06.07.2016

Jetzt bewerben: Evolution und Revolution beim Digital Business Trends Award

Bis 31. Juli kann man sich noch für den Digital Business Trend Award bewerben. Gesucht werden Innovationen in den Bereichen Medientechnik, Informationstechnologie und Kommunikationstechnologie. Zu gewinnen gibt es zwei Mal 4.000 Euro.
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(c) Digital Business Trends Award
kooperation

Schon vergangenes Jahr gab es den Digital Business Trends Award, nun geht er in die zweite Runde. Die Austria Presseagentur (APA) und die styria digital one prämieren innovative Lösungen aus den Bereichen Medientechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Teilnahmekriterien sind dabei bewusst offen: Vom Studenten bis zum etablierten Konzern kann jeder mitmachen. Gesucht werden innovative Konzepte, mit denen Werbeformen, Unternehmensprozesse, Geschäftsmodelle oder Kommunikation einfacher werden. Damit ist klar: Startups haben hier einen Startvorteil.

+++ Wie viel Kommunikationsarbeit braucht ein Startup? +++

„Evolution“ und „Revolution“ können gewinnen

Der Award wird in zwei Kategorien vergeben. In der Kategorie „Digital Business Evolution“ werden Konzepte prämiert, die vorhandene Technologien verbessern oder effizienter und günstiger machen. In der Kategorie „Digital Business Revolution“ geht es um disruptive Entwicklung: Gesucht werden Technologien, die die vorhandenen verdrängen und die Spielregeln am Markt und das Nutzungsverhalten damit verändern könnten. In beiden Kategorien winken den Siegern jeweils 4000 Euro und Medienpräsenz bei Styria und APA.

Auch Startups in der Anfangsphase haben eine Chance

Besonders reizvoll für Startups in der Anfangsphase: Die eingereichten Konzepte müssen zwar ausgearbeitet, aber noch nicht unbedingt fertig entwickelt sein. Das Preisgeld am Firmenkonto kann dann für den nächsten Schritt genutzt werden. Die Bewerbungsphase dauert noch bis 31. Juli. Der Award wird dann im Rahmen einer Show im Dezember vergeben. Mit der Angabe von ein paar Daten und einer detaillierten Beschreibung des Konzepts ist man im Rennen. Also jetzt bewerben – es gibt nicht zu verlieren!

⇒ Hier geht’s zur Beschreibung und zur Einreichung

+++ Dossier: Social Media +++

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Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019
Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019 (c) Daniela Matejschek

Interkontinentale Zugreisen einfach und nachhaltig zu ermöglichen, dafür wurde Traivelling vor gut fünf Jahren gegründet. Ursprünglich war das Unternehmen im B2C-Bereich tätig. Privatpersonen sollten ohne großartige Recherche weite Strecken mit dem Zug zurücklegen können. Zuletzt wollte man sich im B2B-Bereich verstärken, doch nun ist das Unternehmen insolvent. Ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien wurde eröffnet.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich“

Zuletzt arbeitete Traivelling daran, eine Softwareschnittstelle im B2B-Bereich anzubieten, über die Tickets weitervermittelt werden sollten. Das Wiener Startup hätte dafür monatliche Fees von B2B-Partnern und eine Provision von Bahnfirmen erhalten. Aus einer Aussendung des Kreditschutzverbands KSV1870 geht hervor, dass Traivelling dadurch Umsätze in einer Größenordnung generieren wollte, die für einen langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sein sollten. Im Endeffekt war laut KSV 1870 eben diese Softwareschnittstelle für die Nutzung durch Unternehmenskunden, also der B2B-Bereich, die Ursache für die Insolvenz.

Die Entwicklung dieser Schnittstelle konnte nämlich bis dato nicht fertiggestellt werden. Auch ein Rettungsversuch durch Verhandlungen mit Investoren scheiterte. „Es waren unüberbrückbare vertragliche Differenzen zwischen den Investoren und uns“, erklärt Geschäftsführer Elias Bohun, der die Namen der Investoren nicht nennen möchte.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich. Am Ende ist uns leider das Geld ausgegangen, obwohl wir jeden Tag Buchungen hatten. Wir hätten aber ein Vielfaches gebraucht“, sagt Bohun. Bereits gebuchte Tickets würden ihre Gültigkeit behalten. Das Unternehmen hatte zwei Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Kreditschutzverband 435.000 Euro, rund 200 Gläubiger seien betroffen. Die Zahl der Gläubiger sei so groß, weil Traivelling sich unter anderem mittels Crowdfunding finanzierte.

Crowdfunding und FFG-Förderung

Das Startup konnte im Jahr 2025 über eine Crowdfunding-Aktion 200.000 Euro einsammeln (brutkasten berichtete). Um diese Summe zu erreichen, habe es laut Geschäftsführer Elias Bohun nur zehn Tage gebraucht. Zusätzlich erhielt das Wiener Startup eine FFG-Basisförderung. Insgesamt konnten man eine Finanzierung in Höhe von rund 600.000 Euro aufstellen.

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