Elon Musk startet „maximal neugierige“ künstliche Intelligenz namens xAI
Mit seiner neuen KI-Firma fordert Musk nun seine Konkurrenten OpenAI und Google heraus. Die KI sei "maximal neugierig" und habe prominente Fachkräfte an Bord.
Am gestrigen Mittwoch hat Elon Musk sein neues KI-Unternehmen unter dem Namen xAI erstmals öffentlich vorgestellt. Auf seinem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb der Tesla-Chef, dass es xAI nun endlich ermöglichen würde, „die Realität zu verstehen“. 2015 war Musk an der Gründung des ChatGPT-Entwicklers OpenAI beteiligt, die Mitarbeit wurde kurz darauf beendet.
Team-Meetup mit Musk am morgigen Freitag
Auf der Website des neu gestarteten Unternehmens heißt es: „Das Ziel von xAI ist es, die wahre Natur des Universums zu verstehen.“ Mitgründer Greg Yang erklärt darüber hinaus in einem Tweet, dass das Unternehmen „die ‚Theorie von allem‘ für große neuronale Netze“ entwickeln werde. Damit soll künstliche Intelligenz auf eine neue Stufe gebracht werden. Außerdem soll das „mathematische Universum besser verstanden werden“, so Yang auf Twitter. Ein Team-Meetup sowie eine öffentliche Fragestunde sei auf Twitter Spaces am Freitag, den 14. Juli, geplant.
Zusammenarbeit mit Twitter und Tesla geplant
Bereits im März dieses Jahres hat Musk sein neues KI-Unternehmen in Nevada unter dem Namen X.AI Corp. angemeldet. Die Zusammenarbeit mit Musks Firmen Tesla und Twitter sei in Planung. Elon Musk sei dabei als Geschäftsführer tätig.
Medienberichten sowie der Unternehmenswebsite zufolge seien namhafte Branchenexperten am Unternehmen beteiligt, darunter der ehemalige Google Deemind-Mitarbeiter Igor Babuschkin, die Wissenschaftler Tony Wu und Christian Szegedy von Google sowie Greg Yang von Microsoft, der sich bereits auf Twitter zum Firmenstart äußerte. Dan Hedryks, Direktor des Centers for AI Safety, sei als Berater der Firma im Einsatz und soll in erster Linie zur Evaluation von Risiken im Einsatz sein.
Sprechendes Spielzeug: Wiener Vater entwickelt „Plappi“ zur Erlernung von Sprachen
Aus einem persönlichen Anliegen heraus entwickelte der Wiener Nemanja Klincov ein sprachförderndes Spielzeug für Kinder. Durch Plappi, einen KI-gestützten Sprechkörper, sollen Kinder aktiv zum Sprechen in einer anderen Sprache angeregt werden. Der Gründer erklärt gegenüber brutkasten, warum Datensicherheit dabei im Vordergrund steht.
Sprechendes Spielzeug: Wiener Vater entwickelt „Plappi“ zur Erlernung von Sprachen
Aus einem persönlichen Anliegen heraus entwickelte der Wiener Nemanja Klincov ein sprachförderndes Spielzeug für Kinder. Durch Plappi, einen KI-gestützten Sprechkörper, sollen Kinder aktiv zum Sprechen in einer anderen Sprache angeregt werden. Der Gründer erklärt gegenüber brutkasten, warum Datensicherheit dabei im Vordergrund steht.
Die Idee für Plappi, die KI-gestützte Sprachhilfe für Kinder, kommt dem Wiener Nemanja Klincov im Alltag. „Ich habe zwei Kinder und möchte ihnen meine Muttersprache Serbisch beibringen, meine Frau spricht Deutsch mit ihnen. Als Vater, Ehemann und Unternehmer kommt die Zeit allerdings oft zu kurz und ich merke, wie die Sprachbildung bei den Kindern leidet. Plappi entstand aus genau dieser Frustration. Nicht um mich zu ersetzen, sondern um die Zeit dazwischen zu nutzen. Damit mein Kind auch dann meine Sprache hört und übt, wenn ich gerade nicht kann.“
Klincov ist in der Gründerszene nicht neu. Durch sein erstes Startup BReact (brutkasten berichtete) erhält der Founder die KI-Expertise, die er für Plappi benötigt: „Wir haben diese ganze Expertise, zur KI und auch zur Datensicherheit, in den letzten fünf Jahren aufgebaut. Alles, was wir über BReact lernen, ist ein Grundbaustein für Plappi. Für uns ist es extrem wichtig, dass keine Daten abfließen können und kein KI-Training betrieben wird.“
Eltern legen die Themen selbst fest
Wenn man ein Plappi-Gerät bekommt, kann man als Elternteil über eine App Lehrpläne und Themen festlegen. „Man kann beispielsweise den Namen des Lieblingstiers angeben, den Namen der besten Freunde, was im Alltag passiert, und man kann Plappi auch auf Themen sensibilisieren oder Wörter eingeben, die gelernt werden sollen. Das Gerät orientiert sich dann an dem, was die Eltern vorgegeben haben, und fordert die Kinder auch aktiv auf, zu antworten. Wir haben kein anderes Spielzeug gefunden, das Kinder proaktiv auffordert zu kommunizieren“, so Klincov.
„100 Prozent Made in Europe“
Für den Vater steht vor allem eines im Vordergrund: Der Datenschutz der Kinder. „Unser oberstes Gebot ist, ausschließlich Offline-KI-Modelle zu benutzen. Was die Kinder sagen, wird nicht für Werbung oder KI-Training genutzt. Wir haben uns auch angesehen, welches Rechenzentrum in Europa keinen amerikanischen oder chinesischen Gesellschafter dabeihat, damit alles 100 Prozent Made in Europe ist. Ich will als Vater auch nicht, dass die Daten meiner Kinder an amerikanische Konzerne abfließen“, erklärt der Founder.
Welches KI-Modell am geeignetsten ist, will Klincov gemeinsam mit 100 Eltern noch testen. Warum der Founder sich sicher ist, dass Kinder überhaupt mit KI-Spielzeugen interagieren sollten, erzählt er im Interview: „An Silvester waren wir bei Freunden. Als ich gesehen habe, wie sechs kleine Kinder von zwei bis fünf Jahren mit einer Alexa gesprochen und interagiert haben, war für mich klar: Das wird funktionieren, auch ohne Display oder Screen.“
Plappi soll es in dieser Ausführung für Kinder und ein anderes Modell für Jugendliche geben. (c) Plappi
Bereits 120 Menschen auf der Warteliste
Wenn Plappi auf den Markt kommt, soll es 90 Euro kosten und auf einem Abomodell für 9,90 Euro pro Monat basieren. Die Lernenden bekommen dann jeden Monat neue Lehrpläne erstellt, „denn Plappi versteht ja, welche Vokabeln die Kinder schon können und welche Wörter gut gelernt worden sind. Und deshalb ist es notwendig, dass es ein Abomodell ist, weil diese Lehrpläne angepasst werden. Und je nach Alter und Kind wird es dann mitwachsen“.
Klincov wartet zurzeit auf Förderungsgenehmigungen, für 2027 sei der Markteintritt geplant. Auf der Warteliste stehen derzeit 120 Menschen. Eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter wird am 24. Juni gelauncht.
Zukunftspläne
„Mein Wunsch ist wirklich, dass meine Kinder fließend meine Sprache sprechen können. Ich hoffe, dass Plappi eines Tages ein Must-have in jedem Haushalt mit Kindern ist. Wir sehen einfach ein Riesenmarktpotenzial, wenn allein schon wegen des Unterrichtsfachs Englisch 95 Prozent der Kinder zur Zielgruppe werden“, blickt der Founder in die Zukunft. Das Ziel sei, dass auf lange Sicht nicht nur Kinder mit Migrationsbiografie Plappi nutzen.
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