03.07.2023

Die Tech-Enabler: Schwertberger Startup Pocketshop unterstützt bei Kundenbindung

Das oberösterreichische Startup Pocketshop hat eine eigene digitale Kundenbindungs-App-Lösung ins Leben gerufen, die es Unternehmen ermöglichen soll, Kund:innen auch außerhalb des Betriebs einfach zu erreichen. Inklusive "digitalem Showroom" für Produktpräsentation.
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(c) Pocketshop - Das Pocketshop-Team rund um Florian Knoll.

Florian Knoll entwickelt seit mehr als 15 Jahren Apps. Die Idee zu seinem Startup Pocketshop kam ihm, weil die Individualsoftware-Entwicklung viel Zeit und somit auch Geld kostet und zudem eine eigene Lösung für viele Unternehmen einfach nicht umsetzbar ist. Mit seiner App will er daher, kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen, nicht auf aktuelle Technologien verzichten zu müssen.

Pocketshop: „Technologie für alle zugänglich machen“

„Genau hier wollen wir mit Pocketshop ansetzen. Wir wollen Technologie für alle zugänglich machen. Pocketshop wurde daher von Grund auf für eine einfache Wiederverwendung konzipiert. Dies ermöglicht einen geringen Preis und erlaubt somit auch kleineren Unternehmen, State-of-the-art-Technologien in ihrem Betrieb zu etablieren“, erklärt er.

Die App wurde in den letzten Jahren in Eigenregie von Knoll entwickelt, erhält aber aktuell Unterstützung von einem kleinen Team, sowie externen Dienstleistern, um Pocketshop nun großflächig am Markt zu etablieren. Bisher wurde bis dato alles zu 100 Prozent aus Eigenmittel finanziert. Für die bevorstehende Internationalisierung möchte man sich aber Investoren ins Boot holen, die die Philosophie der Firma teilen.

Kund:innen-Kontakt

Für Knoll bietet eine eigene App Unternehmen eine effektive Möglichkeit, um Kund:innen gezielt auch außerhalb des Unternehmens zu erreichen. Dort können mittels automatisierten Versand via Push-Benachrichtigungen, E-Mail oder SMS Zielpersonen auf verschiedenen Kanälen über Neuigkeiten, Produkte oder Veranstaltungen informiert werden.

Ein digitaler Schauraum ermögliche zudem in Kombination mit interaktiven Schaufenstern „ganz neue Möglichkeiten für ein außergewöhnliches Shopping-Vergnügen“. Solch ein Kundenerlebnis schaffe zusätzlich zum integrierten Treueprogramm eine besondere Verbindung zum Unternehmen, binde den Kunden langfristig und steigere somit auch die Umsätze.

„Unsere Problemlösung besteht darin, Unternehmen dabei zu helfen, mit minimalem Aufwand maximale Ergebnisse zu erzielen. Insbesondere in Zeiten von Personalengpässen ermöglicht eine eigene App dem Unternehmen, Kundenfragen durch Chatbots schnell zu beantworten, bzw. den Bestell- und Zahlungsprozess einfach zu gestalten“, sagt Knoll. „Durch Transparenz zwischen Kunden und Unternehmen soll das Vertrauen zur Marke verstärkt werden. Unser USP besteht somit in der Kombination von Kundenbindung, Vertrauensaufbau, sowie Effizienz- und Umsatzsteigerung von Unternehmen.“

Pocketshop gegen Personalengpass

Pocketshop hat nach einjährigem Pilotbetrieb seine Bindungslösung bei Kund:innen wie z.B. die Grieskirchner Brauerei, die Neudorfer Bäckerei, das Weingut Wandl, Buddha Bowls oder Bio-Hörandhof etabliert. „Derzeit haben bereits mehrere tausend Nutzer unsere digitalen Dienste in Anspruch genommen, und täglich kommen neue dazu“ präzisiert Knoll.

Zu den nächsten Zielen von Pocketshop gehört es, weitere Unternehmen für die Kundenbindungslösung zu begeistern: „Wir wollen kontinuierlich dabei unterstützen, ihre Kunden zu binden. Und Unternehmen und Gastronomie helfen, ihre Kunden zu erreichen. Zusätzlich wollen wir dabei unterstützen den nächsten digitalen Schritt zu gehen – Marketing Automatisierung, Chatbot etc. – um dem aktuellen Personalengpass entgegenzusteuern. Unser persönliches Ziel ist es, die Anzahl an Neukunden jährlich zu verdoppeln. Vor allem durch die Erschließung internationaler Märkte erwarten wir uns weiteres Wachstum.“

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(c) Ruiz Cruz
(c) Ruiz Cruz

Zwei Tage lang haben die Entrepreneurship-Verantwortlichen der österreichischen Hochschulen am 13. und 14. Oktober an der Universität Wien und der WU Wien darüber beraten, wie Ausgründungen aus der Wissenschaft leichter gelingen können. Das Entrepreneurship Center Network (ECN), das inzwischen 36 Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet, hat rund um seine sechste Konferenz auch neue Zahlen veröffentlicht: 2025 wurden 530 studentische Startups und akademische Spinoffs an den Partnerhochschulen betreut, ein Jahr davor waren es 457.

Strategiearbeit im Fokus

Auch die Konferenz selbst ist gewachsen. „Als wir 2021 die erste ECN-Konferenz hier in Wien organisiert haben, hatten wir so 25 bis 30 Teilnehmer, und heuer waren über 80 Teilnehmende dabei”, sagt Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Center und Gründer des Netzwerks, im brutkasten-Talk. Statt Keynotes und Workshops gab es heuer Strategiearbeit: In Kleingruppen wurden zuerst die größten Probleme bei Ausgründungen gesammelt, dann ein Wunschzustand formuliert und daraus Maßnahmen abgeleitet.

(c) Ruiz Cruz

Mehr Role Models?

Diskutiert wurde dabei auch, wen das Thema überhaupt erreicht. Sara Matt, Leiterin der Transferstelle Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Innsbruck, sieht die bisherigen Role Models fast ausschließlich im MINT-Bereich. „Ganz viele helle Köpfe kommen nicht aus der Technik, sondern aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die muss man auch abholen.“ Und nicht jede Person mit unternehmerischen Fähigkeiten müsse ein eigenes Unternehmen gründen: „Die könnten zum Beispiel Betriebsnachfolgen übernehmen oder in bestehenden Unternehmen Innovation vorantreiben.”

Im Rahmen der Konferenz wurde – in Anwesenheit von Sektionschef Elmar Pichl aus dem BMFWF – auch der neue Ausgründungsrahmen für diese sog. SHAPE-Disziplinen vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy, also für Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Künste. Dieser Rahmen ergänzt den 2024 erarbeiteten Ausgründungsrahmen für den technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Frage des Budgets?

Die Ergebnisse der Konferenz treffen auf einen schwierigen Moment. Wie sich das Universitätsbudget in den nächsten Jahren entwickelt, ist offen, mehr Geld wird es nach Einschätzung von Dömötör wohl nicht geben. Die Frage sei, wo gespart werde: bei etablierten Bereichen oder im Transfer, „der noch nicht so etabliert ist und auch keine starke Lobby in Budgetdiskussionen hat”. Das Budget sei deshalb ein Leitmotiv der Konferenz gewesen: „Was können wir tun, um dieses weiterhin zwar größer werdende, aber immer noch zarte Pflänzlein, das in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden ist, zu schützen?”

(c) Ruiz Cruz

Matt beobachtet die Folgen bereits. An einigen Universitäten sei das Personal im Transferbereich zurückgefahren worden. „Das finde ich einen falschen Ansatz, weil gerade jetzt müssen wir darauf achten, Innovation voranzutreiben.” Dass überall gespart werden müsse, sehe sie ein, „aber für die langfristige Sicht eines Wirtschaftsstandortes ist es nicht die richtige Entscheidung, an der Innovation zu sparen”.

Konkret bedauert Matt, dass es im Herbst keine Fellowship-Ausschreibung gab. Eine Handvoll Forscher:innen an ihrer Universität hätte gerne eingereicht. Wenn man in dieser Situation doch die akademische Karriere wähle, sei das nachvollziehbar, weil man es sich auf dem Weg dorthin kaum leisten könne, ein paar Jahre für einen unternehmerischen Versuch liegen zu lassen. Eine bei der Konferenz diskutierte Maßnahme sei deshalb ein Forschungsfreisemester, „damit diese Entscheidung nicht so früh fallen muss: Unternehmertum oder Forscherkarriere”.

Gründen soll in der akademischen Laufbahn zählen

Genau an diesem Punkt setzt der Maßnahmenplan an, den das ECN aus der Konferenz ableitet und Ende des Jahres veröffentlichen will. Gründen soll ein gleichwertiger Karriereweg werden, der auch in der akademischen Laufbahn anerkannt wird. „Kulturwandel bedarf auch der entsprechenden Incentives”, sagt Dömötör. „Wie wird es von meiner Uni gewürdigt, wenn ich gründe? Werde ich nur für die traditionellen Kernaufgaben einer Universität belohnt, Forschung und Lehre, oder wird auch die Third Mission stärker berücksichtigt?” In den letzten Jahren habe es eine positive Entwicklung gegeben, „aber da ist immer noch Luft”.

Der zweite Kernpunkt richtet sich an den Gesetzgeber: Das ECN fordert einen klaren Rechtsrahmen für Ausgründungen im Universitätsgesetz (UG) und im Fachhochschulgesetz (FHG). Dazu kommen österreichweite Standards für IP und Beteiligungen sowie Entrepreneurship Education für alle Studierenden. Die Details sollen im Plan Ende des Jahres folgen.

Verbündete in der Politik?

Unterstützung erhofft sich das ECN aus der Politik. Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, stellte sich bei einem Kamingespräch den Fragen der Community. Für Dömötör „ein sehr wertschätzendes Signal”. Man nehme aus dem Gespräch mit, „in ihr eine Verbündete zu haben”. Für die Änderungen an UG und FHG, die das ECN anstrebt, ist allerdings nicht ihr Ressort zuständig, sondern das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

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Die Tech-Enabler: Schwertberger Startup Pocketshop unterstützt bei Kundenbindung

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Die gesellschaftspolitischen Auswirkungen dieses Artikels betreffen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. Indem sie Zugang zu bezahlbaren Technologien und digitalen Lösungen erhalten, werden sie in die Lage versetzt, mit größerem Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit zu agieren. Dies kann zur Stärkung der Wirtschaft beitragen, indem es Unternehmen ermöglicht, Kundenbindung zu verbessern, Kundenerlebnisse zu optimieren und Umsätze zu steigern. Darüber hinaus wird betont, dass Pocketshop auch bei Personalengpässen helfen kann, indem es Prozesse automatisiert und die Effizienz erhöht. Insgesamt trägt die Förderung von Innovation und digitaler Transformation zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung bei und kann auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führen.

Die Tech-Enabler: Schwertberger Startup Pocketshop unterstützt bei Kundenbindung

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

In diesem Artikel wird über das österreichische Startup Pocketshop berichtet, das kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen möchte, aktuelle Technologien in ihrem Betrieb zu nutzen, ohne hohe Kosten und Aufwand für Individualsoftware-Entwicklung. Pocketshop bietet eine eigene App an, die Unternehmen dabei unterstützt, Kund:innen außerhalb des Unternehmens zu erreichen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Durch automatisierten Versand von Informationen und interaktive Schaufenster sollen Kunden langfristig an das Unternehmen gebunden und die Umsätze gesteigert werden. Das Unternehmen plant, sich international zu expandieren und neue Kund:innen zu gewinnen, um weiter zu wachsen. Dieses innovative Konzept hat das Potenzial, die wirtschaftliche Situation von kleinen und mittleren Unternehmen zu verbessern, indem es ihnen ermöglicht, technologische Fortschritte zu nutzen und effektive Kundenbindung zu betreiben.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in ist es wichtig, über aktuelle Technologien und Trends informiert zu sein, um innovative Lösungen entwickeln und umsetzen zu können. Der Artikel über das Startup Pocketshop bietet Einblicke in eine App, die kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen soll, aktuelle Technologien für ihre Kundenbindung zu nutzen. Durch die Nutzung von Push-Benachrichtigungen, interaktiven Schaufenstern und anderen Funktionen soll die App ein außergewöhnliches Kundenerlebnis schaffen und gleichzeitig die Effizienz und Umsätze der Unternehmen steigern. Dieser Artikel könnte für einen Innovationsmanager:in interessant sein, um neue Ansätze und Ideen für die Kundenbindung und den Einsatz von Technologie in Unternehmen zu entdecken.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Dieser Artikel könnte für Sie als Investor:in relevant sein, da er über das Start-up Pocketshop berichtet, das Technologielösungen für kleine und mittlere Unternehmen anbietet. Die App von Pocketshop ermöglicht es Unternehmen, Kunden gezielt außerhalb des Unternehmens zu erreichen, beispielsweise mit automatisierten Benachrichtigungen über Neuigkeiten oder Produkte. Das Unternehmen plant, sich international zu erweitern und sucht Investoren, die ihre Philosophie teilen. Durch die Kombination von Kundenbindung, Vertrauensaufbau und Effizienzsteigerung könnte Pocketshop in einem personalgeplagten Markt hohes Wachstumspotenzial haben.

Die Tech-Enabler: Schwertberger Startup Pocketshop unterstützt bei Kundenbindung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in kann der Inhalt dieses Artikels für dich relevant sein, da er von einem Startup berichtet, das kleinen und mittleren Unternehmen dabei hilft, moderne Technologien zu nutzen, um Kundenbindung und Umsätze zu steigern. Dieses Unternehmen könnte auch für politische Entscheidungen und Initiativen im Bereich der Digitalisierung und Unterstützung von kleinen Unternehmen von Interesse sein. Es könnte dir auch als Beispiel dienen, um zu zeigen, wie innovative Technologien dazu beitragen können, die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Tech-Enabler: Schwertberger Startup Pocketshop unterstützt bei Kundenbindung

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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Das Bigger Picture dieses Artikels ist, dass das österreichische Startup Pocketshop kleinen und mittleren Unternehmen dabei hilft, moderne Technologien für ihre Kundenbindung einzusetzen. Mit ihrer App ermöglichen sie es Unternehmen, effektiv mit ihren Kunden außerhalb des Geschäfts in Kontakt zu treten und sie über Neuigkeiten, Produkte und Veranstaltungen zu informieren. Durch die Kombination von innovativen Lösungen wie interaktiven Schaufenstern, Treueprogrammen und der Integration von Chatbots erleichtert Pocketshop Unternehmen den Bestell- und Zahlungsprozess, fördert das Vertrauen der Kunden in die Marke und steigert letztendlich die Umsätze. Mit dem Ziel, weitere Unternehmen zu begeistern und das Wachstum voranzutreiben, strebt Pocketshop die Erschließung internationaler Märkte an.

Die Tech-Enabler: Schwertberger Startup Pocketshop unterstützt bei Kundenbindung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Florian Knoll

Die Tech-Enabler: Schwertberger Startup Pocketshop unterstützt bei Kundenbindung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Schwertberger Startup Pocketshop
  • Grieskirchner Brauerei
  • Neudorfer Bäckerei
  • Weingut Wandl
  • Buddha Bowls
  • Bio-Hörandhof

Die Tech-Enabler: Schwertberger Startup Pocketshop unterstützt bei Kundenbindung