15.10.2021

Crypto Weekly #28: Bitcoin zurück über 60.000 Dollar, Rekordhoch rückt näher

Der "Uptober" am Kryptomarkt geht weiter. Auf das Bitcoin-Rekordhoch vom April fehlten am Freitag nur mehr sieben Prozent. Außerdem: News von Polkadot, Coinbase, Binance und zur Krypto-Steuer in Österreich.
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Bitcoin
Foto: © Adobe Stock

Im brutkasten Crypto Weekly blicken wir jeden Freitag auf die wichtigsten Kursbewegungen und Nachrichten der Krypto-Woche zurück. Es kann übrigens hier per Mail abonniert werden. Die 28. Ausgabe starten wir, wie immer, mit einem Blick auf die…

…die Kurstafel:

NameKurs7-Tages-Performance
BitcoinBTC59.800 Dollar+10%
EthereumETH3.800 Dollar+6%
CardanoADA2,16 Dollar-4%
Binance CoinBNB461 Dollar+10 %
XRPXRP1,12 Dollar+5 %
DogecoinDOGE0,23 Dollar-7 %
PolkadotDOT40 Dollar+19 %
SolanaSOL158 Dollar-2 %
TerraLUNA37 Dollar-17 %
UniswapUNI26 Dollar+2%
Alle Daten sind von coinmarketcap.com und am Stand vom Freitagnachmittag/Kursveränderungen gegenüber Freitagnachmittag der Vorwoche

Bitcoin nähert sich Rekordhoch

Der Kryptomarkt bleibt im vollen „Uptober“-Modus: Nach dem schwachen September scheint er seit Monatswechsel wie ausgewechselt. Bitcoin überschritt in der Vorwoche erstmals seit dem Crash im Mai die Marke von 55.000 Dollar. Diese Woche ging in der gleichen Tonart weiter: Am Freitag in der Früh stieg der Kurs zunächst – je nach Datenquelle – zwischenzeitlich bis auf knapp unter oder sogar leicht über 60.000 Dollar. Am Nachmittag überschritt er dann die Marke ganz eindeutig. Das Rekordhoch vom Frühling rückt wieder in greifbare Nähe: Am 14. April – dem Tag des Coinbase-Börsengangs – war der Bitcoin-Kurs bis auf etwas über 64.800 Dollar gestiegen. Auf das Allzeithoch fehlen somit nur mehr gut sieben Prozent.

Einen Push lieferte am Freitag in der Früh vor allem eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) in den nächsten Tagen erstmals Bitcoin-ETFs zulassen könnte. Mutmaßungen, dass es dazu kommen würde, hatten, wie auch in der Vorwoche thematisiert, zuletzt zugenommen.

Laut dem Bericht sollen nun zwei Anträge von ProShares und Invesco zugelassen werden. Achtung: In beiden Fällen handelt es sich um keine „reinen“ Bitcoin-ETFs, sondern um Fonds, die Bitcoin-Futures investieren – also in Derivate, die den Bitcoin-Preis nachbilden. Die Fonds würden somit keine tatsächlichen Bitcoin-Bestände aufbauen. Einen genaueren Blick auf das Thema Bitcoin-ETF gibt’s übrigens im aktuellen Beitrag unseres Kolumnisten Niko Jilch.

Polkadot nach Parachains-Ankündigung im Höhenflug

Sehr stark verlief die Woche ansonsten für Polkadot – vor allem wegen eines massiven Kursanstiegs des DOT-Tokens von rund 20 Prozent am Donnerstag. Hintergrund: Parity Technologies, das Unternehmen, das Polkadot entwickelt, hat den mit Spannung erwarteten Start der sogenannten Parachains angekündigt. Auktionen für Slots auf diesen Parachains sollen ab 11. November durchgeführt werden.

Bei Parachains handelt es sich – grob gesagt – um eigene Blockchains, die neben der zentralen Haupt-Chain laufen. Von dieser sogenannten Relay Chain wird das System koordiniert. Daneben soll es bis zu 100 Parachains geben, die jeweils bestimmten Zwecken dienen – aber gleichzeitig auch miteinander kommunizieren können. Die Parachains generieren Blöcke für die Rely Chain und werden von Validatoren verifiziert. Die Struktur mit Parachains soll zu einer besseren Skalierbarkeit bei gleichzeitig hoher Sicherheit führen.

Krypto-Steuer in Österreich wird konkreter, zumindest ein bisschen

Nehmen wir mal an, jemand ist seit über einem Jahr in Bitcoin und Polkadot investiert und hat sich nach dem Kursanstieg diese Woche dafür entschieden, Gewinne mitzunehmen und zu verkaufen. In Österreich dürfte sich diese Person dann das volle Ausmaß der Kursgewinne freuen – weil sie steuerfrei wären. Noch. Denn, wie mehrfach berichtet, plant die Bundesregierung schon länger, Krypto-Assets ähnlich wie Aktien zu besteuern. Im Zuge der Steuerreform wurde in der Vorwoche im Ministerrat nun auch eine entsprechende Absichtserklärung beschlossen. Da die Regierungskrise – zumindest vorerst – beigelegt ist, kann man davon ausgehen, dass die Änderung auch tatsächlich kommt.

Wie die genau aussehen wird, ist noch offen. Details wurden noch keine bekannt. Klar ist aber schon jetzt: Die Regierung möchte die 27,5 Prozent Kapitalertragssteuer, die bei Aktien anfallen, künftig auch bei Krypto-Assets einheben – unabhängig davon, wie lange man diese gehalten hat. Eine andere Maßnahme kommt dagegen – zumindest vorerst – nicht: Im Regierungsprogramm ist die Wiedereinführung einer Haltefrist, nach welcher Aktien-Kursgewinne steuerfrei würden, vereinbart. Das Finanzministerium wollte diese geplante Regelung auch auf Krypto-Assets anwenden. Das ist zwar auch weiterhin die Position des Ministeriums, offenbar konnte sich dieses damit nicht durchsetzen. Im Ministerratsbeschluss zur Steuerreform findet sich dazu jedenfalls nichts.

Es deutet also alles darauf hin, dass steuerfreie Kursgewinne bei Krypto-Assets in Österreich bald der Vergangenheit angehören werden. Interessant wird nun werden, ab wann die Regelung tatsächlich in Kraft treten wird (schon mit Jahreswechsel?) und ob sie auch auf existierende Bestände oder nur auf Neukäufe angewendet wird. Bei der Abschaffung der Haltefrist für Aktien im Jahr 2012 blieben „Altbestände“, also Aktien, die man vor der Abschaffung gekauft hatte, weiter steuerfrei. Was nicht heißt, dass es auch diesmal so sein wird. Irgendeine Form von Übergangsregelung ist aber wahrscheinlich. Wir halten euch bei diesem Thema natürlich am Laufenden.

Coinbase will neue Aufsichtsbehörde für Krypto…

Gut möglich, dass so mancher HODLer dem Finanzministerium am liebsten die Zuständigkeit für Krypto-Assets entziehen möchte. Absurd? Ja. Etwas realistischer, wenn vielleicht auch immer noch nicht realistisch, ist da ein anderes Vorhaben – und zwar eines von Coinbase. Die größte US-Kryptobörse war in den vergangenen Monaten, wie berichtet, mit der US-Börsenaufsicht aneinandergeraten – wegen eines geplanten neuen Produkts, bei dem Stablecoins gegen Zinsen verleihen hätte können. Hätte, denn die SEC interpretierte das Produkt als Wertpapier. Das heißt: Coinbase hätte einen entsprechenden Prozess zur Registrierung durchlaufen müssen. Das Unternehmen gab das Produkt schließlich auf.

Nun berichtete das Wall Street Journal, dass Coinbase ein Papier ausgearbeitet hat, mit dem gegenüber dem US-Kongress argumentiert werden soll, dass der SEC die Aufsicht über die Krypto-Branche entzogen werden soll. Stattdessen soll eine eigene Regulierungsbehörde für digitale Assets geschaffen werden – unabhängig von der bestehenden Struktur. Im Streit rund um das von Coinbase dann doch nicht weiterverfolgte Produkt hatte CEO Brian Armstrong die Behörde öffentlich stark kritisiert.

…und kündigt NFT-Plattform an

Aber das war nicht die wichtigste Nachricht, die diese Woche von Coinbase kam: Die Kryptobörse kündigte nämlich auch ihren Einstieg ins Geschäft mit Non-Fungible Tokens (NFTs) an. Unter dem ebenso schlichten wie aussagekräftigen Namen Coinbase NFT soll ein eigener Handelsplatz aufgebaut werden. „Genauso wie Coinbase Millionen von Menschen geholfen hat, erstmals auf eine einfache und vertrauenswürdige Art Zugriff auf Bitcoin zu bekommen, wollen wir dies nun auch für NFTs umsetzen“, schreibt das Unternehmen in seiner Ankündigung.

Ein konkretes Datum für den Start wurde noch nicht kommuniziert, die Warteliste ist aber seit dieser Woche geöffnet. Innerhalb von zwei Tagen ließen sich über 1,3 Mio. User dafür eintragen. Der aktuell führende NFT-Handelsplatz OpenSea hat rund 300.000 User. Der Finanzanalyst Mark Palmer von BTIG bekräftigte auf Basis dieser Daten seine Kaufempfehlung für die Coinbase-Aktie. Doch nicht alle sind überzeugt, so schrieb etwa Leigh Drogen vom Investmentunternehmen Starkiller Capital in Reaktion auf den Analysten auf Twitter: „Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Anklicken eines Buttons in einer E-Mail, die Coinbase an seine Millionen User ausgeschickt hat und dem tatsächlichen Registrieren bei OpenSea“.

Milliardenschwerer Fonds von Binance

Doch nicht nur von Coinbase, auch vom Konkurrenten Binance gab es diese Woche Neuigkeiten. Die Kryptobörse kündigte einen 1 Mrd. US-Dollar schweren Wachstumsfonds an. Klarerweise geht es dabei auch darum, das Ökosystem der Binance Smart Chain zu unterstützten und auszubauen. Gleichzeitig betonte Binance bei der Ankündigung jedoch, dass das Geld nicht nur in Projekte mit BSC-Bezug fließen werde. Mit der Hälfte des Fondsvolumens sollen Investments getätigt werden. 100 Millionen sind auch für Talententwicklung vorgesehen – etwa Bootcamps, Stipendien und andere Ausbildungsinitiativen.


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Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Steuerberatung, Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von brutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.

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Die Preisverleihung des 25. Riz up Genius Ideen- und Gründerpreises im Congress Center Baden. © NLK Khittl

25 Jahre Riz up Genius: Niederösterreichs Gründeragentur riz up hat am Montagabend im Congress Center Baden das Jubiläum ihres Ideen- und Gründerpreises gefeiert, brutkasten war vor Ort. Heuer wurden über 230 Geschäftsideen eingereicht, so viele wie nie zuvor, von der Bahnstrom-Versorgung bis zur „Smartwatch“ für Pferde. In den vier Kategorien innovativ genial, regional genial, digital genial und ökologisch genial waren jeweils sieben Projekte für das Finale nominiert. Die bestplatzierten Ideen erhielten zwischen 2.000 und 6.000 Euro Preisgeld, gesponsert von Industriellenvereinigung Niederösterreich, ecoplus, Niederösterreichs Wirtschaftsagentur, Wirtschaftskammer Niederösterreich, Raiffeisen Niederösterreich-Wien, Land Niederösterreich, Flughafen Wien, EVN, Novomatic, Wiener Städtische, accent, dem RIZ Förderverein Süd sowie riz up selbst.

„25 Jahre Riz up Genius-Preis, einfach eine Sensation, wo viele Erfolgsgeschichten bereits geschrieben worden sind und wo wir jetzt neue Erfolgsgeschichten schreiben“, so Mikl-Leitner im Rahmen der Preisverleihung. „Und ich bin unglaublich stolz auf so viel Innovationsgeist.“

Die Gewinner

Kategorie: innovativ genial

In der Kategorie innovativ genial ging der erste Platz an Cybershell Technologies aus Mödling. Das von Mario Curvelo Carvalho eingereichte Projekt ist eine modulare physische Safety-Architektur für industrielle humanoide Roboter. Während Plattformhersteller KI und Antrieb optimieren, setzt Cybershell bei mechanischer Robustheit, CE-Operationalisierung und Versicherbarkeit an und will so eine standardisierbare Schutzschicht für den europäischen Markt schaffen (5.000 Euro, Industriellenvereinigung Niederösterreich).

Platz zwei belegte ein Team aus Neunkirchen um Gerald Höllinger, Alexandra Bernegger und Sebastian Nowak, das BNCT-Anlagen zur Krebstherapie entwickeln will. Ein Linearbeschleuniger ersetzt dabei den Kernreaktor, die Behandlungszeiten sollen unter zehn Minuten liegen (4.000 Euro, Wiener Städtische). Den dritten Platz holte sich EquiShape aus Baden (Janine Rybin), eine Art „Smartwatch für Pferde“: Sensor-Gamaschen, eine App mit Dashboards und ein KI-Trainingsassistent sollen das Training fairer, gesünder und transparenter machen (2.000 Euro, riz up).

Cybershell Technologies aus Mödling holte mit einer modularen Safety-Architektur für industrielle humanoide Roboter den ersten Platz in der Kategorie innovativ genial. © NLK Khittl

Kategorie: regional genial

In der Kategorie regional genial gewann die Norphluchs GmbH aus Mödling mit ihrer Plattform für DSGVO-konforme Backgroundchecks. Das Unternehmen von Stephanie und Christoph Böhm bündelt Personenrecherchen aus offenen Quellen und offiziellen Registern für HR- und Sicherheitsabteilungen. Dafür gab es 6.000 Euro von der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Platz zwei ging an die electrify smart energy GmbH aus Mistelbach (Dominik Kohl), die auf KI-gesteuerte Schwarmspeicher für die Energiewende setzt (4.000 Euro, EVN). Den dritten Platz teilen sich zwei Projekte. neuSTADTPILZE aus Wiener Neustadt (Joachim Hintenberger) lässt Frischpilze in einem vormals leerstehenden Kellergewölbe aus dem Mittelalter wachsen, ohne Befeuchtung und Klimatisierung. MoveOn aus Wiener Neustadt Land (Carina Polly, Dominik Lerch, Laurin Levai) bietet Eltern von Kindern und Jugendlichen, die vom Schulbesuch befreit oder dauerhaft krankgeschrieben sind, mobilen Unterricht zu Hause, psychosoziale Begleitung und die Koordination von Hilfskräften. Ziel ist, Schulabbrüche zu vermeiden. Beide erhielten je 2.000 Euro vom RIZ Förderverein Süd.

Die Norphluchs GmbH aus Mödling gewann mit ihrer Plattform für DSGVO-konforme Backgroundchecks die Kategorie regional genial. © NLK Khittl

Kategorie: digital genial

In der Kategorie digital genial siegte die METUSAN FUTURE GmbH aus Mistelbach (Michael Fischer, Sascha Hassa, Günther Unger) mit WOLTRONIC SNM. Das Sensor-Netzwerkmodul überwacht die Bahnstromversorgung und zentrale Teile der Bahninfrastruktur in Echtzeit, Störungen sollen sich damit punktgenau erkennen lassen (6.000 Euro, ecoplus).

Zwei Projekte landeten auf Platz zwei: Legal Rankings AI von Law Business aus St. Pölten (Alexander und Sophie Dillinger) automatisiert die aufwendigen Einreichungen von Anwaltskanzleien bei Kanzlei-Rankings. Laut den Einreicher:innen sind 98 Prozent der Kanzleien weltweit bisher nicht gerankt (4.000 Euro, accent). Die Soxware Interactive GmbH aus Amstetten (Peter Soxberger) entwickelt eine schweißbeständige VR-Brille für den professionellen Dauerbetrieb, die Mehrspieler-Tracking auf bis zu 1.200 Quadratmetern Spielfläche ermöglichen soll (4.000 Euro, Novomatic).

Die METUSAN FUTURE GmbH aus Mistelbach siegte mit dem Sensor-Netzwerkmodul WOLTRONIC SNM in der Kategorie digital genial. © NLK Khittl

Kategorie: ökologisch genial

In der Kategorie ökologisch genial wurden gleich zwei Projekte mit einem ersten Platz und je 6.000 Euro ausgezeichnet. Roadeye von Christoph Pasching aus Melk ist nach eigenen Angaben der weltweit erste serienreife, patentierte Straßenleitpflock, der als energieautarker, KI-gestützter Sensor Straßen- und Umweltzustände erfasst und die Daten in Echtzeit nutzbar macht. Der Sensor ersetzt die schwarze Kappe auf den bestehenden weißen Leitpflöcken und lässt sich per Plug and Play nachrüsten (Sponsor: Land Niederösterreich).

Christoph Pasching aus Melk wurde mit Roadeye, dem smarten Straßenleitpflock, in der Kategorie ökologisch genial mit einem ersten Platz ausgezeichnet. © NLK Khittl

Die Zellhofer Engineering GmbH aus Gänserndorf (Sebastian und Tobias Zellhofer) gewann mit Solarpellet, einer mobilen, automatisierten Anlage, die überschüssigen Photovoltaik-Strom vor Ort in Holzpellets umwandelt und Solarenergie damit biologisch speichert (Sponsor: Raiffeisen).

Platz zwei ging an die IceEx GmbH aus Amstetten (Johannes Üblacker) mit einer mobilen Solemischanlage für den Winterdienst, mit der sich Salzsole mit einem Gefrierpunkt von minus 19 Grad herstellen lässt (4.000 Euro, Flughafen Wien).

Die Zellhofer Engineering GmbH aus Gänserndorf erhielt für Solarpellet ebenfalls einen ersten Platz in der Kategorie ökologisch genial. © NLK Khittl

Mikl-Leitner: „Ab heute arbeiten wir am Tag der Fehlerkultur“

Auf die Frage, was die Entbürokratisierung konkret für Gründer:innen bedeutet, antwortet die Landeshauptfrau gegenüber brutkasten zunächst grundsätzlich: „Gerade in so herausfordernden Zeiten sollten wir daran denken, was uns stark gemacht hat in diesem Land. Und das ist eben Leistung, vor allem auch Eigenverantwortung und Hausverstand.“ Gepaart mit Innovationsgeist und dem Abbau von Regulatorik bringe das Niederösterreich weiter. Man habe im Rahmen der groß angelegten Verwaltungsreform bereits jedes sechste Landesgesetz entbürokratisiert und vor allem die Bauordnung vereinfacht. „Das heißt, Bauen und Sanieren wird effizienter und vor allem auch billiger“, so Mikl-Leitner. Mit der neuen Initiative Taskforce Wirtschaft soll es zudem eine eigene Plattform geben: „Unternehmerinnen und Unternehmer, wenn sie mit Bürokratie ein Problem haben, als auch mit Genehmigungen, dann ist dort die richtige Stelle, um eben komplexe Dinge auch ordentlich und anständig bearbeiten zu können.“

Bei der Verleihung hatte Mikl-Leitner zudem die Idee eines „Tag der Fehlerkultur“ ins Spiel gebracht. In Finnland werde ein solcher Tag groß gefeiert, sagt sie gegenüber brutkasten. „Aus Fehlern kann man lernen. Fehler sind nicht zu verurteilen.“ Vielmehr solle man sie als Motivation für den Weg nach vorne nehmen. Wenn es nach ihr geht, soll der Tag schon 2027 starten: „Das heißt, ab heute arbeiten wir am Tag der Fehlerkultur.“

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