04.07.2019

CALL: Europäische Digital Top 50 Awards

Seit 2016 werden beim Digital Top 50 Award (DT50) Europas beste Gründer ausgezeichnet. Nun haben Google, McKinsey, Freshfields und Rocket Internet die Bewerbungsphase für den diesjährigen Wettbewerb geöffnet. Die Preisverleihung findet auf der TechCrunch Disrupt Berlin am 12. Dezember 2019 statt, bei der auf die Sieger insgesamt 50.000 Euro Preisgeld warten.
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Digital Top 50 Award, Berlin, Techcrunch
(c) Rocket Internet SE/Screenshot - Die Bewerbungsphase für die Digital Top 50 Awards sind offen.

Die Bewerbungsphase des Digital Top 50 Award öffnet in fünf Kategorien: B2B, B2C, Early Stage und Social Tech. Die Preisverleihung steht unter der Schirmherrschaft von Carlos Moedas, EU-Kommissar für Innovation, und wird durch die strategischen Partner Freshfields, INSEAD, Ashoka und RWTH Aachen unterstützt.

+++ Startup Hydrogrid gewinnt Staatspreis Digitalisierung +++

Bewerbung bis 22. September

Bewerbungen können ab sofort hier eingereicht werden. Tech-Unternehmen aus EU- und EFTA-Ländern können sich bis zum 22. September 2019 in oben genannten Kategorien bewerben. Die Gründer werden von einer Jury aus Experten und Mentoren in den Bereichen Risikokapital, Gründung von digitalen Unternehmen und deren Skalierung bewertet.

Finale des Digital Top 50 Award bei TechCrunch Disrupt Berlin

Die Sieger in den Kategorien „Social Tech“und „Early Stage Startup“ dürfen sich über je 25.000 Euro Preisgeld freuen. Die Gewinner aller vier Kategorien erhalten zudem wertvolle Unterstützung in Form von professioneller, strukturierter Beratung und Coaching-Programmen, sowie Zugriff auf ein umfassendes Netzwerk wichtiger Branchenkontakte durch die Initiativpartner. Weiters erhalten die besten 50 Bewerber in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit, ihr Unternehmen im Rahmen der Startup-Konferenz TechCrunch Disrupt Berlin vom 11. bis 12. Dezember zu präsentieren, um mit Investoren ins Gespräch zu kommen.

Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Technologie-Ökosystems

„Die DT50s reichen über einen Gala-Abend weit hinaus. Die praxisnahe Beratung durch Experten aus weltweit erfolgreichen und renommierten Unternehmen ist enorm wertvoll. Und sie fördern die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten europäischen Technologie-Ökosystems“, sagt Konstantin Mehl, Gründer und CEO von „Kaia Health“ und Gewinner in der Kategorie „B2C Tech Startup 2018“.

Europas Unicorns von morgen

Ähnlich denkt Karel Dörner, Seniorpartner McKinsey Digital: „Um auf der Weltbühne wettbewerbsfähig zu sein, muss Europa Unternehmertum und Digitalisierung besser verstehen und unterstützen. Wettbewerb und Zusammenarbeit sind entscheidende Bestandteile eines florierenden Technologie Ökosystems“, sagt er: „Der Tech-Preis DT50 bietet einigen der kreativsten und talentiertesten Persönlichkeiten in Europa eine Plattform und soll die europäische Innovationsfähigkeit weiter stärken. McKinsey hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Technologieunternehmen auf dem Weg zu unterstützen, Europas Unicorns von morgen zu werden. Wir wollen unsere Expertise weitergeben und Europas Startup-Ökosystem mitgestalten“.


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Lagebold.one
© elements.envato - Beispielfoto.

Besonders in den letzten Sommerjahren häuften sich global Bilder von verheerenden Waldbränden und evakuierten Personen. Man las von Griechenland, den USA, Spanien, Frankreich oder Italien. Doch auch hierzulande waren Brände ein großes Thema. Die Landesfeuerwehrkommandanten aus der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Tirol haben am gestrigen Mittwoch in Wien Bilanz über die heurige Waldbrandsaison gezogen.

Lagebild.one: Joint Venture von DroneCorps und Joanneum Research

Laut Bundesfeuerwehrverband waren heuer österreichweit rund 55.000 Feuerwehrmitglieder bei etwa 3.500 Wald- und Vegetationsbränden im Einsatz. In der Steiermark zählte der Waldbrand in Eisbach-Rein zu den größten Einsätzen. Mehr als 2.600 Kräfte leisteten dort rund 26.000 Arbeitsstunden. Die Einsatzkosten lagen bei mehreren Millionen Euro.

In der Startup-Szene ist vor allem das Münchner Scaleup Ororatech bekannt, das von den beiden Österreichern Martin Langer und Thomas Grübler geführt wird. Es liefert mittels eigener Satellitenkonstellation erhobenen Waldbrand-Daten mittlerweile an Kunden auf der ganzen Welt.

Nun tritt Lagebild.one, ein österreichisches Technologieunternehmen und ein Joint Venture von DroneCorps — das im April mit drei Millionen Euro für 89 Prozent der Anteile eingestiegen ist — und Joanneum Research vor den Vorhang. Gegründet wurde es im Februar des heurigen Jahres. Das Unternehmen entwickelt ein bei Joanneum Research entstandenes Forschungsprojekt weiter und überführt die daraus hervorgegangenen Technologien schrittweise in eine Lösung für den Einsatz in der Praxis.

Start 2027

Im Zentrum steht eine herstellerunabhängige Plattform für die digitale Lageführung, die Integration von Drohnen sowie die KI-gestützte Unterstützung von Einsatzorganisationen. Daten und Informationen aus Drohnen, Sensoren, Kartenmaterial und von Einsatzkräften werden hierbei in einem gemeinsamen digitalen Lagebild zusammengeführt und für die operative Nutzung aufbereitet. Ab 2027 soll die Plattform Feuerwehren, Katastrophenschutz und andere Rettungs- und Einsatzorganisationen dabei unterstützen, schneller einen Überblick über komplexe Situationen zu erhalten.

Konkret können aus der Luft schwer zugängliche Gebiete erfasst werden. Live- und Wärmebilder an allen Leitständen und Einsatzstandorten sollen einen umfassenden Überblick über das Einsatzgebiet ermöglichen und dabei helfen, hartnäckige Brandherde oder Glutnester effizient zu bekämpfen.

Partner aus Spanien

Bezüglich der automatisierten Drohnenmissionen bringt das spanische Partnerunternehmen Drone Hopper seine Erfahrung bei der Entwicklung von Schwerlastdrohnen für die Waldbrandbekämpfung in das Projekt ein. Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts „Wildhopper“ wurde beispielsweise eine Drohnenplattform entwickelt, die bis zu 600 Liter Löschmittel transportieren und gezielt über Brandgebieten ausbringen kann.

Bei der Einbindung weiterer Drohnen-, Sensor- und Einsatzsysteme sei Lagebild.one herstellerunabhängig konzipiert und grundsätzlich offen für unterschiedliche Technologien und Anbieter, liest man per Aussendung.

„Unser Ziel ist es, bestehende Informationen und Systeme so miteinander zu verbinden, dass daraus ein tatsächlich nutzbares Lagebild entsteht“, erklärt Raffael Dreiher, Geschäftsführer der Lagebild.one GmbH. „Gerade in zeitkritischen Situationen kann es entscheidend sein, relevante Informationen schnell und übersichtlich dort zur Verfügung zu stellen, wo sie von den Einsatzkräften benötigt werden.“

Lagebild.one mit weiteren Use-Cases

Neben Waldbränden soll die Technologie künftig unter anderem auch bei Hochwasser, Suchaktionen sowie weiteren Katastrophen- und Großschadenslagen eingesetzt werden können.

„Wald- und Vegetationsbrände sind längst keine Herausforderung einzelner Regionen mehr. Auch in Europa werden extreme Wetterlagen und großflächige Brände zunehmend zu einem Thema für Einsatzorganisationen. Österreich verfügt über hervorragendes technologisches und wissenschaftliches Know-how. Mit Lagebild.one wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dieses Wissen in konkrete Lösungen zu übersetzen, die auch international eingesetzt werden können“, sagt Stephen Grimm, Geschäftsführer von DroneCorps.

Und Matthias Rüther von Joanneum Reserach ergänzt: „Auf Basis der bisherigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Joanneum Reserach entsteht gemeinsam mit Lagebild.one nun eine Lösung mit hohem Praxisbezug. Wir werden Anfang kommenden Jahres ein Produkt zur Verfügung haben, das insbesondere für die Bekämpfung von Waldbränden einen konkreten Mehrwert bietet und gleichzeitig das Potenzial für den internationalen Markt hat.“ Damit soll der Übergang von einem Forschungsprojekt hin zu einer praxistauglichen und skalierbaren Plattform gelingen.

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