19.10.2023

CureMe: Plattform für natürliche Heilmethoden startet in Wien

Das Wiener Startup CureMe entwickelte ein ganzheitliches Gesundheitsportal, welches auf natürliche Heilmethoden spezialisiert ist. Die im Oktober 2023 gelaunchte Plattform vereint dabei verschiedene Gesundheitsexperten unter einem Dach. Dies soll den Menschen die Suche und Auswahl des idealen Anbieters und der für sie richtigen Methode erleichtern.
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(c) CureMe - Manuel Zankl, Gründer von CureMe.

Mit 22 Jahren wurde bei Manuel Zankl, dem Gründer von CureMe, Rheuma diagnostiziert. Nach vielen Monaten, in welchen man schulmedizinisch keine Antwort für seine Schmerzen gefunden hatte, kam er auf der Suche nach einer Lösung das erste Mal mit Akupunktur in Berührung. Nach monatelangen Beschwerden konnte er danach wieder schmerzfrei leben.

CureMe mit über 40 Heilmethoden

„Aufgrund meiner eigenen persönlichen Erfahrungen, weiß ich, wie mühsam und frustrierend die Suche nach Hilfe sein kann. Dadurch entstand der Wunsch, andere Menschen auf diesem Weg zu unterstützen. Die Geburt meines Sohnes im Frühjahr 2022 hat mich dazu motiviert, meiner inneren Stimme endlich zu folgen“, erzählt Zankl.

Und dies tat er. CureMe ist eine Online-Plattform, mit der Hilfesuchende und Gesundheitsdienstleister miteinander in Kontakt treten können, um so eine „optimale gesundheitliche Betreuung für Menschen in Österreich zu ermöglichen“.

Das Portal umfasst über 40 natürliche Heilmethoden und Gesundheitspraktiken, darunter TCM, Massage, Pflanzenheilkunde, Shiatsu, Kinesiologie oder Osteopathie – sowie Methoden zur Gesundheitsförderung und Prävention wie zum Beispiel Yoga, Qi Gong und Meditation.

Integriertes Bewertungssystem

Durch die Auswahl der gewünschten Methode und des Standorts werden User:innen diverse Ärzte, Therapeuten und weitere Gesundheitsdienstleister in der Nähe angezeigt. Filteroptionen sollen zusätzlich dabei helfen, die Suchergebnisse einzugrenzen, etwa nach spezifischen Fachgebieten. Eine Terminvereinbarung erfolgt direkt zwischen Patient:innen und dem Gesundheitsdienstleister.

Um den Websitebesuchern bei der Auswahl der für sie richtigen Heilmethode zu unterstützen, gibt es eine Wissensdatenbank, aus der man Informationen zu den verschiedenen Methoden herausziehen kann. Die Nutzung des CureMe-Suchportals ist für Hilfesuchende kostenfrei.

Durch ein integriertes Bewertungssystem können Patient:innen zudem ihre Erfahrungen teilen und auf diese Art anderen helfen, fachkundige Dienstleister zu identifizieren und auszuwählen.

Um die Echtheit der Bewertungen auch sicherzustellen, werden Rezensionen einer strengen Prüfung unterzogen, so Zankl. Diese beinhaltet technische Kontrollen, wie die Überprüfung von E-Mail und IP-Adresse, sowie klar definierte Nutzungsregeln für objektive Bewertungen. Erst nach einer manuellen Freigabe werden die Bewertungen im Portal veröffentlicht. Dadurch sei es möglich, Manipulationen ausfindig zu machen und unzulässige Bewertungen noch vor einer Veröffentlichung zu löschen.

CureMe: Von Bekämpfung zur Prävention

Die Vision und das Ziel von CureMe ist es, in Österreich „Gesundheit neu zu denken“. Quasi weg von der reinen Symptombekämpfung hin zu präventiven Maßnahmen und einer breiteren Therapiepalette. Zankl möchte schlicht die Vorteile der Schulmedizin mit den Möglichkeiten alternativer Heilmethoden kombinieren. Im Fokus stehe für den Founder dabei, mehr Menschen dazu zu bewegen, natürliche Behandlungsmethoden zu erkunden.

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Pröll, Länderbericht, Digital
© BKA/Regina Aigner - Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Der kürzlich veröffentlichte 4. Länderbericht zur Digitalen Dekade der Europäischen Union zeigt Österreichs Fortschritte bei der digitalen Transformation. Besonders stark schneidet die Republik bei digitalen Verwaltungsservices ab: Im eGovernment Benchmark 2026 erreicht Österreich mit 85,5 Punkten Platz sechs unter den EU-Mitgliedstaaten und liegt damit über dem EU-Schnitt von 76,6 Punkten.

Ziel Top 3

Weitere Stärken zeigt der Bericht bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Services, den digitalen Grundkompetenzen, der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen sowie bei der Quantentechnologie.

„Wir nähern uns unserem Ziel, unter die Top 3 in der EU zu kommen. Der EU-Länderbericht zeigt klar: Österreichs digitale Transformation nimmt stetig an Tempo zu. Platz 6 im eGovernment Benchmark und Platz 1 bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsservices bestätigen den eingeschlagenen Weg. Unsere Anstrengungen rund um die ID Austria, digitale Kompetenzen und Public AI zeigen Wirkung. Das Motto lautet: digitale Verwaltung muss für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einfacher, schneller und alltagstauglicher werden“, sagt Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Verbesserung digitaler Grundkompetenzen

Österreich erreicht im europäischen Vergleich Platz 1 bei der Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsleistungen auf Mobilgeräten – gemeinsam mit Luxemburg und Malta. Grundlage dafür sei ein starkes eID-Ökosystem. Die Weiterentwicklung und breitere Nutzung der ID Austria trügen dazu bei, digitale Amtswege einfacher und mobil besser nutzbar zu machen, heißt es.

Auch bei den digitalen Grundkompetenzen verbessert sich Österreich weiter und steigt von Platz 8 auf Platz 7 im europäischen Vergleich. 69,8 Prozent der Bevölkerung verfügen demnach über zumindest grundlegende digitale Fähigkeiten. Damit liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt von 60,4 Prozent. Frauen liegen in Österreich mit 70,75 Prozent vor Männern mit 68,79 Prozent und damit entgegen dem EU-Trend.

KI-Nutzung steigt

Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen. Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil der österreichischen Unternehmen, die KI einsetzen, von 10,79 Prozent auf 29,95 Prozent gestiegen. Österreich liegt damit im DESI 2026 (Anm.: Index für digitale Wirtschaft der EU) auf Platz 7 von 27 Mitgliedstaaten – der EU-Schnitt beträgt 19,95 Prozent. Bei Großunternehmen nutzen bereits 68,26 Prozent KI. Auch bei der erstmals erhobenen KI-Nutzung durch Bürgerinnen und Bürger liegt Österreich mit 39,42 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 32,66 Prozent.

Der Bericht hebt auch Österreichs starke Position in der Quantentechnologie hervor. Österreich gilt insbesondere rund um Wien und Innsbruck als europäischer Vorreiter in der Quantenforschung. Die Initiative Quantum Austria wird mit 107 Millionen Euro aus der Recovery and Resilience Facility finanziert und stärke damit gezielt Forschung, Technologieentwicklung und Standortkompetenz.

Auch Aufholbedarf

Neben den Verbesserungen zeigt der Bericht gleichzeitig weiteren Aufholbedarf, insbesondere beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, der Nutzung von Cloud- und Datenanalyse-Lösungen durch Unternehmen sowie der Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen.

„Der Bericht ist Rückenwind und Arbeitsauftrag zugleich. Österreich ist in vielen Bereichen stark unterwegs, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Gerade bei Glasfaser, Cloud, Datenmanagement und KMU-Digitalisierung müssen wir schneller werden“, betont Pröll abschließend.


Hintergrund: Digitale Dekade der EU

Mit der Digitalen Dekade hat sich die Europäische Union ambitionierte Ziele bis 2030 gesetzt. Dazu zählt unter anderem der Ausbau digitaler Kompetenzen, moderne digitale Infrastrukturen, leistungsfähige digitale Verwaltungsservices, digitale Identitäten sowie die Stärkung der digitalen Transformation von Unternehmen. Der Länderbericht bewertet jährlich die Fortschritte der Mitgliedstaaten anhand definierter Ziele und Indikatoren.

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