25.06.2025
POPTOP

Deutsche Fußballlegende investiert in NÖ-Kindermöbel-Startup

Das niederösterreichische Startup poptop hat eine siebenstellige Finanzierungsrunde abgeschlossen und sich dabei prominente Unterstützung gesichert. Unter den Investoren befindet sich nämlich ein deutscher Profifußballer.
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Die beiden woom-Gründer Christian Bezdeka (l.) und Marcus Ihlenfeld (r.) mit dem ehemaligen Gurkerl-Manager John Brady (m.) widmen sich nun Kinderschreibtischen (c) Stephan Doleschal
Die beiden woom-Gründer Christian Bezdeka (l.) und Marcus Ihlenfeld (r.) mit dem ehemaligen Gurkerl-Manager John Brady (m.). | © Stephan Doleschal

Wie überzeugt man eine Fußballikone von der eigenen Geschäftsidee? Diese Frage dürften die Gründer von poptop inzwischen beantworten können. Sie selbst sind auch keine Unbekannten in der Startup-Szene: Hinter dem Unternehmen stehen die woom-Gründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka sowie der frühere Gurkerl-Manager John Brady. Gemeinsam gründeten sie 2023 das auf Kindermöbel spezialisierte Startup.

400 Prozent Wachstum im ersten Jahr

Die Idee scheint zu zünden: Innerhalb des ersten Jahres verzeichnete poptop ein Umsatzwachstum von über 400 Prozent. Nun folgt ein Investment in niedriger siebenstelliger Höhe und mit prominenter Beteiligung.

„Das Investment ist eine klare Bestätigung unserer Vision, den europäischen Kindermöbelmarkt zu revolutionieren“, heißt es in der offiziellen Presseaussendung des Unternehmens. Insgesamt vier Investor:innen beteiligen sich an der Finanzierungsrunde – einer davon: der deutsche Fußballstar Thomas Müller. Weitere Namen werden nicht genannt. Das frische Kapital sei nicht nur Ausdruck des großen Marktpotenzials, sondern auch ein Vertrauensvotum für das erfahrene Gründerteam, so das Startup.

Thomas Müller zu seiner Beteiligung: „poptop denkt Kindermöbel neu – mit Stil, Funktion und Verantwortung. Die glücklichen Kunden, der riesige Markt und das starke Team sprechen für sich. Hier kann was richtig Großes entstehen und ich freu mich sehr, dabei zu sein.“

v.l.n.r. John Brady, Christian Bezdeka, Marcus Ihlenfeld, Thomas Müller | © Kerstin Keysers

„Echte Entfaltungsmöglichkeiten“

Das in Traiskirchen ansässige Startup hat sich auf ergonomische, mitwachsende Kinderschreibtische spezialisiert. Statt Elektronik kommen dabei Gummischnüre zum Einsatz – ein eigens entwickelter und patentierter Mechanismus. Mit einem kürzlich gelaunchten Kinderschreibtischstuhl erweitert poptop sein Sortiment Schritt für Schritt.

Das Ziel ist klar: poptop möchte sich langfristig als Komplettanbieter für moderne, funktionale Kinderzimmermöbel etablieren. Weitere Produkte sind bereits in Planung. Man wolle Räume schaffen, „die Kindern echte Entfaltungsmöglichkeiten bieten“, so das Unternehmen.

Co-Founder Marcus Ihlenfeld sagt dazu: „Unsere Mission ist klar: Wir revolutionieren das Kinderzimmer – für eine selbstständige und kreative Generation von morgen. Genau darauf richten wir unser gesamtes Handeln und unsere Produktentwicklung aus.“

woom von Zuckerberg empfohlen

Produkte für Kinder zu entwickeln, liegt dem Gründerteam offenbar im Blut. Mit ihrem Kinderfahrrad-Scaleup woom feierten sie bereits große Erfolge – zuletzt mit dem stärksten Quartal der Unternehmensgeschichte. Die Kinderfahrräder schafften es übrigens sogar auf die Empfehlungsliste von Mark Zuckerberg – brutkasten berichtete.

„Wir haben mit woom schon einmal ein Kinderprodukt zur Weltmarke gemacht. Jetzt kommt das nächste. poptop soll der neue Maßstab für Kindermöbel werden“, sagt Co-Gründer Christian Bezdeka.

Umsatz von 100 Mio. in Planung

Beim Startup konzentriert man sich aktuell auf den DACH-Raum, doch weitere Märkte seien bereits in Planung. Neben dem eigenen Online-Shop soll ein starkes Händlernetzwerk entstehen, um die Marke europaweit zu etablieren.

Für das laufende Jahr peilt poptop einen Umsatz von über zwei Millionen Euro an. Langfristig strebt das Unternehmen die Marktführerschaft im Kindermöbelsegment an – mit einem Jahresumsatz jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke.

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Chris Müller steht vor einer Präsentation und redet in ein Mikro. (c) Tobias Zachl
Chris Müller bei der Präsentation von Horizont Steyr. (c) Tobias Zachl

„Je komplexer die Welt um uns herum wird, desto mehr sehnen wir uns nach Orten, die die Menschen schon lange prägen“. Mit dieser Vision startet Chris Müller von CMb.industries gemeinsam mit der Stadt Steyr in das neue Projekt Horizont Steyr. Bekannt ist Müller in der Szene vor allem seit seinem erfolgreichen Projekt der Tabakfabrik in Linz, wo heute einer der wichtigsten Startup-Treffs Österreichs anzufinden ist.

„Wie bei der Tabakfabrik, von den Tabakwaren hin zu rauchenden Köpfen, soll in Steyr ein Ort der Unfreiheit zu einem Ort der Freiheit werden“, so der Plan. Auf dem Areal in der Berggasse befand sich im 17. Jahrhundert ein Kloster, bevor die Räumlichkeiten rund 200 Jahre lang als Gefängnis dienten.

Sollte das Projekt den Gemeinderat im Herbst passieren, wird 2029/2030 mit der Fertigstellung von Horizont Steyr gerechnet.

Zuerst war es ein Kloster, dann über 200 Jahre ein Gefängnis. Müller plant nun einen Startup-Hub. (c) Tobias Zachl

Milieu aus Industrie, Infrastruktur und Verständnis

„Die Stadt Steyr kommt mit einem industriellen Erbe“, hebt Müller den Standort hervor. „Hier kommt ein Milieu zusammen aus Industrie, aus Infrastruktur, aus Mobilität, Nachhaltigkeitsthemen, aus Internationalität und auch aus der Fachhochschule. Hier muss man einfach innovativ sein.“ Der Standort ist vor allem durch Leitbetriebe wie BMW, AVL List, BMD, SKF und Steyr Automotive bekannt.

Auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Gelände rund um die Berggasse sollen künftig Büros, Coworking-Spaces und Begegnungszonen für Startups sowie junge Unternehmen entstehen, wie brutkasten bereits berichtete. Gemeinsam mit Tp3 Architekten will Chris Müller die alte Immobilie zu einem „Ort der Begegnung und der Entwicklung von Zukunftsprojekten“ umgestalten und damit auch den Wirtschaftsstandort Steyr stärken.

„Unsere Orte sind kuratierte Orte“

Müller versteht den zukünftigen Hub als eine Produktionskette. „Wir haben uns gedacht, wir nehmen Wände weg und verbinden die einzelnen Gebäude, wir bringen die Freiheit hinein“, so der Projektentwickler. Im letzten Trakt der Gebäudereihe befindet sich das alte Theater der Stadt. Diesen Ort sieht Müller als zukünftigen Präsentationsraum mit einem Fassungsvermögen von 300 Menschen.

Eines der wichtigsten Learnings, die der Oberösterreicher aus seinem Projekt der Tabakfabrik in Horizont Steyr mitbringt, ist das Schaffen kuratierter Orte. Im Vordergrund stünde nicht die reine Vermietung von Büros, es ginge vielmehr um das Zusammenspiel der einzelnen Firmen. „Wir fragen nach den Bedürfnissen der Interessent:innen, was sie brauchen, aber natürlich auch, was sie sich von diesem Ort erwarten. Wir nehmen nicht alle rein, nur weil sie bezahlen.“

Das alte Theater könnte für zukünftige Präsentationen und Talks genutzt werden. (c) MecGreenie

Bereits 70 Prozent vorvermietet

Laut Angaben von Müller sind bereits 70 Prozent der Räumlichkeiten vorvermietet, für knapp 2.000 Quadratmeter der Fläche sind bereits Letters of Interests unterschrieben worden. Müller erwähnt dabei, dass ständig neue Anfragen kommen.

Für Interessierte an den Räumlichkeiten gibt es hier mehr Informationen.

Das Projekt Horizont Steyr soll von CMb.industries gemeinsam mit den Tp3 Architekten umgesetzt werden. (c) Raffael Portugal
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