27.06.2023

Corporate-Startup erwirbt 20 Prozent Anteile an Langenzersdorfer MedTech

Der Gesundheitsanbieter SanusX, ein Corporate-Startup der Uniqa, beteiligt sich mit rund 20 Prozent am niederösterreichischen MedTech-Unternehmen Biome Diagnostics.
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Nikolaus Gasche und Barbara Sladek haben myBioma gegründet und in Biome umbenannt © Biome/Eccli
Nikolaus Gasche und Barbara Sladek haben myBioma gegründet und in Biome Diagnostics umbenannt © Biome Diagnostics/Eccli

Biome wurde 2018 gegründet und verwendet maschinelles Lernen (Künstliche Intelligenz), um das Darmmikrobiom (Darmflora) für medizinischen Zwecke zu interpretieren. Neben Ansätzen für die Krebs-Präzisionsmedizin, ist das Unternehmen mit dem Lifestyle-Angebot myBioma auch im Bereich „fundierter B2C Darmmikrobiom-Analysen“ tätig. Nun beteiligt sich das Corporate-Startup SanusX mit rund 20 Prozent am österreichischen MedTech. Über die Kaufsumme ist nichts bekannt.

Biome: Wachstum durch Partnerschaft

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen nachhaltig wachsen und neue Lösungen im Gesundheitsbereich entwickeln. Fokus hierbei soll der Ausbau des Angebots für einen gesunden und präventiven Lebensstil sein.

Seit der Entdeckung des Darm-Mikrobioms in den 1990er Jahren werde nämlich immer deutlicher: „Gesundheit beginnt im Darm. Sowohl in der Prävention als auch in der Therapie spielt das Darmmikrobiom für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen eine bedeutende Rolle. Das Darmmikrobiom umfasst rund 39 Billionen Bakterien, die im Darm jeder Person leben. Zusätzlich sind rund 70 Prozent des Immunsystems im Darmmikrobiom verankert. In den vergangenen Jahren konnten wichtige Zusammenhänge zwischen dem Darmmikrobiom und unterschiedlichen Erkrankungen hergestellt werden, wie zum Beispiel Diabetes und Übergewicht, mentale Gesundheit und Depression, Krebsentstehungen oder Parkinson“, heißt es per Aussendung.

Die große Bedeutung des Mikrobioms und das breite Einsatzgebiet sollen künftig große Wachstumschancen für SanusX und Biome eröffnen. Außerdem ergänzen sie das bisherige Heimtest-Portfolio von SanusX, das momentan vor allem Bluttests umfasst.

Analyse des Darmmikrobioms als Gesundheitskontrolle

Barbara Sladek und Nikolaus Gasche, Eigentümer und Geschäftsführer von Biome Diagnostics dazu: „Unsere Vision ist es, jedem Menschen einen einfachen Zugang zur fundiertesten Analyse des Darmmikrobioms zu geben, um die Kontrolle über die eigene Gesundheit zu übernehmen und dadurch das Wohlbefinden zu verbessern. Der Vorteil des Darmmikrobioms ist, dass man es verändern und beeinflussen kann. Mit SanusX haben wir einen idealen strategischen Partner gefunden, mit dem wir gemeinsam den Gesundheitsbereich verbessern können. Wir sehen das Potenzial, unsere Kundenbasis gemeinsam zu verbreitern und es zukünftig noch mehr Menschen zu ermöglichen, bestmöglich auf ihre individuelle Darmgesundheit zu achten.“

Auch Erich Kruschitz, Geschäftsführer von SanusX, schlägt in eine ähnliche Kerbe, wenn er sagt: „Die Kraft eines gesunden Darmmikrobioms spielt insbesondere für den so wichtigen Bereich der Prävention eine bedeutende Rolle, aber auch im Bereich der innovativen Präzisionstherapie überzeugen uns die möglichen Einsatzgebiete der Anwendungen von Biome Diagnostics. Wir freuen uns daher, mit BiomeDx einen neuen starken Partner gefunden zu haben. Wir werden gemeinsam das große Marktpotenzial, das vor uns liegt, heben. Österreich hat viele hochinnovative Unternehmen wie BiomeDx, deren Entwicklung wir durch unser Know-how und unseren Marktzugang optimal unterstützen können. Als gesamtheitlicher Gesundheitsanbieter und strategischer Investor werden wir unser Portfolio auch in Zukunft mit ausgewählten Akquisitionen verstärken.“

Ziel von Biome: Menschen ein Leben lang begleiten

Lukas Mayrl, Geschäftsführer von SanusX, beteuert, dass man sich das Ziel gesetzt habe, Menschen ein Leben lang dabei zu begleiten, gut auf sich zu schauen, ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Man wolle in jeder Lebensphase mit Angeboten in der Prävention oder Rehabilitation unterstützen.

„Deswegen analysieren wir Lücken und Problemfelder der aktuellen Gesundheitsversorgung und setzten auf innovative Angebote, die den Gesundheitsbedürfnissen der Menschen Rechnung tragen. Gerade Heimtests sind ein wirkungsvolles Tool, um sich und die Bedürfnisse seines Körpers besser zu verstehen und um gut vorsorgen zu können“, sagt er. „Wir sind daher hocherfreut, unseren Geschäftsbereich Diagnostik mit BiomeDx zu verbreitern und unseren Kunden ein weiteres Testangebot zur Verfügung zu stellen.“


Titelbild: (c) Biome Diagnostics/Eccli: Nikolaus Gasche und Barbara Sladek von Biome.

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Supaso: Hartberger Startup holt sich Investment für Internationalisierung

Das steirische Verpackungs-Startup Supaso hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Kapital fließt in die Serienreife der Maschinentechnologie und in erste Pilotanlagen bei Partnerbetrieben. brutkasten hat mit Mitgründer Fabian Gems über die Hintergründe gesprochen.
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v.l.n.r: Daniela Gassner (RLB), Steve Jeitler (Business Angel), Verena Kraßnig (RLB), Georg Lackner (SUPASO), Olivia Pinter (RLB), Fabian Gems (SUPASO), Jörg Schönbacher (FMMS) | (c) Supaso

Im Juli 2025 hatte Supaso am Rande des Business Angel Summit in Kitzbühel angekündigt, eine Finanzierungsrunde vorzubereiten (brutkasten berichtete). Diese Runde ist nun abgeschlossen: Angeführt wird sie von der Gerald Jeitler GmbH, beteiligt sind außerdem die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark und die FMMS Beteiligungs GmbH.

Die Supaso FlexCo aus Hartberg produziert Isolierverpackungen aus recyceltem Altpapier, die Styropor (EPS) in der temperaturgeführten Logistik ersetzen sollen. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Produktionskapazitäten ausbauen und international wachsen. Zur Höhe des Investments macht Supaso allerdings keine Angaben.

Transportkosten begrenzen den Lieferradius

„Das größte Problem bei Verpackung ist natürlich die Distanz“, sagt Mitgründer Fabian Gems im Gespräch mit brutkasten. Gut liefern lasse sich in einem Radius von 300 bis 400 Kilometern. „Alles, was darüber hinausgeht, geht meistens auf die eigene Marge, weil die Transportkosten einfach steigen.“

Gems nennt dazu Zahlen: Der Warenwert einer LKW-Ladung liege zwischen 6.000 und 8.000 Euro, die Transportkosten nach Madrid bei 3.500 Euro. Eine Zustellung in die Schweiz inklusive Verzollung kostete im Vorjahr 1.900 Euro, mittlerweile 2.700 Euro. Weitergeben lasse sich das nur bedingt, ohne näher gelegenen Wettbewerbern eine Chance zu geben.

Fünf Partner, erste Pilotanlage ab Q1

Supaso setzt deshalb auf ein Machine-as-a-Service-Modell, das unter dem Namen Modular Up Cycling Hub (MUCH) vorbereitet wird: Statt fertige Dämm-Inlays quer durch Europa zu transportieren, sollen Partnerbetriebe mit eigenem Papier- und Kartonabfall vor Ort produzieren. Das Kapital fließt laut Gems in die Serienreife der Produktionslinien und in erste Testpiloten im In- und Ausland.

Fünf Partner hat Supaso nach eigenen Angaben identifiziert, darunter ein Styroporhersteller, der selbst unter Druck steht. Der Start ist für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant, zunächst mit einer Anlage. Zwei weitere sollen nach Möglichkeit folgen. Die Validierungsphase soll bis etwa 2028 laufen, danach ist die nächste Finanzierungsrunde vorgesehen. Als besonders dynamische Märkte nennt Gems Kroatien und Slowenien.

Wie abgerechnet wird, ist offen. Getestet werden Varianten von der Leasinganlage mit Lizenzgebühr bis zu Pay-per-Use. Eine eigene Großfabrik schließt Gems aus: „Davon bin ich absolut nicht überzeugt. Wir wollen uns direkt in die Wertschöpfungskette bei Verpackungs- und Kartonageherstellern und Papierfabriken einbauen.“

Bewusst österreichische Investoren

Seit dem Business Angel Summit in Kitzbühel im Vorjahr habe man mit vielen Kandidaten gesprochen und dabei eine Erkenntnis gewonnen, so Gems: „So ein ganz klarer VC-Fall sind wir nicht.“ Man sei erstens Hardware und zweitens relativ erklärungsbedürftig. Die Präferenz sei deshalb auf österreichisches Kapital mit langem Atem gefallen, einen Exit in zwei Jahren strebe man nicht an: „Wir wollen das jetzt wirklich groß machen.“

Die FMMS Beteiligungs GmbH mit Sitz in Frohnleiten wurde Ende 2024 im Firmenbuch eingetragen und gehört zur FMMS Holding GmbH, der Beteiligungsholding von Franz Mayr-Melnhof-Saurau. Zum Portfolio zählen die Mayr-Melnhof Holz Holding, der größte Privatforstbetrieb Österreichs und ewe Küchen, insgesamt rund 2.000 Mitarbeitende in vier Ländern. Als Schwerpunkte nennt die Holding unter anderem Ressourcenwirtschaft und Greentech.

Die RLB Steiermark bringt neben Kapital vor allem Know-how bei der Ausgestaltung der Abrechnungsmodelle ein, sagt Gems – ein Punkt, der bei einem noch offenen Machine-as-a-Service-Geschäftsmodell zwischen Leasing und Pay-per-Use nicht unerheblich ist. Die Landesbank, die als größte Regionalbank im Süden Österreichs auftritt, hat ihr Beteiligungsgeschäft zuletzt gezielt ausgebaut: Für Startups, Scaleups und KMU steht ein Beteiligungsvolumen von 100 Millionen Euro bereit, wovon bereits 40 Millionen Euro investiert sind. Nachhaltige und regionale Zukunftsbranchen zählen dabei explizit zu den Investitionsschwerpunkten der Bank

Supaso wurde 2021 gegründet. Im August 2023 zählte das Unternehmen 190 Kund:innen in neun Ländern (brutkasten berichtete), im Juli 2025 über 300 in zehn Ländern, aktuell sind es nach eigenen Angaben „Hunderte“ in zwölf europäischen Ländern. Die Nachfrage nach kreislauffähigen Verpackungen wird unter anderem durch die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) getrieben.

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Corporate-Startup erwirbt 20 Prozent Anteile an Langenzersdorfer MedTech

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Inhalt dieses Artikels hat potenzielle gesellschaftspolitische Auswirkungen in Bezug auf die Gesundheitsversorgung und -prävention. Die Beteiligung des Corporate-Startups SanusX an Biome Diagnostics könnte dazu beitragen, den Zugang zu fundierten Darmmikrobiom-Analysen zu verbessern und damit die individuelle Gesundheitskontrolle zu fördern. Dies könnte wiederum zu einem gesteigerten Bewusstsein für die Bedeutung des Darmmikrobioms für die Gesundheit und das Wohlbefinden führen. Darüber hinaus könnten die entwickelten Lösungen und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen und zu behandeln, was langfristig zu einer gesünderen Bevölkerung und einer besseren Gesundheitsversorgung führen könnte.

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Durch die Beteiligung des Corporate-Startups SanusX an dem österreichischen MedTech-Unternehmen Biome ergeben sich wirtschaftliche Auswirkungen. Die beiden Unternehmen planen, gemeinsam neue Lösungen im Gesundheitsbereich zu entwickeln und das Angebot im Bereich des gesunden und präventiven Lebensstils auszubauen. Da das Darmmikrobiom eine bedeutende Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen spielt und wichtige Zusammenhänge zwischen dem Darmmikrobiom und verschiedenen Erkrankungen festgestellt wurden, gibt es große Wachstumschancen für SanusX und Biome. Die Partnerschaft ermöglicht es beiden Unternehmen, ihr Portfolio zu erweitern und das Marktpotenzial optimal zu nutzen. Dies könnte zu erhöhten Umsätzen und einem gesteigerten Unternehmenswachstum führen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in ist der Inhalt dieses Artikels für Sie relevant, da er zeigt, wie ein Corporate-Startup, nämlich SanusX, durch den Erwerb von 20 Prozent Anteilen an Biome, einem MedTech-Unternehmen, sein Portfolio erweitert und neue Lösungen im Gesundheitsbereich entwickelt. Diese Partnerschaft ermöglicht es beiden Unternehmen, im Bereich des Darmmikrobioms und seiner Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden neue Produkte und Services anzubieten. Dies zeigt, wie strategische Partnerschaften und Akquisitionen dazu beitragen können, das Wachstum und die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens voranzutreiben.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Als Investor:in könnte dieser Artikel für Sie relevant sein, da er über eine Partnerschaft zwischen dem Corporate-Startup SanusX und dem MedTech-Unternehmen Biome berichtet, bei der SanusX rund 20 Prozent der Anteile von Biome erworben hat. Das zeigt, dass Biome als Unternehmen Potenzial und Wachstumschancen hat, insbesondere aufgrund der Bedeutung des Darmmikrobioms für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen. Die Partnerschaft könnte dazu beitragen, dass Biome neue Lösungen im Gesundheitsbereich entwickelt und sein Angebot erweitert. Diese Entwicklung könnte sich positiv auf den Wert der Anteile von Biome auswirken und somit eine potenzielle Investitionsmöglichkeit darstellen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in kann der Inhalt dieses Artikels für Sie von Relevanz sein, da er aufzeigt, dass das österreichische Unternehmen Biome Diagnostics, das sich auf die Interpretation des Darmmikrobioms für medizinische Zwecke spezialisiert hat, eine Partnerschaft mit dem Corporate-Startup SanusX eingegangen ist. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, neue Lösungen im Gesundheitsbereich zu entwickeln und das Angebot für einen gesunden und präventiven Lebensstil auszubauen. Da die Bedeutung des Mikrobioms und seine Zusammenhänge mit verschiedenen Erkrankungen immer deutlicher werden, können solche Entwicklungen wichtige Impulse für die Gesundheitspolitik geben und die Präventions- und Therapiemöglichkeiten verbessern.

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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Das Bigger Picture dieses Artikels ist, dass das österreichische MedTech-Unternehmen Biome in SanusX einen strategischen Partner gefunden hat, um das Wachstum und die Weiterentwicklung von Lösungen im Gesundheitsbereich voranzutreiben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Analyse des Darmmikrobioms für medizinische Zwecke und einem gesunden und präventiven Lebensstil. Durch die Zusammenarbeit möchten beide Unternehmen ihre Kundenbasis erweitern und noch mehr Menschen die Möglichkeit bieten, ihre individuelle Darmgesundheit zu überwachen und zu verbessern. Zudem ergänzt die Partnerschaft das bisherige Heimtest-Portfolio von SanusX und eröffnet große Wachstumschancen in einem Bereich, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Die relevantesten Personen in diesem Artikel sind:
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  • Nikolaus Gasche
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Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Biome
  • SanusX

Corporate-Startup erwirbt 20 Prozent Anteile an Langenzersdorfer MedTech