27.01.2022

ElephantSkin: Deal mit weltweit führendem Hotel-Zulieferer für Wiener Startup

Das Wiener Startup ElephantSkin (Susta) ist mit seinen Baumwoll-Hygiene-Handschuhen nun beim europäischen Hotelkosmetik-Marktführer ADA Cosmetics gelistet.
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Die ElephantSkin-Handschuhe sollen künftig häufig in Hotels zum Einsatz kommen | (c) Susta
Die ElephantSkin-Handschuhe sollen künftig häufig in Hotels zum Einsatz kommen | (c) Susta

Wer gelegentlich in Hotels nächtigt hat mit großer Wahrscheinlichkeit bereits Produkte des deutschen Anbieters ADA Cosmetics benutzt. Der europäische Marktführer für Hotelkosmetik, der auch global zu den größten Anbietern zählt, beliefert Drei- bis Fünfsternhotels mit Seifen, Duschgels und noch einer ganzen Reihe weiterer Produkte, die – je nach Ausrichtung – in verschiedensten Marken und Ausführungen zu Verfügung stehen. Neu im Sortiment ist nun auch ein Produkt aus Wien: Die ElephantSkin Baumwoll-Hygiene-Handschuhe des Startups Susta.

ElephantSkin: 30 mal waschen statt nach einem Mal wegwerfen

Geht es nach Gründer Raphael Reifeltshammer, sollen diese langfristig überall außerhalb des medizinischen Bereichs Plastik-Einweghandschuhe ersetzen – der brutkasten berichtete bereits mehrmals. Denn die aus wiederverwendbaren und waschbaren Materialien gefertigten Handschuhe sind antiviral und antibakteriell behandelt. Konkret wird der Wirkstoff Silberchlorid in die Handschuhe aus 96 Prozent Bio-Baumwolle und vier Prozent Elastan eingearbeitet. Diese können laut Startup 30 Mal gewaschen werden, ohne ihre Wirkung einzubüßen. Damit sollen sie, im Vergleich zu Wegwerfhandschuhen, Kosten und Umweltbelastung reduzieren. Im Shop von ADA Cosmetics werden die ElephantSkin-Handschuhe nun in schwarz und weiß angeboten.

„Es ist definitiv ein nächster großer Schritt für uns in der Internationalisierung“

Gegenüber dem brutkasten bezeichnet Gründer Reifeltshammer die Listung als „großen Deal“. „Es ist definitiv ein nächster großer Schritt für uns in der Internationalisierung“, so der ehemalige Fußballprofi, der zuvor mit Vision1 bereits ein Startup gegründet hat. ElephantSkin hatte bereits knapp nach der Gründung 2020 für Aufsehen gesorgt, als man verkündete, innerhalb von Wochen auf Millionenumsätze gekommen zu sein. Im September kommunizierte das Unternehmen eine Finanzierungsrunde zu 20 Millionen Euro Bewertung, bei der Biogena-Gründer Albert Schmidbauer einstieg – er und Gründer Reifeltshammer waren dazu im brutkasten Innovation Talk zu sehen.

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Heimzma
© Alissar Najjar - Alexander Valtingojer, Michael Kowatschew und Valentin Perkonigg von Heizma.

2024 als Wärmepumpen-Installateur gestartet positioniert sich das Wiener Startup Heizma mittlerweile als „ganzheitlicher Anbieter moderner Energielösungen“. Der Hintergrund: Der Wärmepumpen-Ausbau wurde bis Ende 2024 massiv gefördert und das Unternehmen baute sein Geschäftsmodell – zunächst sehr erfolgreich – darauf auf. Mit dem Förderstopp brach der Markt um 85 Prozent ein und Heizma reagierte unter anderem mit Produktdiversifizierung (brutkasten berichtete).

Zuletzt 2 Mio. Euro Monatsumsatz

Hinzu kamen Photovoltaik, Stromspeicher und E-Auto-Ladestationen. Zudem wurde mit meo Energy eine Energiemanagement-Lösung aus der Insolvenz übernommen und später in „Optima“ umbenannt. Der Strategiewechsel trägt Früchte: Zuletzt vermeldete Heizma im April mit zwei Millionen Euro den bislang höchsten Monatsumsatz.

Teilma: Energiegemeinschaft auch für Haushalte ohne eigene PV-Anlage

Nun kommt mit Teilma ein neues Angebot im Bereich Energiegemeinschaft hinzu. Über dieses können auch Haushalte, die selbst keine Photovoltaik-Anlage betreiben, überschüssigen Strom anderer Teilnehmer beziehen. Das passiert parallel zum Bezug vom bisherigen Stromanbieter und wird über „Optima“ gesteuert. Kund:innen sollen dabei letztlich von Preisvorteilen profitieren.

Kowatschew: „Machen Sonnenstrom alltagstauglicher“

Durchschnittlich sollen damit laut Heizma 80 Prozent des Stromverbrauchs abgedeckt werden, an sonnigen Tagen sogar bis zu 98 Prozent. Der Clou: Die Versorgung geht dank Stromspeicher auch in der Nacht weiter, wenn die Photovoltaik-Anlagen nicht produzieren. „Energiegemeinschaften sind großartig – aber häufig mit einer Schwachstelle verbunden: der Nacht. Genau dann, wenn besonders viel Energiebedarf herrscht, war Gemeinschaftsstrom bisher oft nicht verfügbar. Mit Teilma schließen wir diese Lücke“, kommentiert Heizma-Co-Founder und -CEO Michael Kowatschew. Man mache Sonnenstrom damit alltagstauglicher.

Günstigere regionale Variante

Einspeiser erhalten 8,40 Cent, Bezieher zahlen 10,90 Cent pro Kilowattstunde netto. Dabei gibt es die „Bürgerenergiegemeinschaft“ in zwei Varianten: einer österreichweiten und einer regionalen innerhalb einzelner Netzgebiete. Bei letzterer entfallen Teile der Netzentgelte. Wenn so eine regionale Zuordnung möglich sei, erfolge diese für Mitglieder automatisch, heißt es vom Startup.

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