02.06.2022

Dizzy Düse: Erfinder verhindert Todesfälle beim Duschen

Legionellen im Leitungswasser können auch heute zu Erkrankungen und sogar zu Todesfällen führen. Ein Luftfahrtexperte aus Niederösterreich hat deshalb die Dizzy Düse erfunden.
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Dizzy Düse, Duschen, Gefahr beim Duschen, Legionellen, legionärskrankheit, Lungenkrankheit
(c) Puls 4/Gerry Frank - Robert Aflenzer, Erfinder der Dizzy Düse.

Robert Aflenzer ist ein Erfinder und Gründer der Firma AR Watertec. Er weiß, dass feine Wassertröpfchen, die beim Duschen entstehen, Krankheiten wie die Legionärskrankheit und Schädigungen der Lunge auslösen können. Komme Covid dazu, so folgen dem Gründer nach oftmals schwere Verläufe. Laut der AGES gebe es jährlich rund 300 solcher Fälle in Österreich, wobei bis zu 15 Prozent davon tödlich enden würden. Deshalb hat er die Dizzy Düse erfunden.

In Europa liege die Zahl dieser Erkrankungen noch höher. Dies war für den Niederösterreicher der Anlass, um gegenzusteuern und eine Lösung zu suchen.

2019 Start der Dizzy Düse

2019 begann er mit der Entwicklung seiner Vorrichtung gegen Legionellen für den Sanitärbereich. Dabei galt es diverse Kriterien zu beachten: Die Vorrichtung sollte direkt in dem Brausekopf eingebaut sein, Nachhaltigkeit stand ebenso im Vordergrund wie die Umweltrelevanz. Es sollten weiters keine Chemie, Filtertechnik und bewegliche Teile zu Einsatz kommen. Nur mit dem vorhandenen Wasserdruck und ohne zusätzlichen Energieeintrag wollte er dafür sorgen, dass Legionellen (Gesamtkeimzahl< 1000) vernichtet werden.

Die Dizzy Düse kann heute als Schraubeinsatz (für den nachträglich Einbau zwischen Brausekopf-Zuleitung) sowie fix in den Brausekopf durch den Hersteller eingebaut werden.

Kooperation mit Labor Krems und MedUni

Getestet wurde die Erfindung in Zusammenarbeit mit WSB – Labor Krems. Dabei fokussierte man vorrangig auf die Wirkung gegen aerober mesophiler koloniebildender Einheiten im Wasser.

Neben der Düse arbeitet das Unternehmen an einer umweltfreundlichen Wasseraufbereitungstechnologie für Pools, sowie gemeinsam mit der MedUni an einer Reinstwasser-Aufbereitung für den medizinischen Sektor.


Mehr zur Dizzy Düse am Dienstag bei 2 Minuten 2 Millionen. Außerdem in der Show: Femitale.

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Proxima Fusion
© Screenshot.

Die Finanzierungsrunde wurde von XTX Ventures und East X Ventures angeführt, mit RWE und Google als strategische Investoren. Zudem schlossen sich KfW Capital, SPRIND und Burda Principal Investments der 411-Millionen-Runde an, neben wiederkehrenden Investoren wie Plural, UVC Partners, Balderton, Cherry Ventures, DST Global Partners, Brevan Howard Macro Venture, Lightspeed, DTCF, redalpine, Leitmotif, Elaia, CDP Venture Capital, Bayern Kapital und dem EIC Fund.

Proxima Fusion: Kapital für Alpha

Konkret konnte der deutsche Energiekonzern RWE wenige Monate nachdem jener eine Partnerschaftsvereinbarung mit Proxima über den Bau des ersten Stellarator-Fusionskraftwerks auf dem Gelände eines ehemaligen Kernspaltungskraftwerks im bayerischen Gundremmingen unterzeichnet hatte, als Investor gewonnen werden. Die Investition von Google indes unterstreiche „das anhaltende Interesse an der Kernfusion als potenzieller langfristiger Quelle für reichlich vorhandene, kohlenstofffreie und grundlastfähige Energie“, verlautbart das Unternehmen per offiziellem Statement.

Die Finanzierung soll nun den nötigen Rückhalt für den Bau von Alpha, Proximas Nettoenergie-Stellarator-Demonstrator in der Nähe von München, bieten. Alpha bilde die „entscheidende Brücke zwischen jahrzehntelanger Fusionsforschung und der kommerziellen Nutzung“, heißt es weiter.

Unter der Leitung von Proxima, in Partnerschaft mit dem Freistaat Bayern, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und RWE, soll das Projekt nun Schlüsseltechnologien validieren und die Entwicklung des weltweit ersten Fusionskraftwerks (Anfang der 30er Jahre) beschleunigen.

„Wettrennen mit den Vereinigten Staaten und China“

„Europa liefert sich ein Wettrennen mit den Vereinigten Staaten und China um das erste Fusionskraftwerk. Die Finanzierung von Proxima zeigt, dass Europa nicht nur bahnbrechende Technologien erfinden, sondern auch global wettbewerbsfähige Unternehmen darum herum aufbauen kann. Die Investoren erkennen sowohl die Dringlichkeit als auch die Chance dessen, was wir tun, und unterstützen uns dabei, ein Energietechnologieunternehmen von generationenübergreifender Bedeutung aufzubauen“, sagt Francesco Sciortino, Mitbegründer und CEO von Proxima Fusion. Somit hat sich Proxima in weniger als drei Jahren mehr als 650 Millionen Euro gesichert, darunter 95 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln.

Team soll wachsen

Mit dem frischen Kapital wird Proxima die Fertigstellung seiner Stellarator-Modellspule gezielt vorantreiben. Zu den weiteren Schwerpunkten zählen der Ausbau der HTS-Kabel- und Magnetproduktion (Hochtemperatursupraleiter) sowie die Weiterentwicklung der spezialisierten Konstruktions- und Fertigungssysteme. Um diese Ziele zu erreichen, wird das Münchner Unternehmen zudem sein Team personell deutlich verstärken.

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