21.10.2025
UMFRAGEERGEBNISSE

Deloitte-Umfrage: Wirtschaftslage drückt Stimmung – Unternehmen fordern Reformen

Steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten und ein ungelöster Zollstreit mit den USA drücken auf die Stimmung in Österreichs Wirtschaft. Eine aktuelle Deloitte-Umfrage zeigt: Die Unternehmen bleiben trotz aller Herausforderungen widerstandsfähig - fordern aber dringend tiefgreifende Reformen, um den Standort nachhaltig zu stärken.
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Harald Breit (CEO von Deloitte Österreich). Foto: Deloitte

Die Stimmung in Österreichs Wirtschaft sei angespannt, heißt es von Deloitte. Laut dem aktuellen Unternehmensbarometer 2025, für den rund 550 Führungskräfte befragt wurden, belasten vor allem hohe Energiepreise, der erneute Anstieg der Inflation, gestiegene Personalkosten und internationale Zölle den Standort massiv. Trotzdem: 42 Prozent der Unternehmen schätzen die Stimmung im eigenen Haus als positiv ein, 32 Prozent neutral. „In Bezug auf die aktuellen Krisen beweisen sie wirklich ein hohes Maß an Widerstandsfähigkeit.“, sagt Harald Breit, CEO von Deloitte Österreich in der Pressemeldung dazu.

Darauf setzen die Unternehmen

Fast 80 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf striktes Kostenmanagement, 63 Prozent priorisieren Finanzierungssicherheit, mehr als die Hälfte fokussiert auf Margenverbesserung. Gleichzeitig bleibt der Kampf um Fachkräfte brisant – 57 Prozent sehen darin eine Top-Priorität.

Eine zentrale Herausforderung für Österreichs Wirtschaft ist die aktuelle US-Zollpolitik. „Eine große Mehrheit von fast zwei Drittel der Führungskräfte ist mit den Vereinbarungen der EU mit den USA unzufrieden. Und fast die Hälfte ist der Meinung, dass die EU zu viele Zugeständnisse gemacht hat“, erklärt Harald Breit die Umfrageergebnisse. Zwei Drittel gehen von einer weiteren Verschlechterung rund um die Zölle aus.

Der Ausblick in die Zukunft bleibt pessimistisch: Zwei Drittel gehen von einer weiteren Verschlechterung rund um die Zölle aus. Die Folge: Erwartete Verschiebungen bei Handelsströmen und Lieferketten.

Neben dem Zollstreit erwarten Führungskräfte negative Entwicklungen in den Bereichen Inflation, Cyber-Kriminalität, Verfügbarkeit und Preisentwicklung bei Energie. Insgesamt wird mit einer gesamtwirtschaftlich negativen Entwicklung gerechnet.

Forderungen an die Politik

Deswegen definieren Unternehmen und Führungskräfte klare Forderungen an die Bundesregierung: Bekämpfung der Inflation, Abbau der Bürokratie, Reduktion der Lohnnebenkosten und eine Pensionsreform sind laut Umfrage zentrale To-dos. Hinzu kommen Forderungen nach einer Qualifizierungsoffensive, Steuererleichterungen und Investitionen in Bildung und Gesundheit.

„Angesichts der aktuellen Situation sind Maßnahmen, die nur an der Oberfläche kratzen, nicht zielführend“, so Harald Breit. Der Deloitte-CEO sieht trotz der angespannten Lage Potenzial – „wenn Politik und Wirtschaft jetzt gemeinsam anpacken“.

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Antrieb auf Frankreichs berühmtester Prachtstraße: CycloTech zeigte die CycloRotor-Technologie beim VivaTech-Showcase auf den Champs-Élysées. | (c) CycloTech

Die Champs-Élysées sind die wohl bekannteste Straße Frankreichs. Über die Pariser Prachtstraße ziehen sonst große Militärparaden, traditionell endet hier die Tour de France, und an kaum einem anderen Ort inszeniert sich das Land so selbstbewusst. Heuer aber gehörte die Avenue der Zukunft: Sie wurde zu einem der Schauplätze der VivaTech, Europas größter Messe für Startups und Innovation. Das 2016 gegründete Event bringt jährlich in Paris Gründer:innen, Investor:innen und Tech-Konzerne zusammen. Zu ihrem zehnjährigen Jubiläum verlegte die Messe ihre Feierlichkeiten erstmals nach draußen: Am 14. Juni verwandelte sie die Prachtstraße in eine frei zugängliche Open-Air-Techbühne, nach eigenen Angaben die größte ihrer Art in Europa.

Große Bühne für CycloTech

Mittendrin: ein österreichisches Startup. CycloTech aus Linz präsentierte seine CycloRotor-Technologie in der Innovation Gallery der Messe und durfte sie zusätzlich beim Champs-Élysées-Showcase zeigen. Bemerkenswert dabei: Wie das Unternehmen erklärt, gingen die VivaTech-Organisator:innen aktiv auf das Linzer Startup zu und holten dessen Antriebstechnologie damit gezielt auf die Pariser Jubiläumsbühne. Auch die Nachrichtenagentur AFP nahm den Auftritt in ihre Auswahl der bemerkenswertesten VivaTech-Innovationen auf.

CycloTech präsentierte seine CycloRotor-Technologie beim Jubiläums-Showcase der VivaTech auf den Champs-Élysées in Paris. | Foto: CycloTech

Ein Schiffsantrieb für die Luft

Herzstück von CycloTech ist der sogenannte CycloRotor, ein Antrieb in Form eines offenen Zylinders, dessen Mantel aus mehreren flügelförmigen, verstellbaren Blättern besteht. Das Prinzip geht auf den Voith-Schneider-Antrieb zurück, der ursprünglich Schiffe steuerte. Die verstellbaren Blätter erlauben eine direkte Variation der Schubkraft in Größe und Richtung auf einer vollen Kreisbahn, also eine 360-Grad-Schubvektorsteuerung. Damit unterscheidet sich das System grundlegend von herkömmlichen Luftfahrtantrieben wie Düsen, Propellern oder Rotoren, die Schub nur in eine Richtung erzeugen. Das Ergebnis: Fluggeräte, die senkrecht starten und landen, in der Luft stehen bleiben, abbremsen oder rückwärts fliegen können.

Hingucker am Messestand: CycloTech präsentierte seinen Flugantrieb in der Innovation Gallery der VivaTech in Paris. | Foto CycloTech

Vom Investment zum Erstflug

So jung die Vision wirkt, so lang ist die Vorgeschichte. Von 2016 bis 2023 entwickelte CycloTech sechs Generationen des CycloRotors, die aktuelle Version befindet sich seit 2021 im Testflugbetrieb. Anfang 2024 sicherte sich das Startup ein Investment von 20 Millionen Euro von den Investoren Breeze Invest und Konos Holding. Damit sollte der CycloRotor zum ersten Prototypen in Marktgröße weiterentwickelt und für die EASA-Zertifizierung vorbereitet werden, mit dem langfristigen Ziel eines marktfähigen Produkts bis 2030. Schon damals verwies der damalige CEO Hans-Georg Kinsky auf vielfältige Anwendungsfelder, von der Logistik über die Bauindustrie (Stichwort fliegender Kran) bis hin zu Hochpräzisionsdrohnen für die Verteidigungsindustrie.

Im November 2024 stellte CycloTech mit dem BlackBird ein Fluggerät mit sechs CycloRotoren vor. Kurz darauf übernahm der ehemalige Rolls-Royce-Direktor Marcus Bauer mit 1. Dezember 2024 die CEO-Position von Kinsky, der dem Unternehmen als Beiratsmitglied erhalten blieb. Anfang 2025 expandierte CycloTech nach Bayern, während der Hauptsitz in Linz als Entwicklungs- und Flugtestzentrum bestehen bleibt. Im April 2025 schließlich gelang der erste Testflug mit dem BlackBird. „BlackBird ist eine fliegende Testplattform für unsere Antriebstechnologie“, sagte CTO Tahsin Kart.

In Paris ging es nun um den nächsten Schritt: CycloTech nutzte die VivaTech, um sich mit potenziellen Partnern zu vernetzen, die den Antrieb künftig in eigene Fluggeräte integrieren könnten.

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