19.03.2022

Dieses Unternehmen verkauft über 100 Millionen Kugeln im Jahr – auch an die ESA

Die Kugelmacher dieser Welt sitzen in Wien Ottakring.
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(c) Kugel Pompel - Die Meister der Rundform sitzen in Wien.

In der Monarchie hatten heimische Lokomotiven ihre Endstationen am Balkan und in der Ukraine. Oft ergab es sich, dass die meisten Kugellager (zur Fixierung von Achsen und Wellen) am Ziel Gebrechen aufwiesen und unbrauchbar wurden. Ein Schlamassel. Denn, der Antransport der Ersatzteilkugellager war aufwändig und dauerte einige Wochen; mussten sie doch aus Österreich geliefert werden. Die Züge konnten klarer Weise in dieser Zeit nicht fahren. Hermann Pompel kam eines Tages auf die geniale Idee, statt der ganzen Lager bloß die leichter zu transportierenden Kugeln vor Ort zu tauschen. So begann die fast 100-jährige Geschichte des Kugel-Unternehmens Kugel Pompel.

(c) Kugel Pompel – Hermann Pompel, der Gründer von Kugel Pompel.

Während das Ottakringer Unternehmen lange Zeit als Zulieferer für die Industrie agierte, geschah etwas in den 50er Jahren. Es übernahm die Familie Formanek. Und änderte einiges.

Kugeln Teil des Alltags

Neben dem Verkauf technischer Präzisionskugeln machten die neuen Besitzer plötzlich andere Zielgruppen aus. In moderner Sprache gesagt, erweiterten sie ihr Geschäftsfeld b2c und beäugten plötzlich Bastler, Schulen, Theater und Schlossereien als neue Kunden. Man wuchs als Unternehmen.

Jahrzehnte später, es war mittlerweile 2017 der Zeitrechnung, übernahm Heinz Hartl die Geschäftsführung. Und war gleich begeistert vom Metier: „Kugeln sind eine spannende Gechichte“, sagt er. „Man merkt es nicht, aber sie kommen in jeder Lebenslage vor. In Kugelschreibern, im Zug, im Auto, beim Fahrrad, selbst Wasserhähne verfügen über ein Kugelventil. Die Einsatzzwecke sind schier unendlich.“

Kugel Pompel mit breitem Kundenstamm

Zwar nicht unendlich, aber dennoch bemerkenswert war der Absatz von Kugel Pompel im Jahr 2021. Da konnte das Unternehmen über 100 Millionen Kugeln verkaufen – den überwiegenden Teil davon an die Industrie. An Autohersteller bis hin zur Medizintechnik. Doch auch Lehrer, Physiker und Künstler zählten im Vorjahr zum Kundenstamm. „Die Laufkundschaft benötigt Kugeln für Atommodelle, zur Erklärung des Sonnensystems, für Skulpturen oder bei Möbelstücken als Accessoire“, erklärt Hartl, der von einem Umsatz von 1,5 Millionen Euro in diesen zwölf Monaten berichtet.

Zu den bekanntesten Kunden von Kugel Pompel gehört nicht, wie medial fälschlicherweise behauptet wird die NASA, sondern die europäische Weltraumagentur ESA. Jene benötigt Kugeln für den Bau ihrer Satelliten, erklärt Hartl.

Die Preisspanne dabei besteht je nach Kugel zwischen wenigen Cents und mehreren zehntausend Euro pro Stück. „Es kommt darauf an, welche Genauigkeit sie besitzen muss. Eine Kugel ist ja nie zur Gänze rund. Aber desto runder, desto teurer“, so der Geschäftsführer. „Auch das Material spielt eine Rolle. Oder die Verarbeitung. Es gibt Kugeln aus Silizium, Keramik oder Saphir, die in der höheren Preisklasse liegen. Wir entmagnetisieren, lackieren, vergolden oder polieren auch.“

Kugel Pompel-Onlineshop im Entstehen

Zu den nächsten Schritten des Kugel-Händlers, der einen Großteil seiner Kugeln aus aller Welt bezieht, hochwertige aber auch in Österreich produzieren lässt, gehört, das Produktspektrum zu erweitern. Und einen Onlineshop zu starten.

„Wir haben uns das Ziel gesetzt, dass jeder ‚Laie‘ einen Kugel kaufen kann. Auch Spezialkugeln. Da wollen wir Vorreiter bleiben und qualitative Kundenwünsche erfüllen“, so Hartl abschließend. Da Kugel Pompel über mehr als 3.000 Produkte verfügt, wird das digitale Katalogisieren noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. „Es ist natürlich sehr zeitaufwendig, aber wir planen den Onlineshop bis Ende des Sommers zu launchen.“

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Die Dotbite-Co-Founder Emir Selimovic und Christoph Sprenger leiten auch whoranks | (c) whoranks
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2024 von Dotbite-Co-Founder Emir Selimovic gemeinsam mit Storebox-Co-Founder Johannes Braith gestartet (brutkasten berichtete damals), ist aus dem Side-Project whoranks vergangenes Jahr eine FlexCo geworden. Anfang 2026 verkündete man einen Relaunch und ein sechsstelliges Investment. Nun folgte der Launch von „whoranks for Teams“.

whoranks: Performance analysieren

Die Plattform für messbare LinkedIn-Performance und Personal-Brand-Rankings richtet sich mit dem neuen Produkt erstmals gezielt an Unternehmen, die LinkedIn nicht länger nur als Social-Media-Kanal, sondern als strategischen Reichweiten-, Employer-Branding- und Sales-Kanal verstehen. Über whoranks for Teams können Unternehmen die LinkedIn-Performance ihrer Mitarbeiter:innen in einer gemeinsamen Ansicht analysieren, Personal Brands miteinander vergleichen, Watchlists erstellen und über Rollen- und Berechtigungsmodelle steuern, wer welche Daten sieht.

„In vielen Unternehmen entsteht die stärkste Reichweite längst nicht mehr nur über die Corporate Page, sondern über Menschen: Founder, Sales-Leader, Expertinnen, Führungskräfte oder Mitarbeitende, die konstant sichtbar sind. Genau diese Wirkung machen wir mit whoranks for Teams messbar“, sagt Emir Selimovic, Co-Founder von whoranks.

Side-by-Side-Vergleiche

Das neue Produkt bietet unter anderem Team Analytics, Side-by-Side-Vergleiche von Personal Brands, Watchlists für ausgewählte Gruppen sowie Rollen- und Rechteverwaltung. Damit sollen Unternehmen erkennen können, welche Personen tatsächlich Reichweite, Engagement und Wachstum erzeugen – und wo noch ungenutztes Potenzial liegt.

Parallel dazu öffnet whoranks zentrale Analysefunktionen für noch mehr Nutzer:innen: Performance Analytics sind ab sofort kostenlos in jedem Personal-Brand-Plan enthalten. User:innen können dadurch unter anderem verfolgen, wie sich ihr whoranks-Score über die Zeit entwickelt, wie sich Engagement-Qualität, Konsistenz und Wachstumsdynamik verändern und welche Faktoren die eigene Reichweite tatsächlich treiben. Damit möchte das Startup einen weiteren Schritt in Richtung seiner Mission setzen: LinkedIn-Performance transparenter, vergleichbarer und umsetzbar zu machen. Denn ein Score sei erst dann wirklich wertvoll, wenn Nutzer:innen verstehen, was ihn bewegt und wie sie ihre Personal Brand gezielt weiterentwickeln können.

whoranks-Ranking in Österreich & Deutschland

Zum Halbjahr zeigt auch das aktuelle „Juni-2026-Ranking Austria & Germany“ die gleiche Spitze: Mike Leber, Nana Janashia und Leila Gharani halten die Top 3 bereits den fünften Monat in Folge. Gleichzeitig zeigt das Ranking, wie eng das Feld dahinter ist: Neu in den österreichischen Top 10 ist unter anderem Sebastian Kurz, der im Juni auf Platz 5 eingestiegen ist.

In Deutschland hingegen kam wieder Bewegung in das Ranking der reichweitenstärksten LinkedIn-Persönlichkeiten. Bundeskanzler Friedrich Merz stieg neu auf Platz drei ein. Florian Palatini kehrt auf Rang sechs zurück und verfügt mit 704.751 Follower über die größte Community innerhalb der gesamten Top 10. Ebenfalls deutlich verbessern konnte sich Thomas Müller, der auf Platz zwei vorrückte. An der Spitze blieb weiterhin Carsten Maschmeyer, der seine Führungsposition behauptet und seinen Vorsprung auf einen Indexwert von 8,4 ausbaut.

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