13.02.2019

Oberösterreichisches Startup Dagopt gewinnt weXelerate Startup Award

Am Dienstagabend fand im Wiener Startup- und Innovationshub weXelerate die Premiere des ersten "weXelerate Startup Awards" statt. Nach einem mehrstufigen Auswahl- und Pitch Verfahren konnte das Startup Dagopt den Award für sich entscheiden. Das Startup mit Sitz in Leonding entwickelt für B2B-Kunden Modellierungs-, Optimierungs- und Softwarelösungen.
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Dagopt
© weXelerate / Raphael Moser: v.l.n.r. Jürgen Mischker (Hervis), Philipp Oberkirchner (Hervis), Katharina Sauer (Wüstenrot), Stefan Kreppel (Palfinger), Gewinner des Abends Dagopt, Martin Winkler (AmCham), Domink Greiner (weXelerate), Claudia Witzemann (weXelertae) und Nina Kaiser (4gamechangers)

Der Sieger des ersten weXelerate Startup Awards steht fest und kommt aus Oberösterreich. In einem finalen Pitch vor rund 130 nationalen und internationalen Gästen konnte sich das Startup Dagopt mit Sitz in Leoding durchsetzen. Zuvor durchlief das Startup einen mehrstufigen Auswahlprozess.

Mit dem neu ins Leben gerufenen Startup Award möchte weXelerate eine Präsentations- und Vernetzungsplattform für Startups schaffen. Dadurch soll ihnen ein leichterer Zugang zu potenziellen Investoren ermöglicht werden.

+++ Zapiens und Orderlion gewinnen weXelerate Pitch Night +++ 

Experten für mathematische Modellierung

Dagopt hat sich auf mathematische Modellierungs-, Optimierungs- und Softwarelösungen spezialisiert, die den Geschäftsalltag von Unternehmen vereinfachen sollen – insbesondere in den Branchen Energie, Finanzen und Logistik.

Die Palette an Tools, die Dagopt entwickelt, sind sehr vielfältig. Zu den Services zählen beispielsweise die Modellierung von Energiemärkten oder Smart Metering-Lösungen. Im Finanzbereich hat sich das Startup auf Cash-Flow Optimierung und Risikomanagement spezialisiert. Für Logistik-B2B-Kunden bietet das Startup beispielsweise Verkehrsflussanalysen oder Softwarelösungen zur Optimierung von Lieferketten an. Zu den Kunden zählen mittlerweile zahlreiche heimische Big Player, wie die EVN, ÖBB, UNIQA oder Salzburg AG.

Mehrstufiges Auswahlverfahren

Die Prämierung des weXelerate Startup Awards erfolgte in Form eines mehrstufigen Auswahl- und Pitch Verfahrens. Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Vertretern aus den Bereichen Media, Banking & Insurance, Energy & Infrastructure, Industry 4.0 und Cross-Sectional Technologies, bewertete Teilnehmer anhand einer Vielzahl an Kriterien. Dabei konnten insgesamt 14 Startups das Rennen für sich entscheiden. Im Anschluss stellten sie sich einem öffentlichen Online-Voting. Über dieses qualifizierten sich auch die einzelnen Kategoriensieger für die letzte Phase des Awards.

In der finalen Phase stellten sich die Kategoriensieger Appradar (Media), Naoris (Cross-Sectional Technologies), linx4 (Industry 4.0), Dagopt (Energy & Infrastructure) und Labest (Banking & Insurance) in einem finalen Pitch vor. Dagopt konnte dabei im Publikums Voting am meisten überzeugen und durfte sich schlussendlich über die Auszeichnung mit dem weXelerate Startup Award freuen.

Keynote von Business Angel Benjamin Rohé

Im Vorfeld der Pitches hielt der deutsche Investor und Business Angel Benjamin Rohé eine Keynote. Er ist Managing Director des German Tech Entrepreneurship Centers und gilt als Fachmann für IT und Digitalisierung traditioneller Industrien. Im Rahmen der Veranstaltung erläuterte er die Voraussetzungen für den Erfolg von Startups: „Um ein Geschäftsmodell nachhaltig auf Schiene zu bringen, benötigt es aber auch die richtigen Strukturen – von Vernetzungsmöglichkeiten über Coaching bis hin zur vorhandenen Förderlandschaft.“

weXelerate gratuliert den Startups

Claudia Witzemann, Geschäftsführerin von weXelerate, zeigte sich von der Leistung der Teilnehmer begeistert: „Alle teilnehmenden Startups nutzten die Möglichkeit zur Präsentation vor Investoren bestens. Es ist eine große Freude, mit wie viel Leidenschaft und Know-how der Wettbewerb bestritten wurde. Im Namen des gesamten Teams von weXelerate möchte ich allen Startups für ihre Teilnahme danken und gratuliere Dagopt herzlich zur Auszeichnung mit dem weXelerate Startup Award.“


=> zur Page des Startups

Videoarchiv: Dagopt im Videointerview

Salzburg AG Innovation Challenge Team

Gewinner #1 der Salzburg AG Innovation Challenge: Dagopt Optimization Technologies erklärt wie sie mittels mathematischer Optimierung die Algorithmen für die Verbesserung des Einsatzes der Speicherkraftwerke schnitzen werden. #SmartDataOptimization

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 26. Oktober 2017

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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