13.07.2023

Elon Musk startet „maximal neugierige“ künstliche Intelligenz namens xAI

Mit seiner neuen KI-Firma fordert Musk nun seine Konkurrenten OpenAI und Google heraus. Die KI sei "maximal neugierig" und habe prominente Fachkräfte an Bord.
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Elon Musk xAI
Elon Musk (c) JD Lasica

Am gestrigen Mittwoch hat Elon Musk sein neues KI-Unternehmen unter dem Namen xAI erstmals öffentlich vorgestellt. Auf seinem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb der Tesla-Chef, dass es xAI nun endlich ermöglichen würde, „die Realität zu verstehen“. 2015 war Musk an der Gründung des ChatGPT-Entwicklers OpenAI beteiligt, die Mitarbeit wurde kurz darauf beendet.

Team-Meetup mit Musk am morgigen Freitag

Auf der Website des neu gestarteten Unternehmens heißt es: „Das Ziel von xAI ist es, die wahre Natur des Universums zu verstehen.“ Mitgründer Greg Yang erklärt darüber hinaus in einem Tweet, dass das Unternehmen „die ‚Theorie von allem‘ für große neuronale Netze“ entwickeln werde. Damit soll künstliche Intelligenz auf eine neue Stufe gebracht werden. Außerdem soll das „mathematische Universum besser verstanden werden“, so Yang auf Twitter. Ein Team-Meetup sowie eine öffentliche Fragestunde sei auf Twitter Spaces am Freitag, den 14. Juli, geplant.

Zusammenarbeit mit Twitter und Tesla geplant

Bereits im März dieses Jahres hat Musk sein neues KI-Unternehmen in Nevada unter dem Namen X.AI Corp. angemeldet. Die Zusammenarbeit mit Musks Firmen Tesla und Twitter sei in Planung. Elon Musk sei dabei als Geschäftsführer tätig.

Medienberichten sowie der Unternehmenswebsite zufolge seien namhafte Branchenexperten am Unternehmen beteiligt, darunter der ehemalige Google Deemind-Mitarbeiter Igor Babuschkin, die Wissenschaftler Tony Wu und Christian Szegedy von Google sowie Greg Yang von Microsoft, der sich bereits auf Twitter zum Firmenstart äußerte. Dan Hedryks, Direktor des Centers for AI Safety, sei als Berater der Firma im Einsatz und soll in erster Linie zur Evaluation von Risiken im Einsatz sein.

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Das Gründerteam von Theradocx. (v.l.) Petronel Liciu, Selin Matun, Jan Hoppel | © Theradocx

Theradocx möchte den Arbeitsalltag von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen erleichtern. Eine eigens entwickelte KI-Anwendung erstellt Protokolle und Zusammenfassungen, indem sie Sitzungen aufnimmt und analysiert, wie brutkasten berichtete. Kürzlich erhielt Theradocx ein FFG-Förderprojekt mit einem Projektvolumen von 580.000 Euro.

Verbesserung der KI

Im Zuge dieses Projekts will das 2025 gegründete Unternehmen seine KI weiterentwickeln. Das heißt: Die Transkription soll präziser werden, unterschiedliche Sprecher besser erkannt und die Erstellung von Protokollen sowie thematischen und emotionalen Analysen verbessert werden. „Ein großer Teil der Projektmittel fließt in den Ausbau unseres Entwicklungs- und Forschungsteams und damit direkt in die technologische Weiterentwicklung von Theradocx“, erklärt Co-Founderin Selin Matun.

Zudem wird laut Matun die Plattform auch rechtlich und regulatorisch weiterentwickelt. Stichwort: Datenschutz und EU AI Act.

Kooperation mit Sigmund Freud Privatuniversität

Im Zuge des geförderten Projekts ging Theradocx eine Kooperation mit der Sigmund Freud Privatuniversität ein, durch die seine KI-Systeme validiert werden sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Spracherkennung. Unterschiedliche Dialekte, Sprecher:innen und akustische Bedingungen sollen getestet werden, wodurch Schwachstellen identifiziert werden können. Zudem sollen die psychotherapeutischen Dokumentationen und Analysen durch Fachpersonal der Sigmund Freud Privatuniversität verbessert werden.

„Für uns ist diese Kooperation besonders wichtig, weil wir nicht nur technisch leistungsfähige KI entwickeln möchten. Wir wollen auch wissenschaftlich überprüfen, ob die Ergebnisse psychotherapeutischen Qualitätsstandards entsprechen und in der Praxis tatsächlich einen Mehrwert schaffen“, sagt Matun und ergänzt: „Gemeinsam möchten wir einen wissenschaftlich fundierten Evaluationsprozess etablieren, durch den die Qualität unserer KI-Ergebnisse nicht nur technisch, sondern auch anhand psychotherapeutischer Kriterien beurteilt und kontinuierlich verbessert werden kann.“

Etablierung im DACH-Raum

Neben der qualitativen Verbesserung der KI möchte Theradocx in Zukunft weiter skalieren und sich noch stärker im DACH-Raum festigen. Das Ziel sei laut Matun, zu einer „zentralen digitalen Arbeitsplattform für Psychotherapeut:innen“ zu werden. Anschließend möchte das Startup weitere europäische Märkte erschließen.

Brigitte-Hamann-Preis 2026

Kürzlich wurde das Projekt mit dem  Brigitte-Hamann-Preis 2026 in der Kategorie „Startup“ ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Leistungen von Studierenden und Absolvent:innen österreichischer Privatuniversitäten in den Bereichen Forschung, Startups und Kunst. Eine Fachjury zeichnet pro Kategorie eine Person aus.

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