03.06.2020

Austro-Gastro-Startup delinski wird von TheFork übernommen

The Fork, ein Teil der Tripadvisor-Gruppe, übernimmt das österreichische Gastro-Startup Delinski. Der Deal wurde schon vor der Krise vereinbart.
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David Savasci, CEO Delinski ©Delinski
David Savasci, CEO Delinski ©Delinski

Die österreichische Restaurant-Buchungsplattform Delinski wird von TheFork, einem Unternehmen der Tripadvisor-Gruppe, übernommen. David Savasci, CEO von Delinski, wird als Country Manager für Österreich und Deutschland nominiert. Delinski, 2012 gegründet, bietet Kunden Restplätze in Restaurants günstiger an – wobei die Restaurants wiederum von höherer Auslastung profitieren. „Ich freue mich sehr die Rolle als Country Manager bei TheFork zu übernehmen, vor allem in dieser schwierigen Zeit, in der wir die österreichischen und deutschen Restaurants mit unserer Expertise bestmöglich unterstützen möchten”, sagt Savasci über seine neue Rolle.

Delinski erweitert Produktportfolio mit TheFork

„Wir freuen uns Delinski in der TheFork-Familie willkommen zu heißen. Die Übernahme erlaubt es unser Geschäft in Österreich und Deutschland zu konsolidieren, um Restaurants und ihren Gästen einen noch wertvolleren Service zu bieten -speziell in diesem beispiellosen Kontext“, ergänzt Bertrand Jelensperger, CEO von TheFork, in der Presseaussendung: „Diese Märkte sind strategisch extrem wichtig für uns.
Unser Ziel ist es weiter zu wachsen und unsere führende Position in Europa zu festigen.“

„Mit vereinten Kräften“ will man also gemeinsam vor allem auf dem deutschsprachigen Raum wachsen. Unter anderem möchte Delinski „sein Produktportfolio erweitern und zukünftig ein 360° Service-Angebot für Restaurants anbieten“, inklusive eines kompletten Tisch-Management Systems, unrabattierten Reservierungen, sowie dem Zugang zu einer höchst effektiven Marketingplattform, um mehr Gäste zu gewinnen, heißt es weiter in der Presseaussendung.

Delinski-Übernahme war schon vor der Coronakrise geplant

Im vergangenen Jahr verzeichnete Delinski ein Wachstum von 100 Prozent mit einem Team von nur 20 Personen. Jährlich vermittelt Delinski mehr als 250.000 Kunden an fast 1.000 Partnerrestaurants in Österreich und Deutschland. Erst Anfang diesen Jahres hatte der brutkasten berichtet, dass Delinski seine Präsenz in Deutschland ausweitet.

Die Übernahme durch TheFork erfolgte Ende Mai 2020 – sie war aber bereits vor der Covid-19 Krise geplant, wie es in der Boilerplate der Presseaussendung heißt.

TheFork vs. OpenTable: Kampf der Giganten

Delinski spielt somit nun auf dem internationalen Feld mit. Und hier wird der Kampf im Reise- und Gastro-Segment großteils zwischen zwei Giganten ausgetragen: Tripadvisor und Bookings, vormals bekannt als Priceline. Und während Tripadvisor neben diversen anderen Angeboten auch TheFork im Angebot, hatte die Booking Holdings Inc. (damals unter dem Namen Priceline Group) die Plattform OpenTable im Jahr 2014 für 2,6 Milliarden Dollar übernommen.

So wie TheFork bietet auch OpenTable diverse Restaurantmanagement-Lösungen (inklusive der Vergabe der „offenen Tische“) an und ist auch in Österreich aktiv. TheFork hat laut Presseaussendung derzeit in Europa, Lateinamerika und Australien mehr als 70.000 Restaurants als Partner, OpenTable kooperiert weltweit mit rund 60.000 Restaurants.

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(v. l.) AT-Styria-Vorsitzender Herbert Ritter, BrightFlare-CEO Markus Seme, GMAR-Präsidentin Ulrike Haslauer, DCCS-Geschäftsführer Thomas Edlinger, Joanneum Research-Geschäftsführer Heinz Mayer und AT Styria-Geschäftsführer Helmut Röck © Lukas Elsneg

Der Cluster AT Styria (Plattform Automatisierungstechnik Steiermark), ein branchenübergreifendes Netzwerk von 120 Unternehmen, die in der Automatisierungstechnik tätig sind, hat bei den „European Robotics and Automation Talks“ in Graz seinen Plan für eine Robotik-Testregion vorgestellt. Dort soll die nächste Robotergeneration unter realen Produktionsbedingungen bis zur industriellen Einsatzreife entwickelt werden.

Ziel: Industrielle Einsatzreife

Mit an Bord sind unter anderem Joanneum Research, TU Graz, FH Campus 02, Magna Steyr, der KI-Softwareanbieter DCCS und der Security-Spezialist BrightFlare. Über die „Area Süd“ werden Kärntner Partner eingebunden. Dazu kommen das slowenische Netzwerk SRIP Factories of the Future, das italienische DITEDI, mit dem im Juli 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde, sowie Bayern Innovativ.

Aus Sicht von AT-Styria-Vorsitzendem Herbert Ritter, der auch Vizepräsident der WKO Steiermark ist, wird KI-gestützte Robotik zur zentralen Standortfrage. „Wir wollen Kooperationen erzeugen, als Enabler wirken und dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen“, sagt er.

18 Millionen Euro aus Horizon Europe

Das Konsortium bewirbt sich um das einzige europaweite Leitprojekt, das Horizon Europe für die industrielle Integration KI-gestützter Robotik vorsieht. Horizon Europe ist das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union und läuft von 2021 bis 2027. Mit einem Budget von rund 95 Milliarden Euro ist es eines der größten Förderprogramme dieser Art weltweit. Gefördert werden Projekte, in denen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus mehreren Ländern zusammenarbeiten.

Die Ausschreibung öffnet im November 2026, dafür stehen rund 18 Millionen Euro bereit. Der Antrag soll im Frühjahr 2027 eingereicht werden, die Förderentscheidung fällt im Sommer. Bei einer Zusage könnte das Projekt 2028 starten.

Drei Pilotprojekte als Rückgrat

Geplant sind drei industrielle Pilotprojekte. Im ersten arbeiten humanoide Roboter an mehreren Arbeitsplätzen einer Fertigung, bedienen Maschinen und wechseln Werkstücke. Der zweite Pilot widmet sich der innerbetrieblichen Logistik mit autonomen mobilen Robotern. Im dritten übernehmen KI-Systeme Aufgaben in Qualitätskontrolle, Inspektion und Instandhaltung.

Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research, erklärt das Ziel: „Jeder Pilot setzt bei einem konkreten Engpass im Betrieb an. Am Ende steht eine klare wirtschaftliche und technische Bilanz: Welche Taktzeit erreicht das System, wie zuverlässig arbeitet es, welchen Integrationsaufwand verursacht es und wann rechnet sich die Investition? Genau diese Antworten brauchen Unternehmen, bevor sie eine neue Technologie in größerem Maßstab einsetzen.“

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Austro-Gastro-Startup delinski wird von TheFork übernommen

  • Die österreichische Restaurant-Buchungsplattform Delinski wird von TheFork, einem Unternehmen der Tripadvisor-Gruppe, übernommen.
  • David Savasci, CEO von Delinski, wird als Country Manager für Österreich und Deutschland nominiert.
  • Delinski, 2012 gegründet, bietet Kunden Restplätze in Restaurants günstiger an – wobei die Restaurants wiederum von höherer Auslastung profitieren.
  • Im vergangenen Jahr verzeichnete Delinski ein Wachstum von 100 Prozent mit einem Team von nur 20 Personen.
  • Jährlich vermittelt Delinski mehr als 250.000 Kunden an fast 1.000 Partnerrestaurants in Österreich und Deutschland.
  • Die Übernahme durch TheFork erfolgte Ende Mai 2020 – sie war aber bereits vor der Covid-19 Krise geplant, wie es in der Boilerplate der Presseaussendung heißt.

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