27.10.2022

Durchblicker-Gründer Reinhold Baudisch steigt als Investor bei Wiener Fintech froots ein

Das 2021 in Wien gegründete Startup Froots, das sich auf Wertanlage und Vermögensaufbau spezialisiert hat, bekommt mit Durchblicker-Gründer Reinhold Baudisch einen neuen Investor und Aufsichtsrat.
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Reinhold Baudisch steigt als Investor beim österreichischen Finanzunternehmen froots ein und wird zudem Aufsichtsratsmitglied | (c) Oliver Topf

Das Konzept hinter Froots (Kürzel für financial roots) fußt darauf, dass Leistungen einer Privatbank auch Anleger:innen mit verhältnismäßig geringerem Investment zugänglich gemacht werden. Abgestimmt auf das gewünschte Risiko und die Laufzeit, werden monatliche Beträge ab 150 Euro oder eine Ersteinlage ab 3.000 Euro individualisiert in gemanagte ETF-Portfolios investiert und stetig angepasst.

froots sicherte sich bereits Kapital in Millionenhöhe

Bereits im Sommer konnte sich die Investmentplattform eine Kapitalerhöhung in Millionenhöhe sichern. Neben den Bestandsinvestoren, zu denen auch Andreas Treichl (ehemaliger CEO Erste Group) zählt, beteiligten sich auch Unternehmer Georg Kapsch (CEO Kapsch Group, ehemaliger Präsident der Industriellenvereinigung), Gina Goess (ehemalige CEO Credit Suisse, s.A. Zweigniederlassung Österreich), Adam Lessing (Head of CEE LGT Bank und ehemaliger Head Austria and Eastern Europe der Fidelity International) und Kiril Klaturov (Gründer von Revetas Capital), ebenso wie die FinTech-Spezialisten Alan Morgan und Greyhound Capital.

Durchblicker Gründer Baudisch als neuer Investor

Mit Reinhold Baudisch, Gründer und ehemaliger Co-CEO des Onlineportals durchblicker.at, gwinnt die Plattform ab sofort einen neuen Investor. Mit sofortiger Wirkung verstärkt Baudisch ebenfalls den Aufsichtsrat zu dem unter anderem auch Andreas Treichl, Kiril Klaturov und Alexander Schüßler zählen.

„Reinhold Baudisch hat den Markt für den Vergleich von Finanzdienstleistungen und Versicherungsprodukte revolutioniert und wird uns mit seiner Erfahrung helfen, noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kund:innen einzugehen“, so David Mayer-Heinisch, froots Co-Gründer und CEO.

Der 46-jährige Baudisch, der davor in Beratungsunternehmen tätig war, gründete gemeinsam mit Michael Doberer 2009 das Tarifvergleichsportal durchblicker.at, das im Dezember 2021 verkauft wurde. Ende September übergab er seine Agenden als Co-CEO, um sich neuen Herausforderungen als Startup-Investor zu widmen.


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© calliora - Frederik Träuble und Jonas Wildberger.

Das Münchner Startup calliora von Frederik Träuble und Jonas Wildberger entwickelt eine KI-Plattform für Krankenhäuser, die den Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand reduzieren und Erlöse besser absichern soll. Nach Angaben des Unternehmens begleitet die Software Behandlungsfälle von der Aufnahme bis zur Abrechnung und verknüpft dafür Informationen aus verschiedenen bestehenden Systemen.

calliora: Fokus auf Dokumentation und Abrechnung

Ein Schwerpunkt liegt auf Dokumentation und Abrechnung. Die Plattform unterstützt bei der Kodierung und prüft Fälle auf typische Prüfmuster des Medizinischen Dienstes. Zudem sollen abrechnungsrelevante Informationen frühzeitig erkannt und für die weitere Bearbeitung im Krankenhaus bereitgestellt werden. Für das Controlling bietet calliora eigene Auswertungen und Analysen an.

Hinter dem Produkt steht die Annahme, dass Informationen zu einem Behandlungsfall in Krankenhäusern über zahlreiche unterschiedliche Systeme und Prozesse verteilt sind. Fehlen Angaben oder werden sie nicht an der richtigen Stelle übernommen, kann dies zu zusätzlichem Bearbeitungsaufwand oder zu Problemen bei der Abrechnung führen. Calliora will diese Lücken durch eine zentrale, KI-gestützte Verarbeitung der vorhandenen Informationen verringern.

Bertelsmann und Angel-Investoren dabei

Nun hat das Münchner Startup eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über sechs Millionen US-Dollar abgeschlossen: „Unsere Pre-Seed-Runde wird von BHI – Bertelsmann Healthcare Investments und redalpine angeführt. Mit dabei sind Angel-Investoren aus Krankenhausmanagement und KI, darunter Dr. Ulrich Wandschneider (ehemaliger CEO von Asklepios und Mediclin AG), Sara Siegel (Global Health Sector Leader, Deloitte), Peter Sarlin (Postscriptum, NestAI, QuTwo & Silo AI) und Frank Hutter (Prior Labs)“, schreibt das Startup in einem LinkedIn-Post.

Die Plattform soll bereits bei der Aufnahme eines Falls unterstützen und prüfen können, ob eine Behandlung ambulant, stationär oder als Hybrid-DRG abzurechnen ist. Dabei dokumentiert sie die dafür maßgeblichen Gründe. Im weiteren Verlauf soll die Software fehlende Informationen, Fristen und mögliche nächste Schritte erkennen und das Klinikpersonal dort einbinden, wo eine menschliche Prüfung erforderlich ist.

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