28.02.2025
NEUE REGIERUNG

Elisabeth Zehetner: Neue Staatssekretärin mit Startups im Job-Titel

Mit Elisabeth Zehetner als Staatssekretärin für Energie, Tourismus und Startups schaffen es Startups erstmals in den Job-Titel eines Regierungsmitglieds. Die Oecolution-Chefin bringt in ihrer Vita einige Anknüpfungspunkte mit.
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Elisabeth Zehetner | (c) Oecolution
Elisabeth Zehetner | (c) Oecolution

Sind Startups jetzt bei der Wirtschaft, der Innovation oder der Digitalisierung dabei? Mit jeder neuen Bundesregierung stellt sich für die Startup-Community auch neuerlich die Frage, in welchem Ressort die Startup-Agenden (vorwiegend) angesiedelt sind. Die neue ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung sorgt hier für ungewohnte und erfrischende Klarheit.

Erstmals gibt es ein Staatssekretariat für Startups – konkret für „Energie, Tourismus und Startups“, wie ÖVP-Chef Christian Stocker heute bei der Pressekonferenz zu den ÖVP-Regierungsmitgliedern verkündete. Das Amt wird die bisherige Oecolution-Chefin Elisabeth Zehetner bekleiden.

Elisabeth Zehetner: Langzeit-WKÖ-Funktionärin mit Startup-Bezug

Während der neue Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer bislang nicht im Zusammenhang mit Startups auffiel – brutkasten berichtete – ist Zehetner immer wieder in der heimischen Szene aufgeschlagen. Grund dafür ist keine Karriere als Unternehmerin. Wie Hattmannsdorfer bringt Zehetner kaum Erfahrungen aus der Privatwirtschaft mit und war die längste Zeit ihrer Berufslaufbahn Wirtschaftskammer-Funktionärin. Genau hier liegt jedoch bei der langjährigen Tätigkeit als Bundesgeschäftsführerin der Jungen Wirtschaft zwischen 2007 und 2022 der engere Bezug zu Startups auf der Hand.

Gründerin von „Think- und Do-Tank“ Oecolution

Beim ÖVP-nahen Verein Oecolution, dessen Gründerin und Chefin Elisabeth Zehetner seit dem Start 2022 ist, spielen Startups wiederum höchstens eine Nebenrolle. Der laut Eigenangabe „unabhängige Think- und Do-Tank“ lobbyiert für eine liberale Wirtschaftspolitik bei gleichzeitigen Klimaschutz-Bestrebungen. Eine der Grundthesen, die Zehetner auch gegenüber brutkasten erörterte: Wenn man Betriebe am Standort hält, nutzt das dem Klima – selbst wenn dafür die Klimaschutz-Bestimmungen aufgelockert werden.

Auf einer Wellenlänge mit der Startup-Szene?

Mit ihren pointiert wirtschaftsliberalen und bürokratiekritischen Ansichten, die sie regelmäßig unter anderem in Kolumnen im durch die Industriellenvereinigung (IV) finanzierten Magazin Selektiv vertritt, dürfte Elisabeth Zehetner jedenfalls in weiten Teilen der Startup-Szene auf offene Ohren stoßen. Wie berichtet finden sich im Regierungsprogramm einige konkrete Vorhaben in der Startup-Politik – allem voran der Dachfonds. Die neue Staatssekretärin hat also einige Aufgaben abzuarbeiten.

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Proxima Fusion
© Screenshot.

Die Finanzierungsrunde wurde von XTX Ventures und East X Ventures angeführt, mit RWE und Google als strategische Investoren. Zudem schlossen sich KfW Capital, SPRIND und Burda Principal Investments der 411-Millionen-Runde an, neben wiederkehrenden Investoren wie Plural, UVC Partners, Balderton, Cherry Ventures, DST Global Partners, Brevan Howard Macro Venture, Lightspeed, DTCF, redalpine, Leitmotif, Elaia, CDP Venture Capital, Bayern Kapital und dem EIC Fund.

Proxima Fusion: Kapital für Alpha

Konkret konnte der deutsche Energiekonzern RWE wenige Monate nachdem jener eine Partnerschaftsvereinbarung mit Proxima über den Bau des ersten Stellarator-Fusionskraftwerks auf dem Gelände eines ehemaligen Kernspaltungskraftwerks im bayerischen Gundremmingen unterzeichnet hatte, als Investor gewonnen werden. Die Investition von Google indes unterstreiche „das anhaltende Interesse an der Kernfusion als potenzieller langfristiger Quelle für reichlich vorhandene, kohlenstofffreie und grundlastfähige Energie“, verlautbart das Unternehmen per offiziellem Statement.

Die Finanzierung soll nun den nötigen Rückhalt für den Bau von Alpha, Proximas Nettoenergie-Stellarator-Demonstrator in der Nähe von München, bieten. Alpha bilde die „entscheidende Brücke zwischen jahrzehntelanger Fusionsforschung und der kommerziellen Nutzung“, heißt es weiter.

Unter der Leitung von Proxima, in Partnerschaft mit dem Freistaat Bayern, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und RWE, soll das Projekt nun Schlüsseltechnologien validieren und die Entwicklung des weltweit ersten Fusionskraftwerks (Anfang der 30er Jahre) beschleunigen.

„Wettrennen mit den Vereinigten Staaten und China“

„Europa liefert sich ein Wettrennen mit den Vereinigten Staaten und China um das erste Fusionskraftwerk. Die Finanzierung von Proxima zeigt, dass Europa nicht nur bahnbrechende Technologien erfinden, sondern auch global wettbewerbsfähige Unternehmen darum herum aufbauen kann. Die Investoren erkennen sowohl die Dringlichkeit als auch die Chance dessen, was wir tun, und unterstützen uns dabei, ein Energietechnologieunternehmen von generationenübergreifender Bedeutung aufzubauen“, sagt Francesco Sciortino, Mitbegründer und CEO von Proxima Fusion. Somit hat sich Proxima in weniger als drei Jahren mehr als 650 Millionen Euro gesichert, darunter 95 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln.

Team soll wachsen

Mit dem frischen Kapital wird Proxima die Fertigstellung seiner Stellarator-Modellspule gezielt vorantreiben. Zu den weiteren Schwerpunkten zählen der Ausbau der HTS-Kabel- und Magnetproduktion (Hochtemperatursupraleiter) sowie die Weiterentwicklung der spezialisierten Konstruktions- und Fertigungssysteme. Um diese Ziele zu erreichen, wird das Münchner Unternehmen zudem sein Team personell deutlich verstärken.

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