26.07.2023

Diese neuen KI-Features plant Spotify

Spotify möchte mehr auf Personalisierung und Kontextualisierung setzen. Dabei soll Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen.
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Tech-Titans - Spotify-Gründerstory kommt als Netflix-serie
(c) spotify: Spotify-Co-Founder und CEO Daniel Ek

Der Streaming-Anbieter Spotify nutzt Künstliche Intelligenz bereits auf verschiedene Weisen. Unter anderem wurde dieses Jahr ein neues DJ-Feature eingeführt, wie brutkasten berichtete. Dieses erstellt anhand von den jeweiligen Hörgewohnheiten Mixes. Ähnlich wie im Radio, wird die Musik mit Fakten und Kommentaren versehen.

Laut TechCrunch, könnten bald weitere KI-gestützte Features eingeführt werden. Demnach hat Spotify-CEO Daniel Ek bei der Besprechung der Quartalszahlen entsprechende Andeutungen gemacht. Bei den DJ-Funktionen habe man starke Kundeninteraktionen verzeichnet. Dies spreche dafür, Inhalte auf der gesamten Plattform zu personalisieren und kontextualisieren.

Podcasts und Werbung auf Spotify

Eine Möglichkeiten sei die Zusammenfassung von Podcasts, die durch generative KI erstellt wird. So könnte der Einstieg bei neuen Podcasts für Hörer:innen vereinfacht werden. Ek denkt, dass dies zu einem stärkerem Engagement und Wachstum für die Creator führen könnte.

Weiters könnte KI Audio-Werbung anfertigen. Dies spare den Werbetreibenden Kosten und könnte die Werbespots zudem diversifizieren. Statt einer Anzeige könnte man tausende haben und diese über Spotify testen.

Eigenes KI-Sprachsystem

Die Streaming-Plattform scheint auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz sehr bestrebt zu sein. Im Februar wurde ein Patent für ein eigenes Text-to-Speech-System eingereicht. Dieses soll Text in menschenähnliche Sprache umsetzen und dabei auch Emotionen und Intentionen berücksichtigen. Wut, Freude, Trauer, Sarkasmus, aber auch Flüstern, Schreien, Akzente sollen statt dem sonst typisch-monotonen Ausdruck möglich sein. Dies könnte nicht nur dem DJ-Feature zugute kommen, sondern auch KI-produzierte Hörbücher ermöglichen.

Zudem hat Spotify vergangenes Jahr das Londoner Startup Sonantic übernommen, das sich der realistisch-humanklingenden Umwandlung von Text zu Stimme widmete. Diese Funktion kommt auch dem DJ-Feature zugute, das bisher in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich und Irland verfügbar ist.

Aktuell schreibt der Streaming-Anbieter positive Zahlen: 220 Millionen Menschen weltweit zahlen für das Abonnement, eine jährliche Steigerung von 17 Prozent. Ob die Anhebung der Abogebühren sich negativ auswirken könnte, wird sich allerdings noch zeigen.

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Nemja Klincov und seine Frau stehen in einem Frühstücksraum, beide halten ein Kind auf dem Arm.
Familienvater Nemanja Klincov entwickelt Plappi aus familiären Gründen. (c) Nemanja Klincov

Die Idee für Plappi, die KI-gestützte Sprachhilfe für Kinder, kommt dem Wiener Nemanja Klincov im Alltag. „Ich habe zwei Kinder und möchte ihnen meine Muttersprache Serbisch beibringen, meine Frau spricht Deutsch mit ihnen. Als Vater, Ehemann und Unternehmer kommt die Zeit allerdings oft zu kurz und ich merke, wie die Sprachbildung bei den Kindern leidet. Plappi entstand aus genau dieser Frustration. Nicht um mich zu ersetzen, sondern um die Zeit dazwischen zu nutzen. Damit mein Kind auch dann meine Sprache hört und übt, wenn ich gerade nicht kann.“

Klincov ist in der Gründerszene nicht neu. Durch sein erstes Startup BReact (brutkasten berichtete) erhält der Founder die KI-Expertise, die er für Plappi benötigt: „Wir haben diese ganze Expertise, zur KI und auch zur Datensicherheit, in den letzten fünf Jahren aufgebaut. Alles, was wir über BReact lernen, ist ein Grundbaustein für Plappi.  Für uns ist es extrem wichtig, dass keine Daten abfließen können und kein KI-Training betrieben wird.“

Eltern legen die Themen selbst fest

Wenn man ein Plappi-Gerät bekommt, kann man als Elternteil über eine App Lehrpläne und Themen festlegen. „Man kann beispielsweise den Namen des Lieblingstiers angeben, den Namen der besten Freunde, was im Alltag passiert, und man kann Plappi auch auf Themen sensibilisieren oder Wörter eingeben, die gelernt werden sollen. Das Gerät orientiert sich dann an dem, was die Eltern vorgegeben haben, und fordert die Kinder auch aktiv auf, zu antworten. Wir haben kein anderes Spielzeug gefunden, das Kinder proaktiv auffordert zu kommunizieren“, so Klincov.

„100 Prozent Made in Europe“

Für den Vater steht vor allem eines im Vordergrund: Der Datenschutz der Kinder. „Unser oberstes Gebot ist, ausschließlich Offline-KI-Modelle zu benutzen. Was die Kinder sagen, wird nicht für Werbung oder KI-Training genutzt. Wir haben uns auch angesehen, welches Rechenzentrum in Europa keinen amerikanischen oder chinesischen Gesellschafter dabeihat, damit alles 100 Prozent Made in Europe ist. Ich will als Vater auch nicht, dass die Daten meiner Kinder an amerikanische Konzerne abfließen“, erklärt der Founder.

Welches KI-Modell am geeignetsten ist, will Klincov gemeinsam mit 100 Eltern noch testen. Warum der Founder sich sicher ist, dass Kinder überhaupt mit KI-Spielzeugen interagieren sollten, erzählt er im Interview: „An Silvester waren wir bei Freunden. Als ich gesehen habe, wie sechs kleine Kinder von zwei bis fünf Jahren mit einer Alexa gesprochen und interagiert haben, war für mich klar: Das wird funktionieren, auch ohne Display oder Screen.“

Plappi soll es in dieser Ausführung für Kinder und ein anderes Modell für Jugendliche geben. (c) Plappi

Bereits 120 Menschen auf der Warteliste

Wenn Plappi auf den Markt kommt, soll es 90 Euro kosten und auf einem Abomodell für 9,90 Euro pro Monat basieren. Die Lernenden bekommen dann jeden Monat neue Lehrpläne erstellt, „denn Plappi versteht ja, welche Vokabeln die Kinder schon können und welche Wörter gut gelernt worden sind. Und deshalb ist es notwendig, dass es ein Abomodell ist, weil diese Lehrpläne angepasst werden. Und je nach Alter und Kind wird es dann mitwachsen“.

Klincov wartet zurzeit auf Förderungsgenehmigungen, für 2027 sei der Markteintritt geplant. Auf der Warteliste stehen derzeit 120 Menschen. Eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter wird am 24. Juni gelauncht.

Zukunftspläne

„Mein Wunsch ist wirklich, dass meine Kinder fließend meine Sprache sprechen können. Ich hoffe, dass Plappi eines Tages ein Must-have in jedem Haushalt mit Kindern ist. Wir sehen einfach ein Riesenmarktpotenzial, wenn allein schon wegen des Unterrichtsfachs Englisch 95 Prozent der Kinder zur Zielgruppe werden“, blickt der Founder in die Zukunft. Das Ziel sei, dass auf lange Sicht nicht nur Kinder mit Migrationsbiografie Plappi nutzen. 

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