09.12.2022

EnergyFamily: Startup aus NÖ optimiert Energiegemeinschaften mittels Satellitendaten

Das niederösterreichische Startup EnergyFamily aus Euratsfeld bietet nicht nur die Möglichkeit an, Energiegemeinschaften aufzubauen. Das Jungunternehmen arbeitet auch an einer digitalen Lösung, die mittels Satellitendaten Vorhersagen über Energieverbrauch und -produktion trifft.
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(c) Lukas Prenner

Seit dem Erlass des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) im Jahr 2021 ist es erlaubt, Energiegemeinschaften in Österreich zu gründen. Diese Gruppierungen ermöglichen den Verbauch, Verkauf und die Speicherung von Energie – und das über Grundstücksgrenzen hinaus. 

Um den Aufbau dieser Gemeinschaften einfach und dynamisch zu gestalten, hat der Founder Lukas Prenner das Startup EnergyFamily aus dem Mostviertel gegründet. Das niederösterreichische Startup bietet allen, die ihre Energieversorgung nachhaltig verändern möchten, seit der Gründung im Jahr 2022 die Möglichkeit, auf ressourcenschonende und transparente Energie zu wechseln. 

Vorhersage von Energieverbrauch und -produktion mittels Satellitendaten

Dabei unterstützt die Webplattform EnergyFamily Interessent:innen bei der Gründung und Verwaltung von Energiegemeinschaften. Das Jungunternehmen arbeitet zudem an einer innovativen Lösung, welche den Energieverbrauch in Energiegemeinschaften optimiert.

Hierfür geben Satellitendaten eine Prädiktion für die zu erwartende Sonneneinstrahlung und somit auch die Produktion von Solarenergie ab. Durch den Einsatz dieser Innovation möchte das EnergyFamily das Ungleichgewicht zwischen Produktions- und Verbauchkurven in Energie-Gsruppierungen ausgleichen. 

EnergyFamily mit dem Österreich Award “Copernicus Masters” in Rom ausgezeichnet

Mit seiner Idee, Satellitendaten für die Vorhersage von Energieverbrauch und -produktion zu nutzen, wurde EnergyFamily am 1. Dezember in Rom im Rahmen des New Space Economy (NSE) Expoforums 2022 mit dem Österreich Award Copernicus Masters ausgezeichnet.

Als Partner der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zeichnet der Wettbewerb innovative Ideen rund um die Nutzung von Satellitendaten fürs tägliche Leben aus. Dieses Jahr haben 620 Teilnehmer:innen aus 47 Ländern an der Space Awards Zeremonie teilgenommen. 

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Jeff Bezos sprach am Mittwoch auf der Theater-Stage der VivaTech in Paris über sein KI-Projekt Prometheus. (c) Screenshot VivaTech

Am Mittwoch fiel der Startschuss für die zehnte Ausgabe der VivaTech. Das Event in Paris zählt zu den größten Startup- und Technologie-Treffen Europas und bringt über vier Tage hinweg Startups, Investor:innen, Tech-Konzerne und Forscher:innen zusammen. Schon am Vormittag herrschte dichter Andrang in den Hallen der Pariser Porte de Versailles: Zwischen Roboterarmen, Demo-Bühnen und unzähligen Startup-Ständen schoben sich Gründer:innen, Investor:innen und Tech-Fans durch die Gänge. brutkasten ist vor Ort. Für besonderen Andrang sorgte eines der Highlights der diesjährigen Ausgabe: Jeff Bezos, der erst zu Wochenbeginn als Speaker angekündigt worden war. Am Vormittag trat der Amazon-Gründer auf der Theater-Stage auf.

Gemeinsam mit Blue-Origin-CEO Dave Limp saß Bezos schließlich auf der Bühne, moderiert vom früheren NASA-Astronauten Mike Massimino. Der Großteil des Gesprächs drehte sich um Raumfahrt. Aufhorchen ließ Bezos aber, als er auf sein jüngstes Projekt zu sprechen kam: Prometheus, das KI-Unternehmen, das er 2025 mitgegründet hat und als Co-CEO führt.

Bezos beschrieb Prometheus als Versuch, einen „artificial general engineer“ zu bauen, also eine KI, die nicht primär Texte verarbeitet, sondern Ingenieursarbeit leistet. Das Ziel sei, den „dream-build cycle“ zu verkürzen, also die Zeit zwischen der Idee für ein Produkt und seiner serienreifen Fertigung.

„Aller Wohlstand beruht auf Erfindungen“

Diesen Anspruch rahmte Bezos grundsätzlich ein: „Aller zivilisatorische Wohlstand beruht auf Erfindungen. Vor 6.000 Jahren hat jemand den Pflug erfunden, und wir alle wurden wohlhabender.“ Wer den Erfindungszyklus beschleunige, schaffe realen Wohlstand. Was das praktisch heißt, machte er an einem Beispiel fest: Ein neues, sparsameres Triebwerk sei heute ein Zehn-Jahres-Programm. Prometheus solle das schrittweise auf fünf, drei, am Ende ein Jahr drücken.

Klassische Sprachmodelle reichen dafür nach seiner Überzeugung nicht aus. „Mit herkömmlichen großen Sprachmodellen lässt sich das nicht machen. Sie haben ihre Berechtigung“, sagte Bezos. Sein Bild dazu: „Wenn ich tausend Bücher darüber lese, wie man ein großartiger Turner wird, wäre ich danach immer noch ein miserabler Turner.“ Engineering brauche eine andere Art von Training als reine Symbolmanipulation, wie sie Sprachmodelle beherrschen.

Der Sorge, KI könnte Menschen überflüssig machen, widersprach Bezos ausdrücklich. Er erwarte eher das Gegenteil: „KI wird einen Arbeitskräftemangel erzeugen, weil sie es den Menschen ermöglicht, mehr Probleme zu identifizieren.“ Heute sei man „nicht durch unsere Vorstellungskraft begrenzt, sondern durch das, was wir tatsächlich umsetzen können“. Beschleunige man das Bauen, drehe sich dieses Verhältnis um. Als Vorgeschmack nannte er die eigene Erfahrung mit Coding-Tools: „Vor drei Jahren war ich ein miserabler Informatiker. Heute aber kann ich an einem einzigen Nachmittag eine iOS-App schreiben.“ Genau das wolle Prometheus in die physische Welt übertragen.

Querverweis zu Emmi AI

Für die heimische Szene hat die Idee einen vertrauten Klang. Mit Emmi AI verfolgt seit 2024 ein Linzer Startup einen ganz ähnlichen Ansatz, nämlich KI-Modelle, die auf die Physik der realen Welt statt auf Sprache trainiert sind und Ingenieurssimulationen drastisch beschleunigen sollen. Das Unternehmen aus dem Umfeld des KI-Labors NXAI wurde im Mai 2026 vom französischen KI-Konzern Mistral übernommen. Die Stoßrichtung, die Bezos nun auf der großen Bühne skizziert, ist also auch in Österreich prominent vertreten.

Was sonst noch ansteht

Die VivaTech feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen und läuft noch bis Samstag, den 20. Juni. Inhaltlich dreht sich die Jubiläumsausgabe vor allem um Künstliche Intelligenz, Deeptech, Cybersecurity und Energie, wobei sich KI durch nahezu jede der vier Bühnen zieht. Neben Bezos sind weitere prominente Stimmen angekündigt, darunter Nvidia-CEO Jensen Huang mit der GTC-Paris-Keynote, Yann LeCun (AMI Labs, zuvor Meta) und Arthur Mensch, CEO des französischen KI-Konzerns Mistral, der das Linzer Startup Emmi AI übernommen hat. Der Deeptech-Schwerpunkt reicht von Quantencomputing bis Biotech. Zum Abschluss verwandelt sich der Publikumstag am Samstag erstmals in ein offenes VivaTech-Festival, das Technologie einem breiten Publikum zugänglich machen soll.

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