05.05.2023

eSelly: Video- und Live-Shopping-Marketplace für bessere User-Experience

Mit eSelly möchte der Founder Kund:innen so beraten, wie es sonst der analoge Handel kann. Mithilfe von Video-Content und Live-Events.
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eSelly
(c) eSelly - Der eSelly Marktplatz ermöglicht 1:1 Shopping mit Echtzeit-Austausch.

Olaf Zimmer setzt bei seinem Social Marketplace eSelly auf videobasierten Content und Live-Shopping. Dadurch sollen Käufer:innen inspiriert und beraten werden, so wie in der Stadt, dem Einkaufszentrum oder auf dem Flohmarkt.

eSelly: swipen, liken und kommentieren

User:innen können dort nicht nur per Foto Beschreibungen und Angebote hochladen, sondern kurze Videoclips aufzeichnen: „In der eSelly-App kann man per Swipe Angebote anderer User sehen, Angebote favorisieren, liken, kommentieren und teilen wie in einer Social-Media-App“, erklärt der Gründer.

Und ergänzt: „Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Verkäufer oder der Verkäuferin zu einem Video-Call zu verabreden, in dem Fragen in einem Eins-zu-eins-Gespräch gestellt werden können. Zudem gibt es in der App die Rubrik ‚In der Nähe‘. „Hier sieht man Angebote aus der direkten Umgebung. Das ist nicht nur ein Vorteil für private Verkäufer:innen, sondern ganz besonders für den Einzelhandel, der hier eine Chance hat, sich gegenüber den Online-Giganten zu behaupten.“

Live-Show

Ein weiteres Feature der App ist die Live-Verkaufsshow, in der Angebote einem breiten Publikum präsentiert werden. Die Zuschauer:innen können hierbei Fragen stellen, Preisvorschläge unterbreiten oder direkt kaufen.


Mehr zu eSelly am Montag in der Höhle der Löwen. Weiters dabei: ModulFix, Headwave, Foodwater und Bearcover.

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21.08.2026

Nach Steilvorlage aus Deutschland: Zehetner fordert offen Beteiligungsfreibetrag

Ins Regierungsprogramm hat er es bekanntlich nicht geschafft, nun fordert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner den Beteiligungsfreibetrag aber offen ein. Im Hintergrund steht eine wohl unverhoffte Schützenhilfe aus Deutschland.
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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Er ist seit vielen Jahren einer der obersten Punkte auf der politischen Wunschliste der heimischen Startup-Szene: der Beteiligungsfreibetrag. Das Prinzip ist schnell erklärt: Man kann mit ihm Startup-Investments bis zu einem gewissen jährlichen Betrag von der Steuer absetzen. Das soll einen starken Anreiz schaffen, Risikokapital anderen Veranlagungsformen vorzuziehen und somit mehr privates Kapital für Startups mobilisieren.

Die genaue Ausgestaltung wäre bei einer möglichen Umsetzung Gegenstand politischer Verhandlungen. Die Forderungen aus dem Ökosystem gehen bis zu einem Betrag von 500.000 Euro pro Jahr, wie etwa in der „Vision 2030“ von invest.austria, AustrianStartups, Junge Wirtschaft und StartupNOW aus dem Jahr 2024. Großes internationales Vorbild ist das Vereinigte Königreich, das unter anderem dank eines solchen Modells konstant die mit Abstand höchsten Startup-Investment-Volumina Europas vorweist.

Bei der SPÖ nicht durchzubringen

Doch im Gegensatz zur anderen großen Forderung des heimischen Startup-Ökosystems, dem Dachfonds, der mittlerweile im Entstehen ist, schaffte es der Beteiligungsfreibetrag 2025 nicht ins schwarz-rot-pinke Regierungsprogramm. Hinter vorgehaltener Hand wird der Grund dafür in ÖVP-Kreisen klar benannt: Der Vorschlag sei beim Koalitionspartner SPÖ nicht durchzubringen. Im Frühling 2024, also noch in der Opposition, äußerte sich SPÖ-Chef Andreas Babler, konkret auf das Thema angesprochen, gegenüber brutkasten knapp, aber deutlich: „Steuerbegünstigungen für private Investoren, die in der Regel zu den Top 1 Prozent der Einkommens- und Vermögensverteilung zählen, sind keine Priorität der SPÖ.“

Für Zehetner „nächster logischer Schritt“

On the record ging man dem Thema in der ÖVP seit der Regierungsbildung 2025 dagegen mit Verweis auf die Koalitionsvereinbarung lieber aus dem Weg. Bis jetzt. Denn Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner forderte den Beteiligungsfreibetrag nun via LinkedIn-Posting offen ein. Nach dem Dachfonds wäre dieser, „der nächste logische Schritt“, schreibt sie und führt eine EcoAustria-Studie und internationale Vorbilder ins Treffen.

Unverhoffte Schützenhilfe in der Diskussion

Doch woher kommt der plötzliche Mut zur offenen Forderung entgegen dem koalitionären Konsens? Zehetner bekam Anfang dieser Woche eine Steilvorlage aus Deutschland, über die auch brutkasten berichtete. Dort war es nicht etwa CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, sondern mit Lars Klingbeil der amtierende SPD-Chef, Vizekanzler und Finanzminister, der Steuererleichterungen für Startup-Beteiligungen aufs Tapet brachte.

„Deutschland will mehr privates Kapital für Startups mobilisieren. Österreich sollte das auch tun“, schreibt Zehetner und verweist direkt auf die Ankündigung des SPD-Chefs. Das argumentative Kalkül dahinter liegt auf der Hand: Gegen den Vorstoß des deutschen Parteigenossen, dessen Schützenhilfe für Zehetner wohl unverhofft kam, lässt sich in der österreichischen Sozialdemokratie deutlich schwerer argumentieren, als gegen die Dauerforderung aus der liberalen Ecke. Ob dadurch tatsächlich eine offene Diskussion innerhalb der Koalition angestoßen wird, ist freilich zu bezweifeln.

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