08.11.2021

Deine Holzgarage: Ein oberösterreichisches Startup auf dem Holzweg

Mit "Deiner Holzgarage" möchte der Oberösterreicher Christian Brandecker qualitativ hochwertige, nachhaltige und regionale Fertiggaragen anbieten.
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Holz, nachwachsende Rohstoffe, Garage, Wald, Natur
(c) Deine Holzgarage:

Fast die Hälfte der Staatsfläche Österreichs besteht aus Wald. Nicht nur als Erholungs-, sondern auch Wirtschaftsraum. Laut der Wirtschaftskammer haben Forst- und Holzwirtschaft einen Anteil von 3,2 Prozent an der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung. Eben auch als Baustoff. Christian Brandecker faszinieren die Eigenschaftes des Materials. Er will mit dem Unternehmen „Deine Holzgarage“ seine Leidenschaft für den Naturbaustoff und sein Faible für die Bauwirtschaft verbinden.

Holz als nachhaltiger Baustoff

Der Oberösterreicher bemerkte, dass es mittlerweile zwar ganze Hochhäuser aus Massivholz gäbe, die Idee für eine Garage aus Holz hätte allerdings noch niemand aufgegriffen. So entwickelte er ein Konzept für den Bau von Fertiggaragen. Ursprünglich hatte Brandecker eine HTL mit dem Schwerpunkt Kraftfahrzeugbau besucht. Allerdings faszinierte ihn auch die Bauwirtschaft, insbesondere nachhaltiges Bauen.

„Traditionelle Bauweisen haben durchaus ihre Berechtigung, aber wir leben in einer sich wandelnden Welt, in der wir auf nachhaltige Ressourcen achten sollten“, meint der Gründer. Holz sei eine Materie, die schnell nachwächst und währenddessen wiederum CO₂ binde. Die Idee wuchs weiter und so gründete er 2021 „Deine Holzgarage“.

Mittlerweile sei der Entwicklungsprozess fortgeschritten und die ersten Garagen verkauft. Fertigung, Lieferung und Aufbau kommen von einem Anbieter. „Das war mir wichtig, damit sich die Kund:innen nicht an fünf verschiedene Ansprechpartner wenden müssen“, sagt Brandecker.

Zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten

Interesseierte können sich auf der Homepage des Startups ihre individuelle Garage konfigurieren. Dabei kann zum Beispiel zwischen unterschiedlichen Größen, Toren und Fassaden gewählt werden. Auch ein begrüntes Dach stehe zur Auswahl. Kurze Zeit nach dem Absenden der Anfrage soll das Unternehmen mit einem Angebot antworten. Außerdem könne auch auf Sonderwünsche eingegangen werden, da das Material große Freiheiten zulasse, meint Brandecker.

Die einzelnen Module fertigt „Deine Holzgarage“ in einem großen Werk, in dem auch große Stückzahlen verarbeitet werden können. Das Ziel für das nächste Jahr sei es 500 Garagen auszuliefern. Zudem sollen kommenden Sommer neue Produkte in das Sortiment aufgenommen werden.

Kommenden Dienstag ist Brandecker mit seiner Idee in der TV-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen. Außerdem dabei: PoBeau, mein Schwein, Beat3 und Babäm.

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(c) x-tention / syndena

In den Kliniken liegt medizinisches Wissen aus Jahrzehnten überwiegend als Freitext vor. Für systematische Auswertungen und Forschung ist es damit nur mit erheblichem manuellem Aufwand nutzbar. Genau hier setzt syndena an: Das Unternehmen wandelt gewachsene klinische Dokumentation über einen KI- und NLP-gestützten Prozess mit menschlicher Qualitätssicherung in eine konsistente, interoperable Datenbasis um. Die so entstehenden Real World Data sollen laut Aussendung klinische Forschung und Versorgungsanalysen unterstützen, ohne die klinische Beurteilung zu ersetzen. Möglich werden sollen dadurch ein besseres Verständnis der Wirksamkeit von Therapien in der Versorgung sowie eine breitere Patientenrepräsentation.

Health-IT-Gruppe mit rund 850 Beschäftigten

Mit der nun verkündeten Mehrheitsübernahme erweitert x-tention sein Lösungsportfolio im Umfeld klinischer Daten. Die 2001 von Herbert Stöger gegründete Gruppe ist tief im Bereich Gesundheits-IT verankert: Sie deckt unter anderem Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Heute beschäftigt x-tention rund 850 Mitarbeiter:innen in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie in einem Office im Silicon Valley. Erst im Mai berichtete brutkasten über das von x-tention mitgegründete Cybersecurity-Startup SecurITe, das eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich abschloss (brutkasten berichtete).

syndena bleibt in Innsbruck verankert

Der Hauptsitz von syndena bleibt laut Aussendung in Innsbruck, auch Forschung und Entwicklung sollen weiterhin von Tirol aus vorangetrieben werden. Zugleich soll die Partnerschaft dem Unternehmen die überregionale und internationale Skalierung der Technologie ermöglichen. Zu Kaufpreis und genauer Beteiligungshöhe machen die Unternehmen keine Angaben.

Vorbereitung auf den European Health Data Space

Hintergrund der Beteiligung ist der European Health Data Space (EHDS): Ab 2029 gelten erste zentrale Bestimmungen, darunter Regeln für die Sekundärnutzung der meisten Kategorien elektronischer Gesundheitsdaten. x-tention will österreichische Gesundheitseinrichtungen nach eigenen Angaben frühzeitig anschlussfähig an den Europäischen Gesundheitsdatenraum machen.

„Gesundheitsdaten sind das wertvollste und sensibelste Gut im System. Mit dem European Health Data Space rückt der verantwortungsvolle Umgang damit jetzt europaweit in den Fokus, und genau dafür holen wir syndena an Bord“, sagt Herbert Stöger, Geschäftsführer von x-tention.

Datenhoheit bleibt bei den Einrichtungen

Die Datenverarbeitung erfolgt laut den Unternehmen pseudonymisiert, die Datenhoheit verbleibt demnach bei der jeweiligen Einrichtung: Für Forschung und multizentrische Auswertungen werden Daten nur nach deren Freigabe bereitgestellt. Auf dieser Grundlage sollen auch Kooperationen mit Forschungs- und Life-Science-Partnern stattfinden. x-tention positioniert die Beteiligung zudem ausdrücklich als Gegenmodell zur Abhängigkeit von außereuropäischen Datenplattformen: europäisch, DSGVO-nativ und auf souveräner IT-Infrastruktur basierend.

„In den Krankenhäusern liegt ein jahrzehntelanger Wissensschatz, der bisher nur mit erheblichem Aufwand nutzbar ist. Wir machen ihn für Versorgung und Forschung systematisch nutzbar, ohne dass die Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren“, sagt Roman Weger, CEO von syndena.

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