03.03.2026
FINANZIERUNG

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

Das Space-Tech-Scaleup Enpulsion sichert sich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 22,5 Millionen Euro. CEO Alexander Reissner hat brutkasten mehr zu den Hintergründen erzählt.
/artikel/enpulsion-noe-space-tech-holt-sich-22-5-millionen-euro-investment
(c) Enpulsion

Die Serie an Millionen-Investments für österreichische Scaleups setzt sich fort. Das am Flughafen Wien angesiedelte Raumfahrtunternehmen Enpulsion hat eine Finanzierungsrunde über 22,5 Millionen Euro abgeschlossen. Als Investor beteiligt sich Nordwind Growth aus Deutschland am Unternehmen, für den es das erste Investment im Space-Sektor ist.

Enpulsion entwickelt elektrische Antriebssysteme auf Basis der FEEP-Technologie für Mikro- und Nanosatelliten. Vereinfacht gesagt funktioniert das so: Anstatt chemischen Treibstoff zu verbrennen, nutzt der Antrieb Strom, um flüssiges Metall in winzigste geladene Teilchen zu zerlegen. Diese werden durch ein elektrisches Feld mit enormer Geschwindigkeit ins All hinausgeschossen. Im luftleeren Raum des Weltalls reicht dieser hauchfeine Strahl aus, um einen sanften, aber extrem präzisen Rückstoß für die Steuerung der Satelliten zu erzeugen.

2018 wurde der erste Nanosatellit mit dem ursprünglich in Wiener Neustadt entwickelten Antrieb ins All befördert (brutkasten berichtete). Im Jahr 2019 erhielt das Startup zudem eine Förderung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Millionenhöhe (brutkasten berichtete).

Enpulsion ist bereits profitabel

Im Gegensatz zu weiten Teilen der kapitalintensiven New-Space-Industrie wirtschaftet Enpulsion laut eigenen Angaben bereits profitabel. „Wir sind profitabel. Und das war uns immer wichtig. Viele Unternehmen im Space-Bereich verfügen über deutlich mehr Kapital, sind aber operativ nicht nachhaltig aufgestellt“, so CEO Alexander Reissner gegenüber brutkasten.

(c) Enpulsion

Ein weiterer Faktor für das Investment war die nachgewiesene Flugerfahrung der Systeme. „Unsere FEEP-Technologie ermöglicht extrem präzise, effiziente und langlebige Manöver im Orbit. Aber Technologie allein reicht nicht“, sagt der Gründer. Entscheidend sei die Praxis: „Flight Heritage ist im Space-Sektor die härteste Währung. Über 320 Systeme im Orbit mit mehr als 500 kumulierten Jahren Betriebszeit sind kein Versprechen, sondern ein Beweis.“

Kapital für die Entwicklung von Space-Mobility-Lösungen

Mit dem frischen Kapital sollen nun die Produktionskapazitäten ausgebaut und die internationale Marktdurchdringung vorangetrieben werden. Unter anderem ist das Unternehmen auch am US-amerikanischen Markt aktiv. „Das Kapital fließt im Wesentlichen in die Weiterentwicklung integrierter Space-Mobility-Lösungen und die damit zusammenhängende Erweiterung unserer Produktpalette“, erklärt Reissner. „Wir entwickeln uns vom reinen Antriebshersteller hin zum Anbieter unabhängiger Mobilitätssysteme im Orbit. Das ist eine natürliche strategische Weiterentwicklung.“

Deine ungelesenen Artikel:
18.08.2026

„Die Welt ist unser Spielfeld“ – Minimist startet Partnerschaft mit australischem Charity-Retailer

Das Wiener Secondhand-Startup Minimist expandiert nach Australien: Die Software zur Spenden-Erfassung soll in 350 Filialen der Heilsarmee zum Einsatz kommen. Zudem gibt das Startup neue Investoren bekannt.
/artikel/die-welt-ist-unser-spielfeld-minimist-startet-partnerschaft-mit-australischem-charity-retailer
18.08.2026

„Die Welt ist unser Spielfeld“ – Minimist startet Partnerschaft mit australischem Charity-Retailer

Das Wiener Secondhand-Startup Minimist expandiert nach Australien: Die Software zur Spenden-Erfassung soll in 350 Filialen der Heilsarmee zum Einsatz kommen. Zudem gibt das Startup neue Investoren bekannt.
/artikel/die-welt-ist-unser-spielfeld-minimist-startet-partnerschaft-mit-australischem-charity-retailer
Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Enpulsion: NÖ-Space-Tech holt sich 22,5 Millionen Euro Investment