02.11.2022

Das ist Österreichs schnellste Ladesäule

Mit einer Leistung von bis zu 360 kW kann die derzeit schnellste Ladestation Österreichs ein Elektroauto in 15 Minuten oder weniger vollständig aufladen. Sie befindet sich in Niederösterreich.
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(c) Roland Auer, Shell Austria

Shell eröffnete Österreichs schnellste Ladesäule. Sie befindet sich an der Mariazeller Straße vor der Auffahrt zur Westautobahn in St. Pölten. Bei der Ladesäule handelt es sich um eine Terra 360, die von ABB auf den Markt gebracht wurde. Mit einer Leistung von bis zu 360 kW zählt sie aktuell zur weltweit leistungsstärksten All-in-One-Ladelösung. Im Vergleich dazu verfügt ein Tesla Supercharger der dritten Generation über eine Ladeleistung von 250 kW.

Österreichs schnellste Ladesäule soll Pendler:innen ansprechen

Zudem ermöglicht die Ladesäule Terra 360 das Laden von mehreren E-Fahrzeuge gleichzeitig. Laut ABB können 100 km Reichweite in weniger als drei Minuten geladen werden. Ein vollständiges Aufladen eines E-Autos ist in bis zu 15 Minuten möglich. Shell möchte damit laut eigenen Angaben insbesondere Pendler:innen ansprechen, die ihr Auto am Weg nach Wien schnell aufladen möchten.

(c) Roland Auer, Shell Austria

Shell baut Ladeinfrastruktur aus

Shell verfolgt in Österreich ein ambitioniertes Ziel. „Wir wollen in Österreich führender Anbieter von Ladeinfrastruktur werden“, so Saghi Froughivand, Leiterin des Tankstellengeschäfts in Österreich. Kürzlich hat Shell die auch in Wien tätige SBRS GmbH übernommen, den führenden Anbieter von Ladeinfrastrukturlösungen für E-Busse und E-LKWs. Zudem arbeitet Shell Recharge Solutions in Österreich im B2B-Umfeld daran, Ladelösungen für Unternehmen anzubieten. Seit kurzem kooperiert Shell mit Rewe in Österreich, um Shell Recharge Schnellladesäulen an Supermärkten in Österreich zu errichten.


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Das Gründerteam von Theradocx. (v.l.) Petronel Liciu, Selin Matun, Jan Hoppel | © Theradocx

Theradocx möchte den Arbeitsalltag von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen erleichtern. Eine eigens entwickelte KI-Anwendung erstellt Protokolle und Zusammenfassungen, indem sie Sitzungen aufnimmt und analysiert, wie brutkasten berichtete. Kürzlich erhielt Theradocx ein FFG-Förderprojekt mit einem Projektvolumen von 580.000 Euro.

Verbesserung der KI

Im Zuge dieses Projekts will das 2025 gegründete Unternehmen seine KI weiterentwickeln. Das heißt: Die Transkription soll präziser werden, unterschiedliche Sprecher besser erkannt und die Erstellung von Protokollen sowie thematischen und emotionalen Analysen verbessert werden. „Ein großer Teil der Projektmittel fließt in den Ausbau unseres Entwicklungs- und Forschungsteams und damit direkt in die technologische Weiterentwicklung von Theradocx“, erklärt Co-Founderin Selin Matun.

Zudem wird laut Matun die Plattform auch rechtlich und regulatorisch weiterentwickelt. Stichwort: Datenschutz und EU AI Act.

Kooperation mit Sigmund Freud Privatuniversität

Im Zuge des geförderten Projekts ging Theradocx eine Kooperation mit der Sigmund Freud Privatuniversität ein, durch die seine KI-Systeme validiert werden sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Spracherkennung. Unterschiedliche Dialekte, Sprecher:innen und akustische Bedingungen sollen getestet werden, wodurch Schwachstellen identifiziert werden können. Zudem sollen die psychotherapeutischen Dokumentationen und Analysen durch Fachpersonal der Sigmund Freud Privatuniversität verbessert werden.

„Für uns ist diese Kooperation besonders wichtig, weil wir nicht nur technisch leistungsfähige KI entwickeln möchten. Wir wollen auch wissenschaftlich überprüfen, ob die Ergebnisse psychotherapeutischen Qualitätsstandards entsprechen und in der Praxis tatsächlich einen Mehrwert schaffen“, sagt Matun und ergänzt: „Gemeinsam möchten wir einen wissenschaftlich fundierten Evaluationsprozess etablieren, durch den die Qualität unserer KI-Ergebnisse nicht nur technisch, sondern auch anhand psychotherapeutischer Kriterien beurteilt und kontinuierlich verbessert werden kann.“

Etablierung im DACH-Raum

Neben der qualitativen Verbesserung der KI möchte Theradocx in Zukunft weiter skalieren und sich noch stärker im DACH-Raum festigen. Das Ziel sei laut Matun, zu einer „zentralen digitalen Arbeitsplattform für Psychotherapeut:innen“ zu werden. Anschließend möchte das Startup weitere europäische Märkte erschließen.

Brigitte-Hamann-Preis 2026

Kürzlich wurde das Projekt mit dem  Brigitte-Hamann-Preis 2026 in der Kategorie „Startup“ ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Leistungen von Studierenden und Absolvent:innen österreichischer Privatuniversitäten in den Bereichen Forschung, Startups und Kunst. Eine Fachjury zeichnet pro Kategorie eine Person aus.

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