29.04.2022

Das nächste Land verabschiedet Bitcoin-Gesetz

Nachdem am Mittwoch die Zentralafrikanische Republik verkündete, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zuzulassen, bewegt sich nun das nächste Land in diese Richtung. Panama hat ein dafür grundlegendes Gesetzesvorhaben verabschiedet.
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Panama-Flagge und Bitcoin-Symbol. Panama verabschiedet Gesetzesentwurf zur Regelung von Kryptowährungen.
(c) allexxandarx/AdobeStock

Wie aus einem Tweet der „Asamblea Nacional“ und des Abgeordneten Gabriel Silva hervor geht, hat die Nationalversammlung von Panama einen Gesetzesentwurf zur Regelung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen verabschiedet. Zum Inkrafttreten des Gesetzes würde im nächsten Schritt noch die Unterschrift des Präsidenten, Laurentino Cortizo, fehlen.

Gesetz bezieht sich nicht nur auf Bitcoin

Parlamentsabgeordneter und Initiator des Gesetzes, Gabriel Silva, verkündete am Donnerstag Abend (österreichische Zeit) via Twitter: „Crypto Law approved in third debate! This will help Panama become a hub of innovation and technology in Latin America!“

Sollte das Gesetz in Kraft treten, wäre Panama das zweite lateinamerikanische Land bzw. das dritte Land überhaupt, das Bitcoin als offizielle Landeswährung akzeptiert. Genau wie El Salvador führt auch Panama den US-Dollar als gängige Währung. Das panamische Gesetz soll sich allerdings nicht nur auf Bitcoin, sondern auch auf andere Kryptowährungen beziehen. Beispielsweise sollen die Bürger:innen ihre Steuern mit Kryptowährungen bezahlen können.

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Pröll, Länderbericht, Digital
© BKA/Regina Aigner - Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Während die Regierung in vielen Bereichen den Sparstift ansetzt, wächst das Digitalbudget. Das Staatssekretariat rechtfertigt diesen Schritt mit der Hoffnung, dass Technologie-Investitionen langfristig Verwaltungskosten senken sollen. „Einsparungen durch Digitalisierung, nicht bei der Digitalisierung„, lautet die dazugehörige Devise von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll. Ziel sei es, Österreich vom aktuell sechsten Platz im EU-Digitalisierungsranking in die europäischen Top 3 zu heben.

130 Millionen-Topf 2028

Der Finanzrahmen für die kommenden Jahre wird dafür aufgestockt. Für 2027 sind nun bis zu 117 Millionen Euro budgetiert, 2028 wächst der Topf auf bis zu 130 Millionen Euro. Das Finanzierungsmodell dabei: 20 Prozent jener Einsparungen, die durch Pensionierungen und nicht nachbesetzte Stellen in der Verwaltung entstehen, fließen direkt als Zweckwidmung in IT-Projekte zurück. Bis 2030 rechnet der Bund hier mit zusätzlichen 108 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur.

Das Geld fließt primär in bereits bekannte Kernprojekte, allen voran die ID Austria und die Vorbereitung auf die europäische EUDI-Wallet. Die ID Austria ist seit 2023 von einer auf sechs Millionen Nutzer:innen gewachsen. Bis 2030 sollen es neun Millionen werden, womit das System zum flächendeckenden Standard für Behördenwege und wirtschaftliche Anwendungen avancieren würde, so die Hoffnung.

Project X mit Einsparungspotenzial

Im Hintergrund soll zudem unter dem Titel „Project X“ die Dateninfrastruktur nachziehen. Im Fokus steht das Once-Only-Prinzip: Unternehmen und Bürger:innen sollen ihre Daten künftig nicht mehr mehrfach bei unterschiedlichen Behörden einreichen müssen. Für den Ausbau der dafür nötigen Registervernetzung dadeX sind in den nächsten zwei Jahren bis zu 15 Millionen Euro vorgesehen. Dem gegenüber stehen laut Ministerium Effizienzgewinne: Das Projekt soll kurzfristig ein Einsparungspotenzial von rund 160 Millionen Euro heben.

Ein wesentlicher Treiber hinter diesem Budget-Schub ist schlichtweg die Demografie. In den kommenden 13 Jahren gehen 44 Prozent der Bundesbediensteten in Pension. Die Bundesregierung setzt daher auf Public AI und somit auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung sowie für Services gegenüber Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen. Ziel sind sichere, rechtskonforme und breit nutzbare Anwendungen, die Prozesse beschleunigen, Routinetätigkeiten reduzieren und Wissen in der Verwaltung besser verfügbar machen sollen.

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