17.03.2026
SONG CONTEST

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

Das österreichische Climate-Tech-Unternehmen Econetix übernimmt beim Eurovision Song Contest 2026 die CO₂-Bilanzierung und Kompensation.
/artikel/esc-2026-in-wien-econetix-sichert-sich-orf-auftrag
Die beiden EcoNetix-Gründer Paul Nimmerfall und Jakob Zenz (v.l.n.r.) | (c) brutkasten/ fabian krausböck

Jüngst sicherte sich das Wiener Carbon-Asset-Management-Startup Econetix in einem millionenschweren Deal mit der Demokratischen Republik Kongo gemeinsam mit seinem Projektpartner Altech Group den Auftrag für ein Großprojekt in Afrika – brutkasten berichtete. Nun konnte man erneut einen prestigeträchtigen Deal an Land ziehen.

Econetix unterstützt ORF

Der ORF hat sich allgemein zum Ziel gesetzt, die CO₂-Emissionen möglichst gering zu halten. Der Sender hat seine Nachhaltigkeitsbestrebungen höher gesteckt als 2015 und strebt neben dem Österreichischen Umweltzeichen „Green Event“ auch erstmals das Umweltzeichen „Green Producing“ für die TV-Produktion an. Dennoch seien bei einem Event dieser Dimension (Anm.: ESC) Emissionen nicht vollständig zu vermeiden. Diese sollen jedoch transparent gemacht und zumindest teilweise kompensiert werden – das gibt das Umweltzeichen vor. Das Wiener Startup Econetix soll nun diesen Prozess von der ersten Emissionserhebung bis zur abschließenden Kompensation begleiten.

Konkret unterstützt Econetix den ORF bei der Berechnung des Carbon Footprints und stellt CO₂-Zertifikate aus internationalen Klimaschutzprojekten mit Gold-Standard-Zertifizierung bereit. Darunter fällt etwa der Bau von Solaranlagen in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo, die tausende Menschen mit sauberem Strom versorgen. Es handelt sich dabei ausschließlich um langfristig angelegte Projekte.

10.000 Tonnen Zertifikate

Insgesamt werden für den Eurovision Song Contest Zertifikate im Umfang von rund 10.000 Tonnen CO₂ bereitgestellt. Ausschlaggebend für die Partnerschaft waren „die Innovationskraft des österreichischen Startups, seine transparente Arbeitsweise und die Fachexpertise im Team“, wie es heißt – darunter jene von Klimaexpertin Catharina Ahmadi, mit der der ORF bei einem anderen Projekt bereits zusammengearbeitet hat.

„Der Eurovision Song Contest ist eine einmalige Gelegenheit, Nachhaltigkeit auf die große Bühne zu bringen. Wir wollen transparent sein: Ein Event dieser Größenordnung verursacht Emissionen – auch wenn wir alles daran setzen, sie so gering wie möglich zu halten. Deshalb messen wir sie, machen sie öffentlich und kompensieren sie nachvollziehbar. Mit den Klimaprojekten, die wir dabei unterstützen, entsteht ein Nutzen, der weit über den Song Contest hinauswirkt“, sagt Anita Malli, Leiterin Umwelt und Nachhaltigkeit im ORF.

Econetix mit dMRV-Lösung

Econetix integriert seine eigene digitale Monitoring-, Reporting- und Verifizierungslösung (dMRV) direkt in die Projektinfrastruktur. Gerätesensorik, Nutzungs-Tracking, Geo-Tagging und automatisierte Analytik ermöglichen so eine nahezu Echtzeit-Überwachung der Emissionsreduktionen – das erhöhe die Nachvollziehbarkeit und reduziere das Risiko von Überzertifizierung.

„Wir untermauern unser Versprechen, dass wir CO₂ einsparen mit Zahlen und setzen auf lückenloses digitales Monitoring, das jede eingesparte Tonne CO₂ genau trackt“, sagt Paul Nimmerfall, Geschäftsführer von Econetix. „Uns geht es aber auch darum, dass das Geld in Projekte fließt, die einen echten Unterschied im Leben der Menschen machen: Wir ermöglichen Familien den Zugang zu sauberem Strom, die sonst keine Chance auf eine stabile Energieversorgung hätten. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen vor Ort fördern wir nicht nur den Klimaschutz, sondern schaffen langfristige Arbeitsplätze und eine Infrastruktur, die weit über den Song Contest hinaus Bestand hat.“

Deine ungelesenen Artikel:
23.09.2026

Quivo: Wiener Logistik-Scaleup holt MediaShop in Deutschland als neuen Großkunden

Nach der Insolvenz im Februar wurde Mediashop übernommen und vom neuen Eigentümer neu aufgestellt. Nun setzt das Teleshopping-Unternehmen verstärkt auf den deutschen Markt und dort auf Fulfillment durch das österreichisch-Deutsche Scaleup Quivo.
/artikel/quivo-wiener-logistik-scaleup-holt-mediashop-in-deutschland-als-neuen-grosskunden
23.09.2026

Quivo: Wiener Logistik-Scaleup holt MediaShop in Deutschland als neuen Großkunden

Nach der Insolvenz im Februar wurde Mediashop übernommen und vom neuen Eigentümer neu aufgestellt. Nun setzt das Teleshopping-Unternehmen verstärkt auf den deutschen Markt und dort auf Fulfillment durch das österreichisch-Deutsche Scaleup Quivo.
/artikel/quivo-wiener-logistik-scaleup-holt-mediashop-in-deutschland-als-neuen-grosskunden
Die Quivo-Geschäftsführer Christoph Glatzl und Georg Weiß | (c) Quivo
Die Quivo-Geschäftsführer Christoph Glatzl und Georg Weiß | (c) Quivo

Mit rund 55 Millionen Euro Schulden war die Insolvenz des von Katharina Schneider aufgebauten Unternehmens MediaShop im Februar eine der aufsehenerregenderen in diesem Jahr. Zunächst war die Zukunft der Marke ungewiss. Mit dem Unternehmer Christoph Bauer mit One Spot fand sich ein Käufer, der die Marke seit Anfang Juni weiterführte und neu aufstellte. Im Zuge dessen wird nun auch die Logistik am deutschen Markt umgestellt. Dieser ist mit rund der Hälfte der Gesamtumsätze der wichtigste Einzelmarkt des Unternehmens. In den drei Monaten nach dem Neustart Anfang Juni wurden dort nach Unternehmensangaben mit rund 60.000 Bestellungen mehr als vier Millionen Euro Umsatz erzielt.

Neuer Partner im Fulfillment ist das vom österreichischen Gründer-Duo Christoph Glatzl und Georg Weiß geführte Scaleup Quivo, das stark auf Automatisierung setzt. Dieses war 2022 aus der Fusion des Wiener Startup Logsta mit der deutschen Ancla hervorgegangen und hat seinen formellen Hauptsitz in Deutschland, seinen operativen Sitz aber in Wien. Vor etwa einem Jahr machte es mit einer großen Finanzierungsrunde auf sich aufmerksam, wie brutkasten berichtete.

Logistische Herausforderungen durch kurzfristige Peaks

Mit der Logistik-Umstellung von MediaShop in Deutschland werden nun rund 10.000 Paletten Ware vom bisherigen Zentrallager in Augsburg nach Frankfurt verlagert. Das ist aber nur die erste von vielen zu erwartenden logistischen Herausforderungen, will das Teleshopping-Unternehmen seine Präsenz am deutschen Markt doch noch stärker ausbauen. So steigerte man die TV-Einschaltungen in Deutschland seit dem Neustart von zwischenzeitlich nur drei Sendern auf zwölf. International stieg die Zahl der Sender seit dem Neustart von 16 in zwei Ländern auf 50 in fünf Ländern.

Das Geschäftsmodell von MediaShop stelle enorme Anforderungen an Geschwindigkeit und Flexibilität, sagt Quivo-CEO Weiß: „Bei MediaShop zeigt sich besonders deutlich, dass modernes Fulfillment weit mehr ist als Lagerfläche und Paketversand. Wenn innerhalb kurzer Zeit große Bestellmengen eingehen, müssen Technologie, Prozesse und Personal nahtlos zusammenspielen.“ Die Plattform verbinde unterschiedliche Systeme und automatisiere große Teile der Bestellabwicklung. „Gleichzeitig haben wir die Infrastruktur und die personellen Ressourcen, um auch kurzfristige Nachfragespitzen abzufangen. Genau für solche Wachstumsszenarien haben wir Quivo aufgebaut“, so der Gründer.

„Wir haben MediaShop in sehr kurzer Zeit neu aufgestellt und sind wieder auf Kurs. Dafür brauchen wir eine Logistik, die nicht nur unser heutiges Bestellvolumen zuverlässig bewältigt, sondern auch mit uns wachsen kann“, kommentiert der neue MediaShop-Inhaber und -Chef Christoph Bauer. „Mit Quivo haben wir einen Partner gefunden, der Technologie, operative Erfahrung und die notwendige Skalierbarkeit verbindet. Das ist für uns insbesondere in einem Geschäft entscheidend, in dem Nachfrage sehr kurzfristig entstehen kann.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ESC 2026 in Wien: Econetix sichert sich ORF-Auftrag