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„Das ist wahrscheinlich die schwerste Entscheidung, die ich bisher treffen musste“, schreibt Moritz Lechner in einem LinkedIn-Posting, das er am Donnerstagmorgen veröffentlichte. Er zieht sich als CEO von New Fluence zurück. Mit seinem Rücktritt endet ein weiteres Kapitel in der Gründerlaufbahn des jungen Österreichers.
Millionenexit nach drei Jahren
Lechner gründete 2017 im Alter von nur 14 Jahren „aus dem Kinderzimmer heraus“ das Startup Freebiebox und wurde damit zum jüngsten Gründer Österreichs. Vier Jahre später folgte gemeinsam mit Co-Founder Chris Pollak ein Pivot: Aus Freebiebox wurde New Fluence, ein Unternehmen, das sich auf die automatisierte Abwicklung von Micro-Influencer-Marketingkampagnen spezialisierte (brutkasten berichtete).
Drei Jahre nach dem Start gelang den beiden Gründern der Exit. New Fluence wurde an die internationale Agenturgruppe 1SP Agency mit Hauptsitz in Hamburg verkauft. Der Kaufpreis lag im Millionenbereich (brutkasten berichtete). Zum Zeitpunkt der Übernahme beschäftigte das Unternehmen rund 50 Mitarbeiter:innen, zählte Marken wie Coca-Cola, Beiersdorf, C&A oder Waterdrop zu seinen Kunden und erwirtschaftete ein siebenstelliges EBIT.
Persönliches Wachstum
Damals blieben Lechner und Pollak operativ an Bord. „Wir wollen beide Gas geben und die nächsten Wachstumsschritte gemeinsam mit dem neuen Partner gehen“, sagte Lechner zu diesem Zeitpunkt noch im brutkasten-Talk.
„Dieses Unternehmen bedeutet mir weit mehr, als ich jemals in einem LinkedIn-Post beschreiben könnte. Es war im Grunde mein ganzes Leben während meiner gesamten Teenagerzeit“, blickt Lechner zurück.
„Klingt wie ein Traum, oder? Jung anfangen. Schnell wachsen. Die eigene Firma verkaufen. Geld verdienen“, heißt es weiter. Doch irgendwann komme der Punkt, an dem man sich frage: „Was gibt es jetzt noch zu tun?“
Reise geht nach San Francisco
Lechner beschreibt seinen Entschluss als inneren Drang nach einem erneuten Neuanfang. „Ich wusste immer, dass es einen Punkt geben würde, an dem ich den Drang verspüre, noch einmal ganz von vorn anzufangen. Um mir selbst zu beweisen, dass ich etwas noch Größeres aufbauen kann. Etwas, das das Leben von Millionen von Menschen wirklich verändert“, schreibt er.
Konkrete Details zu seinen nächsten Plänen verrät Lechner derzeit noch nicht. Der einzige Hinweis, den er gibt, ist folgender: „Ihr werdet mich wahrscheinlich in Zukunft viel öfter an einem magischen Ort namens San Francisco sehen.“ Sein Posting schließt er mit den Worten: „Neuanfänge sind schwer. Aber manchmal muss man etwas loslassen, das man liebt, um weiterzukommen.“
Robert Großekathöfer neu in der Geschäftsführung
Moritz Lechner bleibt New Fluence dennoch verbunden. Künftig wird er als Advisor im Hintergrund tätig sein und beim Aufbau des Sales-Teams unterstützen. Die operative Führung übernehmen Co-Founder Chris Pollak und Robert Großekathöfer.
Großekathöfer ist laut LinkedIn-Profil seit Oktober 2025 als Chief Commercial Officer (CCO) Teil der Geschäftsführung von New Fluence. Zuvor war er seit 2021 beim digitalen Logistikunternehmen Schüttflix tätig, zuletzt rund eineinhalb Jahre lang als Geschäftsführer.




