29.03.2021

Eloop möchte bis Sommer 250 Tesla Model 3 auf Wiens Straßen bringen – 3. Token-Sale startet

Das Wiener Carsharing-Startup Eloop startet heute Montag ab 16:00 Uhr seinen dritten Token-Sale. Bis Sommer möchte das Startup 250 Tesla Model 3 auf Wiens Straßen bringen.
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Eloop
Das Tesla Model 3 zählt zu den beliebtesten Modellen der Eloop-Flotte | (c) Martin Pacher / der brutkasten

Ambitionierte Pläne verfolgt aktuell das Wiener Carsharing-Startup Eloop. Bis Sommer 2021 soll die Fahrzeug-Flotte in Wien auf 250 Tesla Model 3 erweitert werden.

Wie Eloop Co-Founder Leroy Hofer gegenüber dem brutkasten bestätigt, ist letzten Donnerstag eine Lieferung mit rund 35 Fahrzeugen in Wien eingetroffen. Weitere Fahrzeug-Tranchen des US-amerikanischen Herstellers sollen in den nächsten Wochen und Monaten folgen.

Eloop Token-Sales

Um die künftige Fahrzeugflotte zu finanzieren, greift das Startup unter anderem auf ein Initial Coin Offering (ICO) zurück. Die hauseigene Kryptowährung, kurz “EOT” genannt, wurde im August 2020 das erste Mal öffentlich zum Verkauf angeboten. Mit den EOTs werden die Nutzer an den Umsätzen der rein elektrischen Charsharing-Flotte von Eloop beteiligt.

In der Vergangenheit stoßen die Token-Sales in der Eloop-Community auf eine große Nachfrage. So war der zweite Token-Sale, der Anfang März startete, innerhalb von nur 44 Stunden ausverkauft. Damals bot Eloop 170.000 Token an, mit denen insgesamt zwei Tesla Model 3 finanziert wurden.

3. Token Sale startet

Wie das Startup nun bekannt gab, steht der dritte Token-Sale unmittelbar vor der Türe. Im Rahmen des dritten Token-Sale sollen wieder 170.000 Token angeboten werden. Der Verkauf startet heute Montag um 16 Uhr über die Website des Startups. Die Konditionen entsprechen laut Hofer dem zweiten Token-Sale. Aktuell bekommen Interessenten einen Eloop One Token für 1,10 Euro.

Die Aufteilung des Gewinns erfolgt dabei automatisiert 50 zu 50 zwischen den Token Holdern und Eloop. Zudem steht den Token-Holdern ein eignes Dashboard in Echtzeit zur Verfügung. Eloop verwendet laut eigenen Angaben den 50-prozentigen Cut des operativen Gewinns dazu, um das Angebot weiterzuentwickeln und um Personal- und Marketingausgaben zu decken.

Deutschland-Expansion und weitere Token-Sales geplant

Ob der dritten Token-Sale so rasch über die Bühne gehen wird, wie der zweite Token-Sale, wird sich noch zeigen. Fest steht allerdings, dass das Startup bereits weitere Token-Sales in der Pipeline hat. „Wir planen weitere Batches, die künftig noch größer sein werden und mehr Autos umfassen“, so Hofer gegenüber dem brutkasten.

Zudem plant Eloop für 2021 seine Deutschland-Expansion. Aktuell stehen die Städte München, Hamburg und Berlin auf der Shortlist des Startups. Erst Anfang März diesen Jahres nannte Hofer „Ende 2021“ als realistischen Zeithorizont für den Deutschland-Rollout.


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Bildunterschrift: V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder myflexbox), Martin Trittler (CFO DeinFach), Lukas Beckedorff (CEO DeinFach) und Peter Klima (CTO & Founder myflexbox) | (c) myflexbox

Der Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox und DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post AG, schließen sich zusammen. Das gaben die DHL Group und myflexbox am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die anbieteroffenen Automatennetze der beiden Unternehmen sollen künftig unter der Marke myflexbox geführt werden. Die Marke DeinFach wird schrittweise in myflexbox überführt.

Laut Aussendung betreibt myflexbox rund 3.000 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Sie ergänzen das deutsche Automatennetz aus rund 19.000 DHL-Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten. Nach Angaben der Unternehmen entsteht damit das mit Abstand größte anbieteroffene Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum. Das Modell, Stationen für verschiedene Paketdienstleister bereitzustellen, soll erhalten bleiben.

Verkauf an die DHL-Gruppe

Wie der Deal rechtlich und wirtschaftlich ausgestaltet ist, geht aus der Aussendung nicht hervor. Dort ist von einem Zusammenschluss die Rede, Angaben zu Anteilen, Kaufpreis und künftiger Führung fehlen.

Laut einem Bericht von salzburg.ORF.at wird myflexbox an die DHL-Gruppe verkauft. Der Kauf erfolge über die DHL-Tochter AZL GmbH, die bisher die Marke DeinFach betreibt. Verkäufer sei Star Capital, zum Kaufpreis gebe es keine Angaben.

brutkasten hat bei der Deutschen Post AG zur Deal-Struktur angefragt. Bis zum Erscheinen dieses Artikels gab es keine Rückmeldung.

50.000 Paketautomaten bis 2030

Die Deutsche Post AG verbindet mit dem Schritt ein Ausbauziel. Bis 2030 will sie Verbraucher:innen in Deutschland insgesamt rund 50.000 Paketautomaten zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte davon sollen anbieteroffene myflexbox-Stationen sein. Langfristig soll die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Paketstation in fünf bis zehn Gehminuten erreichen.

„Gemeinsam bringen wir den Ausbau des größten offenen Paketstations-Netzwerks auf eine neue Ebene“, wird myflexbox-CEO und Founder Jonathan Grothaus in der Aussendung zitiert. DeinFach-Geschäftsführer Lukas Beckedorff erklärt, man nutze bestehende Standorte, erschließe zusätzliche und verkürze damit die Wege für Verbraucher:innen.

Gegründet bei der Salzburg AG

myflexbox wurde 2018 als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründet und 2022 ausgegründet. Im Februar 2023 holte das Unternehmen 75 Millionen Euro vom Star IV Fonds, der von Star Capital Partnership LLP verwaltet wird (brutkasten berichtete). Seither stand es im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums.

Zuletzt ist das Unternehmen stark gewachsen. Im September 2025 betrieb myflexbox fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich, davon 660 in Österreich (brutkasten berichtete). Mit den nun genannten rund 3.000 Stationen hat sich das Netz in etwa einem Jahr mehr als verdoppelt.

Mitgründer und Ex-Co-CEO Lukas Wieser ist seit Mai 2026 als Interim Head of Growth beim Linzer HR-Tech teamecho tätig (brutkasten berichtete).

Post und DPD als Partner in Österreich

In Österreich zählen unter anderem die Österreichische Post und DPD zu den Logistikpartnern. Die Post mietet seit 2024 Abholfächer in den myflexbox-Stationen (brutkasten berichtete). DPD sicherte sich im Vorjahr rund 9.000 Fächer und damit fast ein Viertel der hierzulande verfügbaren Fächer. Wie sich der Deal mit einer Tochter der Deutschen Post AG auf diese Partnerschaften auswirkt, lässt die Aussendung offen.

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