29.01.2015

Dropbox packt aus: Welche Länder User-Informationen anfordern

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Seit 2012 veröffentlicht Dropbox Informationen über die Anzahl der Auskunftsersuchen, die das Unternehmen von Behörden erhält.

„Wir bei Dropbox wollen so transparent wie möglich mit Regierungs-Anfragen über User-Informationen umgehen. Wir veröffentlichen zwei Mal pro Jahr den Transparancy Report  mit der Anzahl der Anfragen, die wir erhalten“, liest man in einem Blog Eintrag auf der Unternehmens Website. Und weiter: „Wir glauben, dass unsere Nutzer das Recht haben zu wissen, wann und wie Regierungsbehörden Daten über sie von uns anfordern“.

Ein interessanter Zugang in Zeiten, in denen User bezogene Daten ein hoch sensibles Thema sind. Zum ersten Mal werden in ihrem Bericht auch außeramerikanischen Länder aufgelistet, von denen Dropbox Rechtsverfahren erhalten hat. Laut Dropbox werden alle Nutzer informiert, deren Daten angefordert werden, auch wenn das Unternehmen von Behörden teilweise auch aufgefordert werde, dies nicht zu tun.

Seit 2012 veröffentlicht Dropbox Informationen über die Anzahl der Auskunftsersuchen, die das Unternehmen von Behörden erhält.

(c) Dropbox

 

Der Grafik entlesen kann man

  • 20 Anfragen außerhalb der US
  • 2 gerichtliche Anordnungen
  • 116 Vorladungen
  • 137 Durchsuchungsbefehle

 

Dropbox dazu: „Es war eine deutliche Steigerung der Anzahl von in Vorladungen aufgeführten Konten festzustellen. Dies ging auf drei Vorladungen zurück, die personenbezogene Daten für eine große Anzahl von Konten anforderten“

 

In Hinblick auf die wachsende Verunsicherung der Internetuser auf personenbezogene Daten, ist dieser Schritt von Dropbox wahrscheinlich begrüßenswert.

 

Zuerst gesehen auf engadget

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Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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