06.02.2019

Female Founders-Großevent am Weltfrauentag: „lead today. shape tomorrow“

50 heimische Partnerunternehmen haben die Female Founders für eine große Konferenz am Weltfrauentag am 8. März im Wiener WeXelerate gewonnen. Das Motto: "lead today. shape tomorrow".
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Female Founders: lead today. shape tomorrow am Weltfrauentag
(c) derbrutkasten / Haris Dervisevic: Mitglieder der Female Founders mit den Co-Gründerinnen Nina Wöss und Lisa Fassl

So wichtig Statistiken zum Gender Gap in der Startup-Szene und der gesamten Wirtschaft sind, um die Öffentlichkeit aufzuklären – sie zeichnen oft auch ein falsches Bild. Denn es gibt sie durchaus, die großen Leaderinnen in der Wirtschaft und es gibt derer viele. Mit einem nun angekündigten Großevent im Wiener WeXelerate will die Initiative Female Founders genau das in den Vordergrund stellen. „Wir glauben, dass die Zukunft maßgeblich von Frauen mitgestaltet wird. Schon jetzt. Deshalb holen wir am 8. März, dem Weltfrauentag, die Frauen vor den Vorhang“, sagt Female Founders Co-Gründerin und aaia Geschäftsführerin Lisa Fassl. Das Motto der Konferenz: „lead today. shape tomorrow“.

+++ Female Founders Lena Hödl & Lisa Fassl about their Grow F program +++

Fünf Topthemen bei „lead today. shape tomorrow“

Fünf Top-Themen stünden dabei im Mittelpunkt: Health, Finance, Kunst, Forschung sowie Digitalisierung und Politik. Es seien Bereiche, in welchen Frauen bereits jetzt – und in Zukunft noch stärker – unsere Welt maßgeblich mitgestalten. „Wir leben in einer globalisierten, digitalisierten, hyper-vernetzten Welt, die täglich an Komplexität gewinnt. Um in dieser erfolgreich zu sein, braucht es Menschen mit Leadership-Skills, Kreativität, Mut, Motivation und Visionen. Warum nennen wir sie nicht ‚Frauen‘?“, fragt die Initiative in einer Aussendung zum Event.

Männliche Teilnehmer explizit erwünscht

Als Partnerorganisationen wurden mehr als 50 heimische Unternehmen gewonnen. 18 Stunden Programm auf 1.500 Quadratmetern mit mehr als 20 Top-SpeakerInnen sollen 500 TeilnehmerInnen ins Wiener WeXelerate locken. Dabei stellt man seitens Female Founders klar: „Nein, es sind bei den zahlreichen Keynotes, Workshops, Panels und Kleingruppen ausdrücklich nicht nur Frauen erwünscht! Zielgruppe sind neben Frauen, die sich vernetzen, austauschen und gemeinsam weiterbringen, auch Männer aus den unterschiedlichen Branchen und Bereichen – sowohl am Podium als auch im Publikum“. So wird es neben einem Inspiration Talk von Laura Karasinski etwa auch eine Keynote von Ali Mahlodji geben.

Hard Facts:

Wann: 8. März 2019 (Weltfrauentag)

Wo: WeXelerate, Praterstraße 1, 1020 Wien

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v. l. n. r. Stefan Kampusch (AURIMOD GmbH), Leonardo Peikoff (KPMG), Daniela Haunstein, Nikolaus Futter (beide invest.austria), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Christian Tauber (NEOALP), André Felker (backbone.one), Lea Krebs (fibionic GmbH), Michael Reip (openmaind) und Benjamin Behr (KPMG) | Foto beigestellt von KPMG

Der Austrian Tech Innovator wird von KPMG veranstaltet und soll österreichischen Startups und Scaleups eine Bühne vor Publikum aus Wirtschaft und Investor:innen bieten. Heuer ging der Sieg an die Aurimod GmbH. Das Unternehmen entwickelt ein tragbares Gerät zur Vagusnerv-Stimulation am Ohr, mit dem Schmerzen ohne Medikamente behandelt werden sollen.

„Unser Ziel ist, Betroffenen eine wirksame Ergänzung zu herkömmlichen Schmerzbehandlungen anzubieten. Mittels Vagusnerv-Stimulation am Ohr können Schmerzen wie beispielsweise chronische Rückenschmerzen, Migräne oder akute postoperative Schmerzen nachhaltig behandelt werden“, erklärt Stefan Kampusch, CEO von Aurimod.

Seit Herbst letzten Jahres tritt das Unternehmen unter einer Doppelspitze auf: Manuel Leal Garcia, seit Mitte 2024 Head of Business Development, wurde zum Chief Commercial Officer und Co-Geschäftsführer neben Kampusch bestellt. Er verantwortet Vertrieb, Marketing und das internationale Geschäft, mit Fokus auf Deutschland, die Schweiz, Großbritannien sowie weitere europäische und nordamerikanische Märkte.

Ticket für den Global Tech Innovator

Mit dem Sieg hat sich Aurimod auch die Teilnahme am Global Tech Innovator gesichert. Dort tritt das Unternehmen gegen die Gewinner:innen der anderen teilnehmenden Länder an. Das internationale Finale findet zum sechsten Mal im Rahmen des Web Summit in Lissabon statt.

„Sichtbarkeit, ein starkes Netzwerk, professionelle Begleitung und ein klarer Blick auf den Markt können den entscheidenden Unterschied machen, um als Startup auch globale Reichweite zu erlangen“, sagt Benjamin Behr, Director im Bereich Advisory bei KPMG und Host des Abends.

Neoalp, fibionic und openmaind unter den Finalisten

Neben Aurimod standen vier weitere Unternehmen im Finale. Drei davon sind brutkasten-Leser:innen bereits bekannt:

Das Wiener Startup Neoalp entwickelt eine vendor-neutrale Operations-Plattform für industrielle humanoide Robotik. Anfang des Jahres berichtete brutkasten, wie das Startup Semperit bei der Einführung humanoider Roboter in der Fertigung unterstützt, gemeinsam mit Projektpartner Cancom.

Das Tiroler Startup fibionic aus Götzens setzt mit seinem patentierten Verfahren „fibionic fiber placement“ auf bionisch inspirierten Leichtbau: Fasern werden gezielt entlang realer Lastpfade ausgerichtet, das Vorbild sind Strukturen wie die Flügel einer Libelle. Im März holte sich das 2021 gegründete DeepTech-Startup drei Millionen Euro, angeführt von Redstone und Euregio+.

Das Grazer Startup openmaind arbeitet an einer KI-basierten Intelligence-Layer für industrielle Robotikprozesse. Die Software vernetzt autonome Transportroboter unterschiedlicher Hersteller in Produktionshallen und lässt sich per natürlicher Sprache steuern. Im Herbst 2025 stieg KaPa Ventures mit einem mittleren sechsstelligen Betrag ein. Die Mitgründer Michael Reip und Christoph Zehentner hatten 2021 bereits ihr Unternehmen Incubed IT an Verizon verkauft.

Vierter Finalist war die backbone.one GmbH, die eine digitale Infrastruktur für erneuerbare Energie entwickelt und das Konzept „Energy-as-a-Currency“ verfolgt.

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