31.03.2021

Deliveroo-Börsengang wird zum Flop – Aktie stürzt um 30% ab

Der Börsenwert der Essenslieferdienstes brach an seinem ersten Handelstag innerhalb einer halben Stunde um fast 2,5 Mrd. britische Pfund ein.
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Die Deliveroo-Aktie stürzte an ihrem ersten Handelstag ab.
Die Deliveroo-Aktie stürzte an ihrem ersten Handelstag ab. | Foto: OceanProd - stock.adobe.com

Der mit Spannung erwartete Börsengang von Deliveroo ist für Anleger zu einem gewaltigen Flop geworden: Die Aktien des Essenslieferdienstes sind an ihrem ersten Handelstag an der Londoner Börse abgestürzt. Der Kurs brach bereits in der ersten halben Stunde nach Börsenstart um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis ein. Damit fiel er bis auf 271 Pence.

Ausgegeben worden war die Aktie zu 390 Pence – und selbst das war schon am unteren Ende der angepeilten Spanne gewesen. Der Börsenwert des Unternehmens sank damit innerhalb einer halben Stunde von 7,6 Mrd. Pfund auf 5,2 Mrd. Pfund (6,1 Mrd. Euro).

Spanne für Ausgabepreis war bereits gesenkt worden

Schon im Vorfeld war der Börsengang unter keinem guten Stern gestanden. Das Geschäftsmodell des Unternehmens war zunehmend in die Kritik geraten. Fahrer des Unternehmens protestierten gegen die schlechten Arbeitsbedingungen. Mehrere der großen britischen Vermögensverwalter wie Aberdeen Standard Investments oder Aviva gaben daraufhin an, sich nicht an dem IPO beteiligen zu wollen.

Deliveroo hatte in weiterer Folge die angepeilte Spanne von den Initial Public Offering (IPO) gesenkt. Hätten die Aktien ursprünglich noch zu einem Preis zwischen 390 und 460 Pence ausgegeben werden sollen, wurde schließlich eine Spanne von 390 und 410 Pence angepeilt. Die maximal mögliche Bewertung des Unternehmens beim Börsengang reduzierte sich damit von 8,8 Mrd. auf 7,8 Mrd. Pfund.

1,5 Mrd. Pfund an Kapital aufgenommen

Der tatsächliche Ausgabepreis mit 390 Pence dann am unteren Ende der Spanne. Daraus ergab sich eine Bewertung von 7,6 Mrd. Pfund. Beim IPO wurden insgesamt 1,5 Mrd. Pfund von Investoren eingeholt. Gemessen an dem aufgenommen Kapital ist es der größte Börsengang in London seit September.

Die Details: Deliveroo selbst hat 384,6 Mio. Aktien zum Ausgabepreis von 390 Pence verkauft und damit rund 1 Mrd. Pfund eingenommen. Die restlichen Aktien im Wert von rund einer halben Milliarde wurden von Bestandsinvestoren wie Amazon, aber auch Deliveroo-CEO Will Shu verkauft.

Das 2013 gegründete Deliveroo ist nach eigenen Angaben in 800 Städten in 12 Ländern aktiv. Aus Deutschland hat sich das Unternehmen 2019 zurückgezogen, in Österreich ist es ebenfalls nicht aktiv. Das Netzwerk des Unternehmens umfasst 140.000 Restaurants, 111.000 Fahrer liefern Bestellungen aus. Das Unternehmen hat seit Bestehen noch keinen Jahresgewinn erzielt.

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Moritz Plassnig
© zVg - Moritz Plassnig.

CloudBees zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Software-Delivery und wird von namhaften Investoren wie Goldman Sachs Asset Management, Morgan Stanley Expansion Capital und HSBC unterstützt. 2018 übernahm das milliardenbewertete US-Unternehmen das Wiener Startup Codeship, das Gründer Moritz Plassnig ab 2011 aufgebaut hatte. Nach mehreren Führungspositionen in der Softwarebranche kehrt Plassnig nun zu CloudBees zurück und übernimmt dort die Rolle des CEO sowie einen Sitz im Board of Directors.

Zuletzt war Plassnig als Chief Product Officer bei Immuta tätig, einer Plattform für Datensicherheit und -governance, wo er die Bereiche Produktentwicklung, Technik und Kundenerfolg leitete.

Plassnig: „Softwareentwicklung im Umbruch“

„Die Softwareentwicklung befindet sich erneut in einem Umbruch“, sagt Plassnig. „Unternehmen stehen unter dem Druck, Agentic Coding einzuführen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Das erfordert Aufsicht, Nachvollziehbarkeit und menschliche Beteiligung. CloudBees hat mehr als ein Jahrzehnt damit verbracht, das Vertrauen der weltweit größten und am stärksten regulierten Engineering-Organisationen zu gewinnen. Die Frage jedes CIOs lautet derzeit: Wie kann ich mithalten, ohne die Kontrolle zu verlieren? Wir sind mit der richtigen Lösung zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“

Unter Plassnigs neuer Führung möchte CloudBees ein AI-first-Unternehmen werden, sowohl bei den entwickelten Produkten als auch intern. KI-Agenten sind bei CloudBees aktuell in den Bereichen Engineering, Marketing und Kundenbetreuung eingebettet.

„Kurs nicht beibehalten“

Die Plattform hilft Unternehmen dabei, Regeln festzulegen, Risiken zu kontrollieren und den Überblick über die Softwareentwicklung zu behalten. Änderungen durch Menschen oder KI sind jederzeit sichtbar und nachvollziehbar. So können große Unternehmen KI sicher nutzen, ohne ihre bisherigen Tools und Arbeitsweisen auszutauschen. Plassnig spricht bereits mit Kunden und wird dies auch in den nächsten Wochen weiter vorantreiben.

„Wir sind Anuj dankbar, dass er CloudBees profitabel und fokussiert hinterlassen hat. Aber der Vorstand hat Moritz nicht an Bord geholt, um den bisherigen Kurs beizubehalten“, kommentiert Sacha Labourey, Mitbegründer und Vorstandsmitglied von CloudBees, die Bestellung. „Agentic Coding verändert gerade grundlegend, was Unternehmen von uns erwarten, und CloudBees wird sich ebenso radikal wandeln. Moritz weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, Software mittels Agentic Coding zu entwickeln. Das verändert seine Sichtweise auf die Governance, die sowohl Unternehmen als auch Entwicklerteams benötigen. Er hat das nötige Gespür, um diese Transformation anzuführen.“

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