manager*innen ermöglicht haben, auf großes Interesse. Diesen Wunsch der Community nach mehr Austausch möchten wir nun mit dem unserem neuen Mentoring-Angebot erfüllen“, heißt es von den Initiatorinnen.

+++ Female Founders Report: Was Frauen am Gründen hindert +++

Startup-Größen, Top-Managerinnen und Founderinnen im Programm

Als Mentorinnen und Mentoren konnten einige Größen der österreichischen Startupszene gewonnen werden. So werden etwa Marie-Helene Ametsreiter, Eveline Steinberger-Kern, Selma Prodanovic und Daniel Horak den Founderinnen im Programm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dazu kommen noch österreichische Top-Managerinnen wie etwa Michaela Novak-Chaid, Managing Director bei HP Austria, und Dahlia Preziosa, Senior Vice President Online Innovation bei der österreichischen Post, und mehrere erfolgreiche Startup-Gründerinnen.

Diese Mentorinnen und Mentoren sind u.a. dabei:

+++ Women Startup Competition: Wo frau um die Wette pitcht +++

Zwölf Monate Mentoring in 1:1 Meetings

Zielgruppe sind Gründerinnen beziehungsweise Frauen, die in der Startupszene Fuß fassen möchten und schon eine Projektidee vorweisen können. Jede Teilnehmerin wird zu Beginn mit einer Mentorin oder einem Mentor gematcht. Das Programm läuft zwölf Monate, in denen in 1:1 Meetings an Fragestellungen, die gemeinsam definiert werden, gearbeitet wird.

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce

Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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