18.02.2025
WIENER FITNESS-APP

Endur sichert sich erste DACH-Kooperation mit Sport-Event Hyrox

Das Wiener Startup Endur gibt eine Partnerschaft mit Hyrox bekannt - dem weltweit bekannten Sport-Event, das nun erstmals in der DACH-Region eine Kooperation dieser Art eingeht.
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Severin Bauer, Mario Schafzahl und Thomas Hauer von Endur
Severin Bauer, Mario Schafzahl und Thomas Hauer von Endur © Endur

Hyrox erlebt aktuell in den sozialen Medien einen großen Hype. Dabei handelt es sich um einen internationalen Fitness-Wettkampf, der acht Kilometer Laufen mit acht intensiven Functional-Workout-Stationen kombiniert. Klingt herausfordernd? Ist es anscheinend auch, denn viele Sportbegeisterte bereiten sich monatelang darauf vor. In Wien findet das Event dieses Jahr am 22. und 23. Februar statt.

Damit sich die Teilnehmenden optimal auf den Hyrox-Wettbewerb vorbereiten können, ist Endur nun als Digitalpartner mit an Bord. Die Fitness-App des Wiener Startups fungiert als virtueller Coach und unterstützt Athlet:innen gezielt bei ihrem Training für den Wettbewerb.

Hyrox-Weltmeister bei Endur als Trainer eingestiegen

Der amtierende Hyrox-Weltmeister Alexander Roncevic, gebürtiger Wiener, ist seit Anfang des Jahres als Trainer bei der Endur-App dabei – ein Schritt, der im Rahmen der Partnerschaft mit Hyrox entstand. Damit bietet Endur seinen Kund:innen ein exklusives Hyrox-Training mit dem Weltmeister, inklusive wertvoller Tipps und Coaching zur optimalen Vorbereitung.

Seit dem Start im Jahr 2023 hat sich einiges getan: Neben Roncevic ist nun auch Christos Garyfallakis, ein erfahrener Calisthenics- und Functional-Strength-Coach, als weiterer Trainer an Bord. Wie seit Beginn bleibt zudem Co-Founder und Fitness-Influencer Mario Schafzahl als Trainer in der App aktiv.

Endur-CEO Thomas Hauer verrät gegenüber brutkasten, dass sich die Umsätze des Startups seit 2023 verdreifacht hätten. „Die Nachfrage nach flexiblem digitalem Coaching ist enorm. In einer Welt, in der das Internet von Influencer-Fitness-Tipps überflutet wird, suchen Menschen nach echtem, qualitativ hochwertigem Training. Genau hier setzen wir mit Endur an.“

Endur als privater Fitnesstrainer

Endur sieht seine App als „digitalen Privattrainer“: Nutzer:innen erhalten über ihr Smartphone verschiedene Trainingspläne, die sowohl zu Hause als auch im Fitnessstudio genutzt werden können. Ein Trainer erklärt in der App die verschiedenen Fitness-Übungen in einer Schritt-für-Schritt-Audio und einem Video-Coaching. Dabei verfolgt Endur das Ziel, erstklassiges Coaching für alle zugänglich zu machen.

„Technologie ermöglicht heute, was sich früher nur Wohlhabende leisten konnten. Wir bieten qualitatives Fitness-Coaching für 119 € im Jahr – zum Preis einer einzigen herkömmlichen Personal-Training-Stunde erhält man direktes Wissen und Trainingspläne von Weltklasse-Athleten“, sagt Hauer auf Nachfrage von brutkasten.

Endur will in die „Hypergrowth-Phase“

Das Startup wurde von Thomas Hauer gemeinsam mit Severin Bauer und Mario Schafzahl gegründet. Nach einer ersten Pilotphase im Oktober 2022 startete die App ein Jahr später offiziell in den Markt – brutkasten berichtete. Der Bruder des CEOs ist in der heimischen Startup-Szene übrigens kein Unbekannter: Georg Hauer war bis 2021 General Manager für die DACH-Region bei N26 und ist auch als Investor aktiv. Am Startup seines Bruders ist er jedoch nicht beteiligt – ebenso wie keine weiteren externen Investor:innen.

Endur bleibt somit weiterhin bootstrapped, „denkt jedoch über eine Hypergrowth-Phase nach, um die Expansion mit neuen Talenten und die Marktpositionierung zu beschleunigen“, heißt es seitens des Startups. Der Fokus liege dabei auf strategisch relevanten Investoren und Partnern.

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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