03.08.2017

ecosio erhält siebenstellige Wachstumsinvestition von red-stars.com

Der EDI-Dienstleister ecosio erhält im Austausch für 25 Prozent des Unternehmens ein siebenstelliges Investment von der Beiteligungsgesellschaft red-stars.com
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red-stars, die Wiener Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf digitale Tranformation, hat sich mit einem siebenstelligen Investment an ecosio, dem Anbieter für Datenaustausch-Lösungen, beteiligt. Sie hält nun 25 Prozent der Unternehmensanteile. Mit dem Investment soll das geplante Wachstum in den kommenden Jahren finanziert werden.

Usability stärken

ecosio bietet innovative Managed EDI (Electronic Data Interchange) – Services in der Cloud an. Der Fokus liegt dabei auf maximaler Benutzerfreundlichkeit durch tiefe Integration in zahlreiche ERP-Systeme. Unternehmen jeder Größe sollen bei ecosio die passende Lösung finden, um ihre Geschäftsprozesse für digitale Transformation und Industrie 4.0 zu optimieren und gleichzeitig Kosten zu senken und die Ausfallsicherheit zu steigern.

Redaktionstipps

Laut den Eigentümern setzen aktuell über 120 namhafte Unternehmen bei ihren Supply-Chain-Prozessen auf ecosio. Um den Ansprüchen der Kunden in Bezug auf Ausfallsicherheit und Datensicherheit gerecht zu werden, wird der ecosio.MessagingHub über zwei Rechenzentren in Frankfurt am Main betrieben.

Ein wachsender Markt

Der Markt für Managed-EDI-Lösungen ist stark wachsend. Das liegt vor allem an der Abkehr zahlreicher Unternehmen von bestehenden inhouse EDI-Lösungen sowie an der wachsenden Zahl an Unternehmen, die EDI nutzen wollen. Gleichzeitig wird die Entwicklung in Richtung Supply-Chain-Automatisierung und Prozessoptimierung vorangetrieben.

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Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz © Andritz Group

Allein in Österreich könnten zukünftig rund 220.000 Tonnen davon besser verwertet werden. Bisher scheitert eine echte Kreislaufwirtschaft jedoch an der Praxis: „Wirkliches Faser-zu-Faser-Recycling, also sprich aus Abfällen wirklich wieder ein Kleidungsstück zu machen, das liegt im Bereich von 1% und weniger“, zieht Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, im Gespräch ernüchternde Bilanz. Der Großteil der Altkleider wird deponiert oder verbrannt.

Vorhersage statt bloßer Materialbestimmung

Hier setzt die neue Technologie „teXscan“ an, die Andritz gemeinsam mit der französischen Tochtergesellschaft Laroche entwickelt. Während bestehende Nahinfrarot-Systeme lediglich die reine Materialzusammensetzung bestimmen können, soll die neue Lösung erstmals die konkrete Rezyklierfähigkeit zerstörungsfrei vorhersagen.

„Die Innovation dabei ist, dass man erstmals nicht nur Farbe oder Zusammensetzung messen, sondern eine Vorhersage treffen kann, wie gut etwas recycelbar ist.“, so Waupotitsch. Das System ordnet den Textilien einen Score von 0 bis 100 zu, der auf Kriterien wie der Faserlänge und dem Kurzfaseranteil basiert. Waupotitsch betont jedoch im Gespräch, dass es sich hierbei um „keinen industriellen Standard“, sondern primär um eine „Entscheidungshilfe“ für Sortier- und Recyclingbetriebe handelt.

Der teXscan © Andritz

Bislang nur weiße Baumwolle identifizierbar

Bislang beschränkt sich die Analysefähigkeit des Prototyps ausschließlich auf weiße Baumwollfasern. Die größte Herausforderung im Massenmarkt stellen jedoch Mischgewebe und gefärbte Stoffe dar, die den Großteil heutiger Fast Fashion ausmachen. Andritz plant, bis Ende des Jahres verlässliche Aussagen über farbige Baumwolle zu treffen; Mischgewebe sollen als nächstes folgen.

Aktuell existiert das System als Tischgerät. Um industriell relevant zu werden, soll die Technologie zu Handheld-Geräten oder vollautomatisierten Online-Sensoren für Förderbänder weiterentwickelt werden, erklärt der Textil-Recycling-Experte.

teXscan als strategischer „Door Opener“

„Recycling von Textilien steht im Wettbewerb mit extrem günstigen Frischfasern“, merkt Waupotitsch im Gespräch an. Man müsse das gesamte wirtschaftliche System beachten und vorsichtig sein sich in dieser Hinsicht nicht selbst zu belügen, denn „unterm Strich muss es sich auch rechnen“, so der Experte. Zudem fehlen in Europa flächendeckende, genormte Sammelsysteme, wie man sie vom Altpapier kennt.

Für den Technologiekonzern ist der Scanner ohnehin nicht das primäre Endprodukt sondern eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Andritz versteht sich als Maschinen- und Anlagenbauer. Das Messgerät soll vielmehr als „Door-Opener“ fungieren, um letztlich großskalierte mechanische und chemische Recyclinganlagen zu vertreiben.

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