17.02.2023

Zombie-Drohnen: Forscher:innen bauen Flugmaschinen aus toten Vögeln

Amerikanische Wissenschafter:innen bauen Drohnen aus toten Vögeln. Diese könnten unter anderem zur Wildtierbeobachtung verwendet werden.
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Vogel,Drohne
(c) Thomas Wolter / Pixabay

Roboter-Vögel, die im Himmel umherschwirren und uns heimlich beobachten? Das ist kein dystopisches Sci-Fi-Szenario, sondern könnte bald Realität sein. Ein Forscher:innenteam des New Mexico Institute of Technology and Mining baut Drohnen aus toten Vögeln. Die Flugmaschinen sollen sich durch die organischen Teile natürlicher bewegen und nahtlos in die Umwelt einfügen.

Tote Tierteile verbessern Drohnenflug

Insbesondere die Verwendung von echten Tierflügeln soll die Herstellung von sogenannten Schlagflügeldrohnen in Zukunft erleichtern. Einen Flügel mechanisch herzustellen gilt als aufwendiges und hochkomplexes Verfahren. Die Lösung liegt für den Studienleiter Mostafa Hassanalian nahe: „Statt künstlicher Materialien können wir einfach tote Vögel verwenden und zu Drohnen umrüsten“, sagt er dem New Scientist.

Dazu werden auch andere Teile der Tierkadaver wie etwa Kopf und Federn verwendet. Die Teile der verendeten Tiere wurden per Taxidermie haltbar gemacht und mit mechanischen Elementen versetzt. So entstanden bisher zwei Prototypen, die in der Luft gleiten und schweben können.

Beobachtung aus der Vogelperspektive

Das Ziel der im Jänner veröffentlichten Studie war es, die Aerodynamik von Schlagflügeldrohnen zu analysieren, um diese in Zukunft lebensnaher erscheinen zu lassen. Damit sollen die Drohnen beispielsweise Wildtiere beobachten können, ohne die Populationen zu stören. Dies hatte in der Vergangenheit zu Problemen geführt.

Ein weiteres mögliches Anwendungsgebiet bestätigt das leicht beunruhigende Gefühl, das einen beim Gedanken an lebensechte Vogel-Drohnen ereilt: Die biomimetischen Flugmaschinen könnten theoretisch zur Spionage verwendet werden. „Unter manchen Umständen möchte man nicht, dass jemand herausfindet, dass es sich um eine Drohne hält“, sagt Hassanalian.

Noch nicht fit fürs Fliegen

Um die künstlichen Vögel wieder zum Fliegen zu bringen, braucht es allerdings noch weitere Arbeit. Bisher können die Drohnen Gleitflug und im Stand schweben, aber die Flügel sind noch nicht beweglich genug. In Zukunft sollen den Drohnen hierfür noch Beine und weitere mechanische Bestandteile wie etwa Schrägverzahnungen und Schraubräder hinzugefügt werden. Damit werden sie dem ihnen von manchen Medien verliehenen Namen „Frankenstein-Drohnen“ wohl immer gerechter.

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Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.

Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.

GO SHANGHAI offen für alle Branchen

Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.

Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria

Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.

Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien

Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.

Fünf intensive Tage in Shanghai

Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.

Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent

GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
  • Bereits erfolgte Seed-Investition
  • Funktionierender Prototyp bzw. MVP
  • Einzigartiges Produkt oder Lösung
  • Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
  • Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern

Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.


GO SHANGHAI 2027 ist ein Programm des Global Incubator Network Austria (GIN), der gemeinsamen Initiative von Austria Wirtschaftsservice (aws) und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Teil von GO ASIA. Organisiert wird es in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/goshanghai2027

Kontakt

Bei Fragen zu GO SHANGHAI oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

My Yen Lau
Project Manager | GO ASIA
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