17.02.2025
CYBER-SECURITY

Dream wird Unicorn: Sebastian-Kurz-Startup holt 100 Mio. US-Dollar

Das von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz mitgegründete israelische Cyber-Security-Startup Dream erreicht keine drei Jahre nach der Gründung die Milliardenbewertung.
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Die Dream-Gründer Shalev Hulio und Sebastian Kurz | (c) Dream
Die Dream-Gründer Shalev Hulio und Sebastian Kurz | (c) Dream

Zum Start 2022 holte es sich 20 Millionen US-Dollar Investment, Ende 2023 verkündete man eine 34-Millionen-Kapitalrunde (brutkasten berichtete). Nun wird das vom österreichischen Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz gemeinsam mit Shalev Hulio, Ex-CEO der Spionagefirma NSO, gegründete israelische Cyber-Security-Startup Dream durch eine 100-Millionen-Dollar-Runde zum Unicorn.

Firmenbewertung von Dream nun bei 1,1 Mrd. US-Dollar

Angeführt wird die aktuelle Kapitalrunde vom US-Investor Bain Capital. Die Firmenbewertung steige dabei auf 1,1 Milliarden US-Dollar, heißt es in einer Aussendung. Das frische Kapital soll in die Expansion – vor allem nach Südamerika und in die USA – fließen.

Zuletzt 125 Mio. US-Dollar Umsatz

Im vergangenen Dezember hatte Kurz via LinkedIn unter anderem mitgeteilt, dass Dream zuletzt auf 125 Millionen US-Dollar Umsatz angewachsen ist, wie brutkasten berichtete. Das Unternehmen beschäftigt rund 150 Mitarbeiter:innen und hat Kunden in Europa, Nahost und Südostasien.

Staaten und Industrieunternehmen als Kunden

Diese Kunden sind Industrieunternehmen und ganze Staaten, deren kritische Infrastruktur Dream mit seiner AI-basierten Lösung schützen will. Das „Cyber Language Model“ analysiere Bedrohungen in Echtzeit, erkenne potenzielle Sicherheitsrisiken und könne Cyberangriffe frühzeitig identifizieren und abwenden, heißt es vom Unternehmen.

„Viele Staaten stehen vor der Herausforderung, sich gegen eine immer größere Anzahl an immer komplexer werdenden Angriffen zu verteidigen, während ihre eigenen Systeme oft veraltet und unzureichend geschützt sind. Genau hier setzen wir mit Dream an: Wir entwickeln Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz, trainiert von den besten Hackern der Welt, die derartige Angriffe nicht nur frühzeitig erkennen können, sondern auch verhindern“, kommentiert Sebastian Kurz.

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zone14
© zone14 - (v.l.) Philip Obermüller, Teammanager des Wiener Sport-Club, Simon Schmiderer, Co-Founder zone14 und David Krapf-Günther, Sektionsleiter Wiener Sport-Club.

Ein 7:0 im Jahre 1958 gegen den damaligen italienischen Spitzenreiter Juventus Turin. Dreimal die österreichische Meisterschaft (1922, 1958 und 1959) und zweimal Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister (damaliges Pendant zur heutigen Champions League) – 1959 und 1960. Das sind die Erfolgsgeschichten des Hernalser Fußballvereins Wiener Sport-Club. Heute ist man nach drei Spieltagen ohne Punkteverlust Spitzenreiter der Regionalliga Ost, verfügt über ein modernisiertes Stadion im Westen von Wien und setzt nun im Sinne der Weiterentwicklung auf die Technologie von zone14 rund um Lukas Grömer, Simon Schmiderer und Tobias Gahleitner. Und intensiviert damit die seit Jahren bestehende Kooperation.

zone14-Technologie durch alle Teams

Damit sollen künftig alle Teams des WSC – Kampfmannschaft, Frauenmannschaft und Nachwuchs – von professionellen Insights durch Videoanalyse und Leistungsdaten profitieren.

„Der Wiener Sport-Club ist weit mehr als ein Fußballverein und gehört fest zur Wiener Sportkultur. Wir wollen nicht nur Weltklasse-Technologie bereitstellen, sondern gemeinsam jeden Tag daran arbeiten, mit Videos und Daten Trainer:innen und Spieler:innen im sportlichen Alltag bestmöglich zu unterstützen – von der Kampfmannschaft bis zum Nachwuchs“, sagt Schmiderer, Mitgründer und Co-CEO von zone14.

Über die Technologie hinaus verbindet beide Partner ein ähnliches Verständnis davon, wie sich Fußball weiterentwickeln soll. Während der Wiener Sport-Club seit Jahrzehnten für Weltoffenheit, Toleranz und soziale Verantwortung steht, verfolgt zone14 das Ziel, professionelle Fußball-Technologie auch außerhalb des Profifußballs zugänglich zu machen.

Langfristige Kooperation

Für den Wiener Verein ist die Zusammenarbeit bewusst langfristig angelegt. Videoanalyse und Leistungsdaten sollen künftig noch stärker Teil der sportlichen Arbeit werden und Trainer:innen sowie Spieler:innen bei der Spielvorbereitung, der Nachbereitung und individueller Entwicklung unterstützen.

Dabei erhält der Wiener Sport-Club Zugang zu automatisierter Videoanalyse, Laufdaten, Heatmaps und Insights über das Spiel. Trainer:innen sollen künftig konkrete Spielsituationen aufarbeiten, taktische Abläufe analysieren und relevante Szenen für die Vorbereitung nutzen können. Spieler:innen erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, ihre eigene Leistung objektiver zu beurteilen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen, so der Plan.

„Mit zone14 haben wir einen langfristigen und zukunftsorientierten Partner gefunden, der es uns ermöglicht, auf höchster Ebene zu agieren“, sagt Philip Obermüller, Teammanager des Wiener Sport-Club. „Zone14 bietet uns die Möglichkeit, Leistung objektiv zu bewerten und sich tagtäglich zu verbessern. Gleichzeitig ist auch die Betreuung rundherum auf höchstem Niveau und der persönliche Einsatz des gesamten zone14-Teams hervorragend. Dass wir dabei mit einem Wiener Unternehmen zusammenarbeiten, das von der Wirtschaftsagentur Wien gefördert wird, macht dies zu einer perfekten Partnerschaft für uns.“

Die Partnerschaft mit dem Wiener Sport-Club, die das Startup nun eingeht, ist nicht die erste dieser Art: 2024 konnte man etwa Rapid als Kunden gewinnen, 2021 die Austria bzw. 2025 die „Austria Wien“-Akademie.

Frauenmannschaft und Nachwuchs im zone14-Fokus

Wie erwähnt, werden auch die Frauenmannschaft und der Nachwuchs des Wiener Sport-Club im Rahmen der Partnerschaft mit der Technologie von zone14 arbeiten. Damit sollen Videoanalyse und Leistungsdaten auch in der Ausbildung junger Spieler:innen und in der sportlichen Weiterentwicklung aller Mannschaften eingesetzt werden.

Die Zusammenarbeit knüpft zugleich an das Engagement von zone14 für mehr Sichtbarkeit und Professionalisierung im Frauenfußball an. Mit der Initiative „Fokus: Frauen im Fußball“ und dem Event „Frauen im Fußball – The Talk“ setzt sich das Unternehmen aktiv für die Weiterentwicklung des Frauenfußballs ein.

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