06.11.2025
FOTOGALERIE

Das war die Award Ceremony des „Innovator of the Year 2025“

Zum fünften Mal vergab brutkasten gestern Abend den Innovator of the Year. Heuer jedoch mit einer Premiere: Erstmals wurden die Awards im Rahmen von „The BOLD Experience“ live auf der großen Bühne verliehen. Am Ende des Artikels findet sich eine Fotosammlung mit Impressionen des Abends.
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Die "Innovator of the Year"-Award Ceremony im Palais Auersperg. | © Marko Kovic

Das Palais Auersperg in Wien verwandelte sich für die „Innovator of the Year“-Award Ceremony in einen Ort, an dem sich das österreichische Innovationsökosystem versammelte, um gemeinsam zu feiern. Der Abend war nicht nur den Sieger:innen des Awards gewidmet, sondern all jenen, die tagtäglich Innovation in Österreich vorantreiben.

Im gefüllten Barocksaal spürte man das besondere Community-Feeling – eine Mischung aus Inspiration, Unterstützung und Innovationskraft. Empfangen wurden die rund 300 Gäste von brutkasten-Gründer und -CEO Dejan Jovicevic und Chefredakteur Dominik Meisinger.

brutkasten-Chefredakteur Dominik Meisinger und CEO Dejan Jovicevic. | © Marko Kovic

„Es ist wichtig, zu zeigen, wie innovativ Österreich ist und was die ganzen visionären Köpfe tagtäglich leisten“, betonte Jovicevic auf der Bühne. „Brutkasten zeichnet die Innovatorinnen und Innovatoren des Jahres deshalb aus, weil wir diese Leute vor den Vorhang holen wollen. Die haben in einem jeweiligen Jahr wirklich Besonderes geleistet und das gehört gefeiert und prämiert.“

Bis zu 3.000 Stimmen pro Kategorie

Chefredakteur Meisinger erklärte anschließend transparent, warum die jeweiligen Personen von der Redaktion nominiert wurden. Wer den Award letztendlich gewonnen hat, lag aber in den Händen der Community: Im großen Online-Voting konntet ihr abstimmen und jene Personen wählen, die aus eurer Sicht Österreichs Innovationslandschaft in diesem Jahr am meisten geprägt haben.

Und das wurde auch genutzt: Über den vergangenen Monat hinweg wurde fleißig abgestimmt. In den Kategorien Startups, Scaleups, Corporate Innovation und BOLD Innovation gingen jeweils bis zu 3.000 Stimmen ein. Das Rennen war eng – und bis zum letzten Tag offen.

Die Sieger:innen des Awards. | © Marko Kovic
Die „Innovator of the Year“-Awards. | © Marko Kovic

Nach der Preisverleihung wurde der Abend noch lange nicht beendet. Bei der Afterparty wurde weitergefeiert, gelacht und genetworked. Zwischen Musik, Drinks und guten Gesprächen klang der Abend in feierlicher Atmosphäre aus – mit vielen neuen Kontakten, Ideen und dem gemeinsamen Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.


Innovator of the Year

Fotogalerie | © Marko Kovic

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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