05.07.2022

Ikonische Euro-Skulptur vor EZB wird versteigert

Der Eigentümer kann sich die Erhaltung der 14 Meter hohen Euro-Skulptur vor der ehemaligen EZB-Zentrale in Frankfurt nicht mehr leisten.
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Die 14 Meter hohe, 50 Tonnen schwere Euro-Skulptur ist sehr teuer in der Erhaltung
Die 14 Meter hohe, 50 Tonnen schwere Euro-Skulptur ist sehr teuer in der Erhaltung | (c) Adobe Stock - Peter Stein

Obwohl das Gebäude dahinter schon seit 2014 nicht mehr die EZB-Zentrale beherbergt, ist die 2001 errichtete Euro-Skulptur des Künstlers Ottmar Hörl nach wie vor beliebt als Illustration für Berichte über die Europäische Zentralbank und den Euro. Was dabei wenig bekannt ist: Das 14 Meter hohe und 50 Tonnen schwere ikonische Werk befindet sich gar nicht im Besitz der EZB. Eigentümer ist der Non-Profit-Verein Frankfurter Kultur Komitee (FraKK). Und der sieht sich jetzt gezwungen, die Skulptur loszuwerden – sie soll Mitte Oktober versteigert werden.

Vandalismus trieb Erhaltungskosten der Euro-Skulptur in die Höhe

Der verheerenden Symbolik des Schritts inmitten der inflationsbedingten Krisenstimmung dürfte man sich beim Verein absolut bewusst sein. In einer offiziellen Aussendung des FraKK werden nicht nur die Gründe für den Schritt genannt, sondern auch der Unwillen von EZB, Stadt Frankfurt und weiteren bekrittelt, aktiv zu werden.

„Das Eurosymbol ist unterdessen einer der bedeutendsten Identitätsträger der Stadt Frankfurt am Main, der ‚City oft the Euro‘. Zudem ist es eines der meist fotografierten Objekten der Stadt“, heißt es gleich im ersten Satz. Die Finanzierung von privaten Sponsoren reiche aber „bei weitem“ nicht mehr aus, um die Euro-Skulptur in technisch sicherem Zustand zu erhalten. Denn in den vergangenen zwei Jahren habe der Vandalismus zugenommen. Alle finanziellen Mittel des Vereins seien aufgebraucht, man könne die übrigen Aktivitäten nicht mehr durchführen.

EZB, Stadt Frankfurt und Co zeigen wenig Interesse

Alle Versuche, die Finanzierung der Euro-Skulptur zu sichern, seien bisher gescheitert, heißt es weiter. Ein im April einberufener „Runder Tisch“ habe zu keinem Ergebnis geführt, „da die eingeladenen Vertreter:innen der Stadt Frankfurt am Main, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Hessischen Finanzministeriums aus unterschiedlichen Gründen (Termine, Krankheit etc.) nicht teilnehmen konnten“.

Das US-Magazin Politico zitiert den FraKK-Vorsitzenden Manfred Pohl mit weiteren Details. „Wir haben in den letzten zwölf Monaten 110 Banken kontaktiert, und 90 haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, uns zu antworten“. Die EZB habe bislang 15.000 Euro im Jahr für die Erhaltung gezahlt und sei nicht daran interessiert, die Summe zu erhöhen. Man habe bereits von zahlreichen Einzelpersonen und Unternehmen Interesse am Kauf der Euro-Skulptur bekundet bekommen, so Pohl.

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Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG, und Michael Strugl, CEO Verbund AG | (c) voestalpine/Michael Jurtin
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Beim Start 2019 war „H2FUTURE“ von voestalpine und Verbund das weltweit größte Wasserstoffpilotprojekt. Sieben Jahre später ist von derartigen Superlativen zwar nicht mehr die Rede, doch im Rahmen der Weiterführung unter dem Titel „H2FUTURE-Follow-Up“ sollen die Grundlagen für einen grundlegenden Wandel in der Stahlproduktion bei der voestalpine geschaffen werden. Dafür investieren die Projektpartner weitere 16,4 Millionen Euro.

Schon bislang wurde am Standort mittels „Protonen-Austausch-Membran-(PEM)-Elektrolyseanlage“ grüner Wasserstoff erzeugt – konkret knapp unter 2.000 Tonnen im gesamten Zeitraum. Die Anlage wird aktuell insbesondere dafür genutzt, um Frequenzschwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch die unregelmäßige Verfügbarkeit erneuerbarer Energien oder unterschiedliche Strombedarfe entstehen.

Erweiterung bringt neue Funktionen und Möglichkeiten

Mit der Erweiterung der Anlage kommen zur Erzeugung des Wasserstoffs nun auch die Verdichtung, Reinigung, Speicherung sowie die Verladung und Weiterverwendung hinzu. Vier von insgesamt fünf neuen Wasserstoffspeichertanks sollen Schwankungen zwischen der fluktuierenden Wasserstofferzeugung und dem Verbrauch ausgleichen und so zur Versorgungssicherheit beitragen. Über den fünften (Versand-)Tank soll ab Ende 2027 die Demonstrationsanlage „HY4SMELT“ direkt über eine rund einen Kilometer lange Rohrleitung mit Wasserstoff versorgt werden. Dabei handelt es sich laut voestalpine um Österreichs größtes Klimaschutz-Forschungsprojekt. Außerdem kann der Wasserstoff nun mittels Hochdruckverdichtern auf bis zu 500 bar komprimiert und in Trailer für den Straßentransport abgefüllt werden, um auch an externe Abnehmer:innen geliefert werden zu können.

Die Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE | (c) Verbund

„Wir haben mit greentec steel eine klare Strategie zur Transformation unserer Stahlproduktion. Wir werden bereits im 1. Halbjahr 2027 je einen grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenofen in Linz und Donawitz in Betrieb nehmen und können damit in einem ersten Schritt bis 2029 bis zu 30 Prozent unserer CO2-Emissionen einsparen. Langfristig streben wir bis 2050 eine Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen an. Wasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen“, sagt dazu voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner.

Erste neue Forschungsergebnisse Ende des Jahres

Die ersten Funktionstests des erweiterten Projekts wurden bereits gestartet, erste Forschungsergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Das Projekt endet im Dezember 2030 und wird auch aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gefördert. „Das Projekt zeigt im industriellen Maßstab, wie erneuerbarer Strom in grünen Wasserstoff umgewandelt und für konkrete industrielle Anwendungen nutzbar gemacht werden kann“, kommentiert Verbund-CEO Michael Strugl.

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