26.09.2019

Kooperation statt Disruption: Heimische Startups sind gerne Zulieferer

Eine Studie der Wiener Corporate Startup Collaboration-Agentur Match-Maker Ventures und der Unternehmensberatung Arthur D. Little zeigt: Österreichische Corporates und Startups können im internationalen Vergleich sehr gut miteinander.
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Corporate Startup Collaboration - Fünf Fragen
(c) fotolia.com - ra2 studio

„Den Markt aufmischen“ ist ein besonders beliebtes Ziel bei Startups. Das kann bedeuten: Ein gänzlich neues und innovatives Produkt soll die vorhandenen Optionen in den Schatten stellen und in Folge obsolet machen. Das passende Buzzword dazu: Disruption. Doch es ist in Österreich leise geworden um den einstmaligen Lieblingsbegriff der Startup-Szene. Selten nehmen Entrepreneure sich hierzulande noch Google, Amazon und Facebook zum Vorbild, zumindest wenn sie die erste Konsolidierung schon hinter sich haben.

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Corporate Startup Collaboration nicht mehr nur Image-Maßnahme

Sie entscheiden sich inzwischen sehr gerne für die andere Variante des „Markt Aufmischens“: die etablierten Player als Zulieferer unterstützen. Dass die Kooperation mit Startups für Corporates inzwischen nicht mehr nur eine nette Image-Maßnahme ist, sondern tatsächlich beiden Seiten Vorteile bringt, zeigt nun auch eine Studie der Wiener Corporate Startup Collaboration-Agentur Match-Maker Ventures und der Unternehmensberatung Arthur D. Little. 43 österreichische Corporates (von gesamt 340 in der Studie) und 27 heimische Startups (von gesamt 203) wurden zu ihren Collaboration-Aktivitäten befragt.

Hohe Umsatz-Erwartungen bei Startups

Dabei zeigt sich: Fast die Hälfte der befragten heimischen Startups hat bereits Erfahrung mit Collaboration-Projekten. Und die Erwartungen, dass sich diese auch tatsächlich in Umsätzen niederschlagen sind mit 60 Prozent im internationalen Vergleich (54 Prozent) relativ hoch. Auch der Weg der Startups zu den Projekten ist hierzulande mit überschaubarem Aufwand verbunden. So hatten die befragten Startups bei Kooperations-Anfragen an Corporates im Durchschnitt eine Conversion Rate von 20 Prozent (international: 22 Prozent). Das heißt, jede fünfte Corporate-Ansprache führte auch tatsächlich zu einem Vertrag.

Viele Corporates sehen sich als „extrem erfahren“

Umgekehrt haben Startups – und Collaboration-Projekte mit diesen – inzwischen eine veritable Bedeutung für heimische Corporates. 21 Prozent der befragten Etablierten aus Österreich geben an, „fast immer“ mit Startups zu kooperieren (international: 15 Prozent). Ganze 37 Prozent (international: 28 Prozent) sehen sich dabei als „sehr“ oder „extrem erfahren“. Zudem ist fast die Hälfte der befragten heimischen Corporates „sehr“ bzw. „extrem“ zufrieden mit ihren Collaboration-Projekten. Über alle befragten Corporates hinweg (international) stehen laut Studie zwölf Prozent sämtlicher Umsätze in Zusammenhang mit Startup-Collaboration-Projekten.

Die vollständige Studie wird kommende Woche veröffentlicht.

⇒ Zur Page von Match-Maker Ventures

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Test-Fuchs
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