02.03.2021

Dietmar Wiesinger: Celum holt Kapsch CarrierCom-Vorstand als COO

Das oberösterreichische Marketing-Software-Unternehmen Celum holt sich mit Dietmar Wiesinger einen profilierten Top-Manager.
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Dietmar Wiesinger wird Celum-COO
Dietmar Wiesinger | © Karl Michalski

Als gebürtiger Oberösterreicher kehrt Dietmar Wiesinger nun in sein Heimatbundesland zurück. Zuletzt war er COO und Vorstandsmitglied bei Kapsch CarrierCom (Anm. die Sparte wurde zusammen mit Kapsch PublicTransportCom 2019 von Kapsch an S&T verkauft, behielt aber den Markennamen). Dort verantwortete er alle Global Sales Agenden, das Service- und Projekt Management sowie das Marketing in über 25 Ländern. Nun wird Wiesinger COO beim oberösterreichischen Marketing-Software Scaleup Celum.

Dietmar Wiesinger: Mehrere Stationen auf dem Weg zu Celum

Dort verstärkt er die Geschäftsleitung rund um Gründer und CEO Michael Kräftner und soll einen Beitrag zum aktuellen Wachstumskurs leisten. „Celum ist mit seiner einzigartigen Softwarelösung ein Top-Player mit einem immensen Potential auf dem globalen Markt von Marketing Technologien. Wir wollen gemeinsam die gestiegene Nachfrage bedienen und Marktanteile weiter ausbauen“, kommentiert Wiesinger. Einschlägige Berufserfahrungen hat der Manager nicht nur bei Kapsch CarrierCom, sondern zuvor schon beim Kommunikationskonzern T-Systems Austria, Microsoft Österreich und Playtech BGT Sports Ltd. gesammelt.

Erst kürzlich hat Celum mit Martina Sennebogen auch die Position des Head of Global Sales neu besetzt. Das 1999 gegründete Unternehmen ist ein weltweit führender Cloud-Software-Anbieter rund um Dateiverwaltung und transparente Zusammenarbeit von Marketing-Teams. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten an den drei Standorten Linz, Wien und München. Unter den mehr als 900 Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen sind etwa Lidl, Pernod Ricard, SCOTT Sports, CLAAS, 3M, Hipp, voestalpine oder die STO Gruppe.

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„Walter“ kann Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 kg heben © PORR/Jan Hrdý

Der Bauriese Porr testet auf einer Baustelle in Tschechien, wie weit sich das Mauern automatisieren lässt. Beim Wohnbauprojekt Kladno Living, rund 25 Kilometer westlich von Prag, setzt ein Roboter mit der Bezeichnung WLTR, intern „Walter“ genannt, tragende Wände und Wohnungstrennwände aus plangeschliffenen Akustikziegeln. Das Projekt umfasst fünf Gebäude mit 371 Wohnungen samt Garagenplätzen.

Im Testbetrieb hat das Unternehmen die Maschine bereits seit 2025. Sie hebt Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 Kilogramm und positioniert sie laut Aussendung millimetergenau auf Basis des digitalen Projektmodells. Zwei Personen bedienen den 2,5 Tonnen schweren Roboter, der auf eine Reichweite von 3,5 Metern kommt und mit 1,5 kW auskommt. Die angegebene Produktivität liegt bei 7,5 Quadratmetern pro Stunde, maximal sind zehn möglich.

Planung ab Tag eins

Entscheidend war aus Sicht des Konzerns, dass „Walter“ schon zu Projektstart eingeplant wurde. Robotik auf der Baustelle verlange eine enge Abstimmung zwischen Planung, Statik, Auftraggeber und Baustellenteam, dazu eine eigene Logistik und ausreichend Bewegungsfläche. Die aktuelle Gerätegeneration schafft nach Angaben des Unternehmens nicht nur lange gerade Wände, sondern auch Ecken und Wandöffnungen.

Der Roboter mauert auf der Baustelle des Projekts Kladno Living in Tschechien © PORR/Jan Hrdý

„Bauen ist und bleibt ein People Business. Unser Ziel ist es nicht, Menschen zu ersetzen, sondern unseren Mitarbeitenden Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen die besonders schweren Arbeiten erleichtern“, sagt Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. Der Roboter arbeite unter Aufsicht geschulter Fachkräfte, der größte Nutzen liege im Übernehmen der körperlich anspruchsvollsten Tätigkeiten.

Zentrale Robotik-Einheit

Koordiniert werden Automatisierungsprojekte gruppenweit über das Team Construction Automation & Robotics (CAR), das robotergestütztes Mauern neben BIM, digitalem Baumanagement und datenbasierten Lösungen verantwortet. Jeder Anwendungsfall entstehe aus einem konkreten Bedarf der Baustelle. Die Erfahrungen aus Kladno sollen in weitere Projekte einfließen, kündigt Dušan Čížek, Geschäftsführer von Porr Tschechien & Slowakei, an. Neu ist die Stoßrichtung nicht: Im brutkasten-Interview „Irgendwann wird der Kranfahrer eine IT-Fachkraft sein“ argumentierte Strauss bereits, dass Robotik das Berufsbild am Bau verschiebt, statt es abzuschaffen.

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