16.02.2021

Farmento: Nattō-Startup macht japanisches Superfood bekannt

Farmento (ehemals Fairmento) konnte bei "2 Minuten 2 Millionen" alle fünf Investoren vom Superfood Nattō begeistern. Gründerin Verena Pizzini erzählt zwar, dass noch verhandelt wird, offenbart aber auch zugleich die Wege und die harte Arbeit, eine in Österreich unbekannte japanische Spezialität in den Fokus zu rücken.
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Farmento, Natto, Superfood, Sojabohnen,
(c) Farmento - Die Farmento-Familie rund um Gründer Verena Pizzini und Wolfgang Wurth.

Alle TV-Investoren waren begeistert von Nattō, dem Sojabohnen-Produkt von Farmento, das zurzeit der Aufzeichnung von „2 Minuten 2 Millionen“ noch Fairmento hieß. Und sie wollten mit fünfmal 20.000 Euro für 25,1 Prozent in das Startup von Verena Pizzini und Wolfgang Wurth einsteigen. Wie in den vergangenen Wochen erkenntlich und wiederkehrend, dauern auch beim Prellenkirchner (Niederösterreich) Unternehmen die Verhandlungen noch an. Auch wenn der Deal noch nicht durch ist und Hotelier Bernd Hinteregger Farmento berät, um, wie Pizzini sagt: „das Ganze in einem realistischen Rahmen berechnen zu können“, so wächst die Firma auch ohne Investment weiter.

Nachfrage nach Nattō gestiegen

„Derzeit befinden wir uns in einer gesteigerten Wachstumsphase, die Nachfrage ist leicht erhöht im Vergleich zu der bisherigen stetigen Wachstumskurve“, sagt Pizzini. „Wir sind schon sehr auf die Auswirkungen der Ausstrahlung gespannt.“

Farmento-Gründer mit Liebe auf den ersten und späteren Blick

Die Idee zu Farmento und Nattō in Österreich zu produzieren, hat bei den Gründern unterschiedliche Anfänge. Während es sich bei Wurth um „Liebe auf den ersten Blick“ handelte, so dauerte es bei Pizzini etwas länger, als eines Tages nach mehreren Kost-Versuchen der Appetit auf das japanischen Super-Food in ihr wuchs. Es ging ihr nicht mehr aus dem Kopf, erzählt sie.

Fadenziehende Konsistenz

Dann setzte sich der vollmundige Umamigeschmack und die fadenziehende Konsistenz beim Verrühren durch. „Bei Nattō empfinden wir eine Einfachheit der sinnvollen Ernährung, die Zufriedenheit gibt, Energie liefert und schnell, vielfältig verfeinert werden kann. Wir wollten frisches Nattō in Bio-Qualität regional und nachhaltig produziert genießen“, erklärt Pizzini. „Darum gründeten wir im Februar 2019, nach einem Jahr intensiver Tests und Prozessoptimierungen, Fairmento. Als Erste in Europa bauen wir in unserer Bio-Landwirtschaft spezielle Nattōsojabohnen, die kleiner als die bei uns verbreiteten Sojasorten sind, an.“

Die Extra-Mile von Farmento fürs Superfood

Nattō war hierzulande zum Start der Produktion unbekannt. Es bedurfte einer unermüdlichen Begeisterung, über das Superfood zu erzählen, Kostproben enthusiastisch zu verteilen und sich für ein Geschmackserlebnis der anderen Art zu engagieren. Die Gründer zogen es durch und erlebten eine intensive und facettenreiche Zeit, die sie als sozialen Erfahrungsschatz bezeichnen.

„Damit ließe sich ein Roman verfassen und unter anderem von dem Glück berichten, ein Lebensmittel zu produzieren, das Kommunikation erfordert und sehr spannende Gespräche mit vielen Menschen hervorbringt“, so Pizzini rückblickend.

Farmento-Gründer und der Weg zu Neo-Landwirten

Wie aufmerksame Zuseher in der Startup-Sendung erkennen konnten, haben beide Gründer ihre Jobs aufgegeben und wurden auf den Vorschlag von Pizzini Neo-Landwirte. Ausschlaggebend für den Schritt der Veränderung war mitunter, dass die Idee Nattō herzustellen schon eine Weile in den Foundern reifte, sich zunehmend konkretisierte und der nötigen Umsetzung näherte, wie sie erzählen.

Die Macht der Selbstständigkeit

Außerdem, lieferte die gemeinsame Karenzzeit mit einem ihrer Kinder ein starkes Argument dafür, die Entwicklung der Sprößlinge erleben zu wollen; und die neu gewonnene Selbstständigkeit, wenn auch mit erhöhtem Aufwand zu Hause, dies trotzdem ermöglicht: „In unseren vorherigen Jobs waren wir zufrieden, allerdings gab es schon immer die Idee, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Irgendwann war der Punkt gekommen, dass ich meinte, ‚jetzt ist es soweit‘ und Wolfgang sofort loslegte“, erklärt Pizzini.

Als technisch versierter Mensch, begann Wurth, sich detailliert mit den Prozessen auseinanderzusetzen. Kaum ein halbes Jahr später wurden die ersten Produkte an den Handel geliefert. „Natürlich ist das Fällen von Entscheidungen in den ersten Jahren ein enormer Prozess, dem man nicht immer mit Leichtigkeit begegnet. Allerdings ist es faszinierend, wie rasend schnell diese Hochzeit der Aufbauphase vorübergeht. Unsere Entscheidung wurde in unserem Umfeld sehr gut angenommen, die Reaktionen waren erstaunlich positiv. Die Risikofreudigkeit war ein Bestandteil unserer Unternehmungen“, so Pizzini weiter.

Protein und Vitamin K2 für Knochenbau

Für diejenigen, die es nicht kennen, sei erwähnt, das das Lebensmittel in Japan wegen seiner Inhaltsstoffe als „Quelle der Jugend“ gilt. Es enthält einen hohen Proteingehalt und Vitamin K2, das unter anderem in Fleisch in weitaus geringerer Menge enthalten ist und den Knochenbau stärkt. Nattō verfügt zudem über wertvolle Soja-Isoflavone, das Nattōkinase-Enzym und Spermidin und gilt daher als ausgesprochenes Superfood.

Trend „vergorenes Gemüse“

„Vergorenes Gemüse erfährt heutzutage eine Art ‚Trend‘. Dies liegt daran, dass sich die im Gemüse bereits enthaltenen Vitamine und Nährstoffe durch die Gärung vermehren und die Darmflora und das sogenannte Mikrobiom stärken. Bekannteste Fermente in Österreich sind Sauerkraut, Salzgurken, sowie Essig“, sagt Pizzini. „In asiatischen Nationen gibt es seit Jahrtausenden kultivierte Nahrungsmittel wie Nattō und Tempeh, mit Bakterien und Pilzen vergoren. Oder auch Kimchi, aus Chinakohl, Karotten, Paprika, Meerettich hergestellte Fermente. Mittlerweile stellen wir neben Nattō, auch Tempeh, Kimchi, Chilisauce und in Apfelessig eingelegte Shiitakepilze her.“

Anbauflächen gesucht

Aktuell ist die in der Sendung angedeutet Produktionsvergrößerung nahezu abgeschlossen, allerdings befindet sich das Startup weiterhin auf der Suche nach weiteren Anbauflächen, um die japanische Spezialität in Österreich breitflächig bekannt zu machen.

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Johannes Braith, Co-Founder und CEO von Storebox | © brutkasten
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Das Wiener Selfstorage- und Logistik-Sclaeup Storebox baut seine B2B-Sparte – mit der Versandlösung Drop-off – weiter aus. Konkret durch Studienkreis, eine Tochtergesellschaft von GoStudent, als neuen Kunden. Nach einer Pilotphase werden aktuell über 100 Sendungen pro Woche von Storebox abgewickelt.

Storebox-Ziel: Versandprozesse vereinfachen

Mit Drop-off können Pakete nach der Online-Buchung direkt an einem der urbanen Standorte rund um die Uhr abgegeben werden. „Unser Ziel ist es, Versandprozesse radikal zu vereinfachen. Unternehmen sollen flexibel skalieren können, ohne eigene Logistikstrukturen aufbauen zu müssen“, erklärt Johannes Braith, CEO und Co-Founder von Storebox.

Und Marc Ellmer, Head of Purchasing & Real Estate bei Studienkreis, ergänzt: „Mit Storebox haben wir eine Lösung gefunden, die sich nahtlos in unsere Prozesse integriert und uns die notwendige Flexibilität im Versand gibt. Besonders die einfache Abwicklung ist für uns entscheidend.“

Auch weitere Startups Kunden

In der erwähnten Pilotphase wurden mehr als 600 Sendungen über das Storebox-Netzwerk abgewickelt. Nach dem vollständigen Onboarding von Studienkreis rechnet das Unternehmen mit weiter steigendem Versandvolumen.

Laut Storebox wird die Drop-off-Lösung inzwischen von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen genutzt, um Versandprozesse flexibler zu organisieren. Neben Studienkreis zählen dazu unter anderem HelloBello und Journi.

Storebox: Ausbau der Lösung im Fokus

Die Anwendungsfälle reichen dabei von E-Commerce über Bildungsanbieter bis hin zu international tätigen Scaleups. „Viele Anbieter kämpfen mit hohen Kosten und organisatorischer Komplexität. Mit dem Drop-off-Service lösen wir dieses Problem. Unser Angebot ist die Antwort für Unternehmen, die eine agile, schnelle Abwicklung ohne eigene Logistikinfrastruktur suchen und bietet damit eine leistungsstarke Alternative zu traditionellen Postdiensten“, sagt Braith.

In den kommenden Monaten plant Storebox, die Drop-off-Lösung weiter auszubauen und zusätzliche Kund:innen an das Netzwerk anzubinden. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur noch stärker als Plattform für urbane Logistiklösungen zu etablieren und den „Zugang zu effizientem Versand für Unternehmen jeder Größe“ zu vereinfachen.

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